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Archiv für die Kategorie „Veranstaltungen“

 

Bankenkrise? Schuldenkrise? Eurokrise? Der Kapitalismus ist die Krise!

Seit vielen Monaten hört man in den Massenmedien und von bürgerlichen Politikern, die Menschen hierzulande und in anderen, v.a. den südeuropäischen Ländern hätten über ihre Verhältnisse gelebt, weshalb „wir“ nun „sparen“ müssten. Dabei wird gerne vergessen, dass die jetzige sog. „Eurokrise“ auch eine Folge der Wirtschaftskrise ist, die in Europa 2008 durchschlug.

Milliarden werden bereit gestellt, um Banken zu „retten“ oder um das Vermögen derjenigen, die z.B. griechische Staatsanleihen gekauft haben, zu sichern. Während jedoch die Staaten ihre Schulden langsam zu reduzieren versuchen, indem v.a. bei Rentner_innen, Staatsangestellten, Arbeitslosen und den übrigen Lohnabhängigen gekürzt wird und dringende Aufgaben in der Infrastruktur, im Bildungssystem und der öffentlichen Daseinsvorsorge liegen bleiben, steigen die Vermögen der Wohlhabenden und Superreichen immer weiter an. In den letzten Jahren ist beispielsweise die Zahl der Vermögensmillionäre in Deutschland gestiegen – aber uns erzählt man, dass „wir“ sparen müssten!

[Zu unserem gesamten Aufruf]

Seit nunmehr über 120 Jahren ist der 1. Mai der Internationale Kampftag der Arbeiterbewegung. Auch wenn die großen deutschen Gewerkschaften seit langer Zeit nicht mehr gegen die kapitalistische Klassengesellschaft kämpfen, sondern stattdessen mit dem Kapital zusammenarbeiten und Kompromisse zum Schaden der Werktätigen eingehen, sollten wir an der vom DGB organisierten Demonstration am 1. Mai in Tübingen teilnehmen.

Lasst uns den Herrschenden unmissverständlich zeigen, dass wir uns die Lasten der Krise nicht aufbürden lassen! Das Kapital soll seine Krise selbst bezahlen! Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die unsere Bedürfnisse befriedigt, statt den Konzernen immer größere Profite zu ermöglichen!

Lasst uns kämpferische Demonstrationen organisieren und gegen den Kapitalismus auf die Straße gehen!

1.Mai-Demo in Tübingen:
Treffpunkt: 10.30 Uhr Europaplatz
Anschließend Demo zum Marktplatz

Für einen klassenkämpferischen 1. Mai 2012 – in Tübingen und weltweit!

Gegen Repression und Polizeigewalt!
Für eine starke antifaschistische Bewegung!

Chris saß von Anfang August bis Mitte Dezember 2011 über vier Monate in Untersuchungshaft in der JVA Stammheim. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Rahmen antirassistischer Protestaktionen gegen ein Aktionswochenende der rechtspopulistischen Zusammenhänge „Bürgerbewegung Pax Europa e.V.“ und „PI – Politically Incorrect News“ Anfang Juni diesen Jahres in Stuttgart einfache Körperverletzungsdelikte begangen zu haben. Seine unvermittelte Inhaftierung zwei Monate später, im August, war nur der Gipfel polizeilicher Maßnahmen gegen die engagierten AntirassistInnen: Mit Pfefferspray, Schlagstöcken und nachträglichen Verfahren sollten alle Beteiligten eingeschüchtert und kriminalisiert werden. Es ist nichts Neues: Während rassistische Gewalttaten und Morde ausufern, konzentrieren staatliche Stellen sich auf die Verfolgung derjeniger, die sich dem gefährlichen rechten Treiben als Erste entgegenstellen.

Das weitere Vorgehen gegen Chris bestätigte den politischen Charakter der staatlichen Maßnahmen: In einem Indizienprozess wurde er ohne Beweise zu 11 Monaten Haft verurteilt, während das brutale Vorgehen der Polizei, sowie widersprüchliche Zeugenaussagen ignoriert und relativiert wurden. Die folgenden Monate verbrachte er weiter in Untersuchungshaft, bis ein richterlicher Beschluss des Landgerichts Mitte Dezember eine Haftentlassung gegen restriktive Kautionsauflagen anordnete.

