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Die #INFO-Broschüre“Good bye, Lenin! Vom “Abbruchunternehmen der Linken” ins rechte Lager” setzt sich mit dem Thema “Antideutsche” auseinander und bietet – so das Fazit der jungen welt, deren Rezension weiter unten zu lesen ist – einen ”detaillierten Überblick über die rassistischen Aktivitäten »antideutscher« Wortführer und Zusammenschlüsse und ist sowohl Kennern der »antideutschen« Szenerie als auch weniger informierten Linken als durchweg lesenswert zu empfehlen.”

 Zum Hintergrund:
Seit ihrer Gründung im Frühjahr 2009 sieht sich die Marxistische Aktion Tübingen immer wieder aggressiver Polemik und öffentlichen Diffamierungen ausgesetzt. Dies ist zunächst nicht weiter verwunderlich. In einem Land, in dem jedes Kind den Antikommunismus förmlich mit der Muttermilch eingeflößt bekommt, werden wir unsere Position immer gegen geschichtsverfälschende, reaktionäre und verunglimpfende Angriffe verteidigen müssen. Das bürgerliche Repertoire, bevorzugt in das wissenschaftliche Deckmäntelchen der Totalitarismustheorie gehüllt, reicht dabei von gängigen anti-linken Klischees („antidemokratisch”, „asozial”, „gewaltbereit” etc.) bis hin zur handfesten Gleichsetzung von Kommunist_innen und Nazis, wie es sich zum Beispiel in Formulierungen wie „rot lackierte Faschisten” oder der Rede von der DDR als der „zweiten deutschen Diktatur” rhetorisch manifestiert.

(…ganzen Text lesen…)

Ein Gutteil der gegen uns gerichteten Angriffe und Polemiken scheinen uns sowohl inhaltlich als auch gemessen an ihrer potentiellen Wirkung keiner öffentlichen Replik oder sonstigen Richtigstellung zu bedürfen. Wir gedenken nicht, in Zukunft noch weiter Zeit und Energie in die Auseinandersetzung mit diesem ex-linken Phänomen und seinen letzten Anhänger_innen zu investieren. Es gibt für antikapitalistische Linke in der Region (und auf der ganzen Welt) zur Zeit mehr als genug wichtigere Kampffelder. Das mag enttäuschend sein für diverse Tübinger Blogger_innen und Internetaktivist_innen, aber wir sind damit fertig mit den „Antideutschen”.

Download der #INFO-Broschüre:

 „Good bye, Lenin!”
Vom „Abbruchunternehmen der Linken” ins rechte Lager.
Eine Kritik „antideutscher” Ideologie und Praxis

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Rezension der Tageszeitung junge welt (04.07.2011):
Eine Abrechnung
Markus Bernhardt

“Eigentlich ist seitens der politischen Linken in der Bundesrepublik alles Nötige zum Thema »Antideutsche« gesagt und geschrieben worden. Die selbsternannten Freunde Israels, die vor Jahren irgendwo »links« gestartet waren, um so rasch wie kaum eine andere Strömung zuvor weit »rechts« außen zu enden, haben allerdings nicht gut verkraftet, daß sie sich mit ihren kruden Phrasen innerhalb der linken Bewegung nicht durchgesetzt und etabliert haben.

Zwar versuchen diese neuen Rechten, die sich absurderweise selbst gern das Label »kommunistisch« oder »emanzipatorisch« verleihen, krampfhaft von ihrem antimuslimischen Rassismus abzulenken und vor allem noch bei Antifagruppen Einfluß zu nehmen. Dies gelingt ihnen aber in immer geringerem Ausmaß.

Geduld und Toleranz der politischen Linken, die sich schon viel früher gegen den von den »Antideutschen« betriebenen inflationären Gebrauch des Antisemitismusvorwurfes, ihren Kriegsfetischmismus sowie ihre im Kern anti-antifaschistische und anti-aufklärerische Attacken hätte zu Wehr setzen müssen, sind vielerorts überstrapaziert. Einen gewissen Endpunkt in der Auseinandersetzung mit den neurechten Kriegsapologeten, die sich kaum mehr von braunen Pendants wie »Pro Deutschland« unterscheiden, könnte nun die Marxistische Aktion Tübingen mit der Veröffentlichung ihrer Broschüre zum Thema »Antideutsche« gesetzt haben. Mit deren Enstehungsgeschichte, Ideologie und Praxis setzen sich die Antifaschisten auf insgesamt 33 Seiten ihres Readers, der den Titel »Good Bye, Lenin – Vom ›Ab­bruchunternehmen der Linken‹ ins rechte Lager« trägt, auseinander. Sie halten u. a. zu den »Antideutschen« fest: Charakteristisch für sie seien vor allem der Abschied von zentralen antikapitalistischen Positionen, eine starke Tendenz hin zum aggressiven Bellizismus sowie ein Volksbegriff, der »den Deutschen« bestimmte Eigenschaften sowie eine erbliche Kollektivschuld zuschreibe. Der sich als links ausgebende militante Nationalismus der Strömung drücke sich in einem Kritikverbot an Israel und der Forderung nach Solidarität mit dem nahöstlichen Staat und seiner Regierung aus sowie in einer kritiklosen und nicht selten affirmativen Haltung gegenüber der imperialistischen Politik der USA.

Der Reader bietet einen detaillierten Überblick über die rassistischen Aktivitäten »antideutscher« Wortführer und Zusammenschlüsse und ist sowohl Kennern der »antideutschen« Szenerie als auch weniger informierten Linken als durchweg lesenswert zu empfehlen.”

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