Lesekreis

Die Texte unserer Lesekreise können auf der Seite aktheorie.blogsport.de
nachgelesen werden.

Archiv

Wir zahlen nicht für die Krise des Kapitalismus – Die Banken und Konzerne sollen sie bezahlen!

Heute, am 23. 07. um 15.00 Uhr, bezog vor der Filiale der Deutschen Bank am Lustnauer Tor das Kommando Robin Hood Stellung, um der krisengebeutelten Bevölkerung ihr Geld zurückzugeben. Ein Aktivist hatte sich als Robin Hood verkleidet, die anderen trugen weiße Theatermasken und ein Transparent mit der Aufschrift „Wir zahlen nicht für eure Krise“. Es wurde mit Parolen und Rufen wie “Siemens, Daimler, Deutsche Bank – der Hauptfeind steht im eignen Land” oder “Brecht die Macht der Banken und Konzerne” laut auf die Aktion hingewiesen.

Die AktivistInnen verteilten symbolisch fotokopierte Geldscheine an die PassantInnen, um zu verdeutlichen, dass nicht Geldmangel das Problem ist: Die Banken machen Milliardenprofite, während wir den Gürtel immer enger schnallen sollen. Es sollte klar werden, dass geeinter Kampf für eine Umverteilung der Krisenlasten von unten nach oben den einzigen Weg darstellt. Auf der Rückseite der Geldscheine war daher folgender Text abgedruckt:

Die Verursacher und Profiteure der Krise bekämpfen!

Der Deutschen Bank AG (DB) geht es blendend. Obwohl sie maßgeblicher Teil jenes Finanzsystems ist, das die Wirtschafts- und Finanzkrise ausgelöst hat, verdient sie prächtig an eben jener Krise. Obwohl sie einer der größten Profiteure jener »Bankenrettung« war, bei der IKB und Hypo Real Estate mit Steuergeldern in die Lage versetzt wurden, ihre Schulden nicht zuletzt bei der DB begleichen zu können, muss sie kaum etwas dazu beitragen die nunmehr in die Staatsfinanzen verlagerten Krisenfolgen zu begleichen. Und gerade jetzt, wo uns gebetsmühlenartig vorgelabert wird, wir alle – ob Schülerin, Bauarbeiter, Arbeitslose oder Lehrer – müssen nun „sparen, sparen, sparen“, feiert die DB fröhliche Renditefeste. Alleine in den ersten drei Monaten dieses Jahres konnte sie 1,8 Milliarden Euro Quartalsprofit verbuchen.

Doch nicht nur an der Krise verdient die Deutsche Bank Milliarden: Krieg, Ausbeutung, Steuerbetrug und Umweltzerstörung sind ihr Metier.

Die DB ist dabei selbstverständlich kein Einzelfall. Im Grunde tut sie nur, was man eben als kapitalistisches Unternehmen tut: Immer mehr Kapital anhäufen, koste es, was es wolle. Deshalb gibt es nur eine Möglichkeit Krise und Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung nachhaltig zu bekämpfen: Der Kapitalismus muss weg!

Was tun?

Es hilft nichts auf die bürgerliche Einheitspartei SPDCDUFDPGRÜNE zu hoffen. Von diesen willigen Dienstleistern des Monopolkapitals ist nichts zu erwarten. Sie sind es, die Krisenlasten und -kosten munter auf Arbeitslose, Arbeiterklasse und Kommunen abwälzen. Deshalb ist es an der Zeit selbst aktiv zu werden. Organisiert Euch, entwickelt widerständige Praxen – ob im Betrieb, in der Schule oder an der Universität. Denn nur wenn wir bewusst und gemeinsam die Kämpfe um eine andere Gesellschaftsordnung führen, können wir Perspektiven jenseits der herrschenden Logik von Ausbeutung und Unmündigkeit aufzeigen – hin zu einer Gesellschaftsordnung, die nicht dem Profit, sondern den Menschen dient! Für den Sozialismus!

Kommando Robin Hood empfiehlt:

Enteignet die Enteigner!

Die Aktion war Teil des Protestes des Tübinger Bündnisses „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ http://nichtfuereurekrise.wordpress.com/

Das Bündnis trifft sich wieder am Mittwoch, 8. September 2010 um 19 Uhr im Linken Forum (Am Lustnauer Tor 4).

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

#INFO-Seite online!

Alle #INFO-Broschüren der MAT gibts zum Download unter infomat.blogsport.de