Antirassistische Prozessmobilisierungen, zahlreiche Solidaritätsaktionen und solidarische Veröffentlichungen sorgten im Laufe der Haftzeit für ein klares Zeichen gegen staatliche Willkür und rassistische Hetze.

Nun steht der Berufungsprozess gegen Chris vor dem Stuttgarter Landgericht an. Auch dieses Mal werden wir deutlich machen, dass der Schlag gegen ihn ein Schlag gegen uns alle ist. Was hier angeklagt werden soll, ist der legitime Widerstand gegen rassistische Hetzer – und den werden wir uns nicht nehmen lassen.

Dafür stehen wir zusammen – ob auf der Straße oder im Gerichtssaal!
Nur durch praktische Solidarität können wir erfolgreich sein!

Solidarität mit Chris!

Termine:

21. Februar: Infoveranstaltung
(Organisiert durch die Ver.di Jugend)
19 Uhr, Altes Feuerwehrhaus
(Erwin-Schöttle-Platz, S-Heslach)

29. Februar, 7. März und 15. März
Verhandlung vor dem Landgericht
(Urbanstr. 20)
8 Uhr: Kundgebung
9 Uhr: Prozessbeginn

Es braucht keinen „Trauermarsch“ in Dresden, um den Geschichtsrevisionismus der Nazis zu erkennen. Eine Instrumentalisierung und konsequente Umdeutung der Geschichte zu ihren Nutzen, eint, als ein Charakteristikum unter vielen, die faschistischen Bewegungen seit ihrem Aufkommen und Entstehen.

Mit dem Ziel, eine konsequente Umsetzung der Interessen des Finanzkapitals zu gewährleisten und die Zerschlagung der ArbeiterInnenbewegung bei gleichzeitiger Etablierung einer eigenen Massenbasis voran zu treiben, konstruieren Nazis eine völkisch aufgeladene Körperschaft, welche biologistisch-rassistisch begründet und durch eine gewisse Historie legitimiert werden soll. Gepaart ist diese Zielsetzung meist mit eliminatorischem Vorgehen gegen die politischen GegnerInnen und Menschengruppen, die nicht in ihr, auf Inklusion und Exklusion basierendes Weltbild passen. Damit ist das menschenverachtende und gewalttätige Moment geschichtsverfälschender Tendenzen enttarnt, und mahnt alle zur Gegenwehr!

Aus Dresden lernen!

Mit einer seit 1994 regelmäßig stattfindenden „Mahnwache“ wird am 23. Februar 2012 in Pforzheim wieder der Versuch unternommen, reaktionäres und geschichtsverfälschendes Gedankengut salonfähig zu machen und den Verlauf der Geschichte umzukehren. Ähnlich der Versuche in Dresden, werden die antifaschistischen, militärischen Abwehrkämpfe der Alliierten als Verbrechen deklariert und es wird der „deutschen Opfer der Luftangriffe“ gedacht. Diese „Gedenkfeier“ stellt einen Zentralen Punkt faschistischer Umtriebe in der Region dar, und es gilt diese zu verhindern! Lasst uns Dresden zum Vorbild nehmen, und den Nazis einen wahren Grund zum Trauern liefern. Beteiligt Euch am antifaschistischen Protest in Pforzheim – Lasst uns gemeinsam, mit allen Mitteln, den Nazis in die Suppe spucken!

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Demobeginn 17:30 Uhr Pfälzer Platz, Pforzheim

Zugtreffpunkt für eine gemeinsame Anreise nach Pforzheim:

23.02.2012 14:45 Uhr Tübinger Bahnhof (Abfahrt 15:05 Uhr)

Mit einer Demonstration am 25. Februar in Schorndorf, unter dem Motto: „Laut gegen rechte Gewalt„ soll an jenem Tag auf die Gewalttätigkeit faschistischer Umtriebe hingewiesen und die dort ansässigen Menschen für einen entschlossenen antifaschistischen Abwehrkampf sensibilisiert werden. Unlängst wurde in Winterbach, im Rems-Murr-Kreis, eine Gartenhütte von Nazis in Brand gesteckt, nachdem sich Menschen in diese geflüchtet hatten, in der Hoffnung, so den Nazischlägern zu entkommen. Aber auch Waffenfunde bei organisierten Nazis im Backnanger Raum, NPD-Konferenzen in Korb und mehrere größere faschistische Feiern in Weiler, Winnenden oder Aspach haben im vergangenen Jahr gezeigt, dass Nazis den Kreis intensiv für ihre gefährlichen Aktivitäten nutzen. Den Versuchen der Nazis in dieser Region Fuß zu fassen, stellen wir einen entschlossenen antifaschistischen Abwehrkamp entgegen und rufen zur kämpferischen Teilnahme an dieser Demonstration auf!

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Demobeginn 16: 30 Uhr Bahnhof, Schorndorf

Zugtreffpunkt für eine gemeinsame Anreise nach Schorndorf:

25.02.2012 14:45 Uhr Tübinger Bahnhof (Abfahrt 15:00 Uhr)

Das Jahr 2011 war geprägt von vielfältigen Aktionen, von kämpferischen Demonstrationen und zahlreichen Veranstaltungen mit antifaschistischen, antimilitaristischen oder frauenkämpferischen Inhalten. Wir möchten uns bei allen bedanken, mit denen wir 2011 gemeinsam in Tübingen, Berlin, München, Heilbronn, Dortmund, Bonn oder Dresden aktiv waren, die unsere Veranstaltungen besucht oder mit uns den Prozess von unserem Genossen Chris in Stuttgart begleitet haben. Wir freuen uns, dass die mehr als vier Monate andauernde Untersuchungshaft gegen ihn endlich am 19. Dezember außer Kraft gesetzt wurde, rufen aber weiterhin dazu auf, den Prozess zu verfolgen und der Kriminalisierung von Antifaschist_innen und linken Kräften entschlossen entgegenzutreten!

Eine gute Gelegenheit, Solidarität mit den Betroffenen staatlicher Repression zu zeigen, ist die Silvesterdemo in Stuttgart. Nähere Infos dazu unter: http://silvesterdemo0711.tk/.
Dort findet ihr auch nochmals einen chronologischen Rückblick auf Ereignisse und Mobilisierungen der vergangenen Monate.

Damit kommen wir auch schon zum Ausblick auf ein revolutionäres Jahr 2012:
am 15. Januar findet in Berlin die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration statt: auf der Homepage der Demo finden sich Aufruf, Infos über die
Anfahrtsmöglichkeiten mit Bussen etc.: http://www.ll-demo.de

Am 4. Februar werden wieder viele von unseren Genoss_innen in München unter dem Motto “kein Frieden mit der NATO – kein Frieden mit
dem Kriegsgeschäft” gegen die Sicherheitskonferenz (SIKO) protestieren. Informationen in Kürze auf unserer Homepage und unter: http://sicherheitskonferenz.de

Außerdem schon eine Vorabinfo für den 18. Februar: auch in diesem Jahr gilt es wieder, den größten Naziaufmarsch Europas in Dresden zu verhindern! Schaut am besten regelmäßig hier auf der Homepage vorbei, wir werden euch über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Für ein revolutionäres 2012!
Für den Kommunismus!

Faschistische Umtriebe verhindern!

Am 1. Oktober 2011 wurde ein Antifaschist in Riegel (Ortenau) angefahren und dabei schwer verletzt. Am Steuer des Autos saß der regional bekannte Nazi Florian Stech. Von einem herkömmlichen Verkehrsunfall kann nicht gesprochen werden. Offenbar in Tötungsabsicht, oder zumindest schwerste Verletzungen von Menschen billigend in Kauf nehmend, beschleunigte der Angreifer sein Fahrzeug, nachdem er eine Gruppe von Antifaschisten auf einem Parkplatz erspäht hatte, und lenkte es mitten in diese hinein. Ein Antifaschist, welcher nicht rechtzeitig ausweichen konnte, wurde dabei von dem Auto des Angreifers erfasst und über dieses geschleudert. Dabei zog er sich Prellungen, mehrere Hämatome und eine Blutung im Gehirn zu. Er musste auf der Intensivstation, unter künstlicher Beatmung, behandelt werden. Dieser Angriff zeugt von größter Brutalität und weist auf das hohe Potential von Gewaltbereitschaft faschistischer Gruppen – nicht nur in Baden-Württemberg – hin. Denn er ist leider kein Einzelfall:

Unlängst wurde in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) eine Gartenhütte von Nazis in Brand gesteckt, nachdem sich Menschen in diese geflüchtet hatten, in der Hoffnung, so den Nazischlägern zu entkommen. Nachhaltige schwere Verletzungen am und im Auge erlitt auch ein Antifaschist in Leonberg, als auf ihn aus unmittelbarer Entfernung mit einer Gaspistole gefeuert wurde. Auch hier war der Täter ein bekannter Nazi aus der örtlichen Szene. Ende September kam es – so das Infoportal Indymedia – im Raum Balingen sowie in Albstadt-Ebingen (Zollernalbkreis) zu schweren neonazistischen Messer-Attacken. Der Zollernalbkreis wurde in der Vergangenheit häufig zum Schauplatz gewalttätiger und bewaffneter Übergriffe – hier gilt es, lokale antifaschistische Strukturen zu stärken und entschlossen Widerstand zu leisten.

Zeitgleich geraten Antifaschist_innen immer mehr in das Visier der “Staatsschützer”: Mit dem Prozess gegen den Stuttgarter Antifaschisten Chris (hier zu unserer Solidaritäts-Erklärung) oder aktuell laufenden Prozessen vor dem Heilbronner Amtsgericht gegen Personen, die sich an den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai 2011 in Heilbronn beteiligte hatten, werden diejenigen kriminalisiert und verurteilt, die sich aktiv gegen die menschenverachtende Hetze der Nazis einsetzen.

Es ist Zeit zu handeln! Antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren ist wichtiger denn je, denn am 22. Oktober 2011 wollen erneut Nazis in der Region Ortenau/Südbaden marschieren. Der Aufmarsch war zuvor in Offenburg geplant, nun mobilisieren die Nazis – insbesondere die Gruppen „Freien Kräfte Ortenau“ und „Kameradschaft Südsturm Baden (KSB)“ – unter dem Motto “Gegen linken Terror – Nationalen Sozialismus erkämpfen!” auf 12 Uhr an den Bahnhof in Emmendingen. Dabei fällt dieses Datum auf den Jahrestag der Deportation von 6000 badischen Jüdinnen und Juden, und entlarvt somit die eigentliche, zutiefst antisemitische Motivation dieser Demonstration.

Wir rufen deshalb alle Menschen dazu auf, am 22. Oktober 2011 nach Emmendingen zu kommen!

Bei Interesse an einer gemeinsamen Anreise meldet euch per Mail: kontakt [at] marxistische-aktion.de

Dieser Naziaufmarsch muss mit allen Mitteln verhindert werden! Kein Fußbreit den Faschisten! Keine Basis und keine öffentliche Plattform für ihre menschenverachtende Hetze. Gegen jeden Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus. Antifaschismus auf allen Ebenen, als legitimes und notwendiges Mittel und Teil unseres Kampfes für eine befreite, klassenlose Gesellschaft.

Nie wieder Faschismus!

Weitere Infos unter:

http://www.antifa-ortenau.tk/

http://www.enough-is-enough.tk/

http://aufbau.redio.de/

Jedes Jahr findet am ersten Donnerstag des Wintersemesters der Alternative Dies statt. Bei der Veranstaltung erhalten linke und alternative Gruppen, aber auch die diversen Hochschulgruppen an der Uni, die Gelegenheit, sich den neuen ErstsemesterInnen vorzustellen und mit Workshops und Infoständen auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen.Gleichzeitig ist die Veranstaltung ein Gegenpol zum gleichzeitig stattfindenden “Dies Universitatis”, an dem sich vor allem Studenten-Verbindungen und Burschenschaften beteiligen und vom Unirektorat hofiert werden.

Der diesjährige AlDi findet am 13.Oktober
15:30-19:00 Uhr im Clubhaus, Wilhelmstr. 30 in Tübingen statt.

Im Anschluss ab 20 Uhr: Lesung “Das Schafott” (von Curt Letsche) im Club Voltaire!

 

Die VVN-BdA Tübingen Mössingen, der DGB Arbeitskreis Tübingen, die GEW-Fachgruppe Hochschule und die Marxistische Aktion Tübingen laden ein:

Lesung „Das Schafott“ mit Lothar Letsche
Donnerstag, 13. Oktober 2011, 20:00 Uhr

ClubVoltaire   I   Haaggasse 26b   I   Tübingen

Über Buch und Autor:
Curt Letsche (1912-2010), Buchhändler und Verleger, wirkte als Nazigegner in mehreren Gruppen des bürgerlichen und religiösen Widerstands und wurde 1940 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Haft verbrachte er im Zuchthaus in Ludwigsburg. In dem Buch spiegeln sich Curt Letsches Erinnerungen an ein Erlebnis im Zuchthaus im Faschismus wider. Er bekam mit, wie es gegen Kriegsende dort Bestrebungen gab, politische Gegner im Zuchthaus selbst auf dem Schafott hinzurichten. Nach 1945 betätige er sich wiederum als Verleger im heutigen Baden-Württemberg und siedelte 1957 in die DDR um. Curt Letsche wurde ein erfolgreicher Autor von Kriminalromanen, utopischen Romanen und drei Erzählungen, die eigene Erlebnisse aus dem Widerstand verarbeiten.

Der Roman „Das Schafott“ erzählt die Geschichte des kommunistischen Widerstandskämpfers Andreas Weller, der kurz vor Kriegsende von einem Staatsanwalt der NS-Justiz wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt wird.

Einigen Mithäftlingen gelingt es jedoch, die Aufstellung eines Schafotts im Zuchthaus Ludwigsburg zu verhindern und den Todeskandidaten zu retten. Das Vorbild für die Romanfigur ist der KPD-Politiker Oskar Andreas Wössner (1898-1942) aus Schramberg, der wegen der Weitergabe eines Zettels an einen Mithäftling im Zuchthaus Ludwigsburg zum Tode verurteilt und anders als im Roman auch tatsächlich hingerichtet wurde.

Anlässlich der Neuauflage des Romans „Das Schafott“ liest Lothar Letsche aus dem Buch seines Vaters.

Die Marxistische Aktion informiert bei der Veranstaltung über die bevorstehenden antifaschistischen und antimilitaristischen Aktivitäten in der Region.

Hier gibt es den Flyer zum Download: 13. Oktober: Lesung „Das Schafott“.

Freiheit für Chris!
Am 4. August wurde ein Stuttgarter Antifaschist festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Vorgeworfen wird ihm die Beteiligung an antirassistischen Protesten gegen einen „islamkritischen Kongress“ und den Gründungsparteitag des Landesverbandes der Partei „Die Freiheit“ Anfang Juni diesen Jahres. Im Rahmen dieser Aktivitäten soll der Antifaschist an zwei Körperverletzungsdelikten beteiligt gewesen sein. Eine unter anderem mit fehlenden sozialen Bindungen begründete Fluchtgefahr dient als Begründung der Untersuchungshaft.

Hintergrund
Für das erste Juniwochenende 2011 planten mehrere rechtspopulistische und rassistische Gruppierungen Aktivitäten in Stuttgart. Aufgerufen und organisiert zu einem sogenannten „islamkritischen Wochenende“ hatten die „Bürgerbewegung Pax Europa“ sowie das Netzwerk „PI-News“. Zusätzlich sollte am Sonntag der Gründungsparteitag des Landesverbandes der Partei „Die Freiheit“ stattfinden.

Über das gesamte Wochenende hinweg fanden in Stuttgart Protestaktionen gegen den Rassistenkongress und die Parteigründung statt (siehe auch unseren Artikel). Über 350 Menschen beteiligten sich an einer antirassistischen Demonstration durch die Stuttgarter Innenstadt und verhinderten im Anschluss daran weite Teile der von BPE auf dem Schlossplatz geplanten Auftaktdemonstration.

Der Angeklagte besetzte in diesem Zusammenhang gemeinsam mit anderen AktivistInnen die Bühne von welcher aus die Rassisten am 2. Juni ihre Propaganda auf die Straße tragen wollten. Die friedliche Besetzung wurde jedoch von der Stuttgarter Polizei mithilfe von Pfefferspray und Schlagstöcken brutal geräumt und die BesetzerInnen in Gewahrsam genommen. Vier Personen mussten aufgrund der Räumung im Krankenhaus behandelt werden. Fast ein Dutzend weitere folgten als die Polizei kurze Zeit später auch gegen die AntirassistInnen vorging, die vor der Bühne ihren Protest lautstark äußerten.

Für antifaschistische Solidarität!
Die mit fehlenden sozialen Beziehungen begründete Fluchtgefahr muss angesichts der Tatsache, dass der Angeklagte in Stuttgart eine langjährige Beziehung, einen festen Wohnsitz sowie eine Familie besitzt, als unhaltbar zurückgewiesen werden. Dass der Antifaschist dennoch weiterhin in U-Haft sitzt und ihm in ungewöhnlich kurzer Zeit der Prozess gemacht werden soll deutet vielmehr darauf hin, dass erneut in Stuttgart ein Exempel der Kriminalisierung antifaschistischen Widerstands statuiert werden soll.  (Auszug aus dem Aufruf, hier als PDF downloadbar)

Update: Nach dem ersten Verhandlungstag am 02. September ( hier ein Bericht der Prozessbeobachter AG des Stuttgarter Bündnisses für Versammlungsfreiheit) wurde die Fortsetzung des Prozesses auf den 16.09.2011 festgesetzt.

Freitag, 16.09.2011
Amtsgericht Stuttgart  I  Hauffstraße 5, 70190 Stuttgart  I  Saal 1
09:00 Kundgebung vor dem Amtsgericht
10:00 Prozessbeginn

Wir erklären uns solidarisch mit dem Stuttgarter Antifaschisten und unterstützen den Aufruf “Freiheit für Chris! Für antifaschistische Solidarität!” der Aktivist_innen des  Solikreis Stuttgart, die sich um die Freilassung des Genossen aus der U-Haft bemühen.

Getroffen hat es dabei einen Einzelnen, gemeint sind jedoch alle, die sich vielfältig, gemeinsam und entschlossen Rassisten entgegenstellen. Für antifaschistische Solidarität!

 

Informationen: Seite des Solikreis Stuttgart

Aus dem Bündnisaufruf:

Vom 2. bis zum 5. Juni plant die rechtspopulistische Vereinigung „Bürgerbewegung Pax Europa e.V.“(BPE) zusammen mit der Gruppe „pi-news Stuttgart“ einen bundesweiten „islamkritischen Kongress“ und mehrere öffentliche Aktionen in Stuttgart durchzuführen.

Diese Organisationen verbreiten rassistische Vorurteile und schüren Ängste unter dem Vorwand der „Islamkritik“. Trotz vorgeblicher Distanzierungen zum rechten Rand arbeitet BPE europaweit mit offen rassistischen und sozialdarwinistischen Organisationen zusammen. Bei ihren Argumentationen bedient sie sich altbekannter rassistischer Hetze und verknüpft Forderungen nach einem Law-and-Order Staat mit hohlen Phrasen von Freiheit und Demokratie.

2. Juni- Antirassistische Demo
14 Uhr, Lautenschlagerstraße Stuttgart
…danach: Protest gegen rechte Kundgebung auf dem Schlossplatz!
Treffpunkt zur Bahnfahrt ab Tübingen: 12:45 Uhr am Bahnhof

4. Juni- Kundgebung gegen BPE und PI
10 Uhr, Vor dem Bürgerzentrum Feuerbach
Treffpunkt zur Bahnfahrt ab Tübingen: 08:45 Uhr am Bahnhof

Egal, in welchem Gewand er auftritt: Rassismus kann nicht geduldet oder akzeptiert werden! Deshalb: Beteiligt euch an der antirassistischen Demo und den Protestaktionen gegen die Rechtspopulisten!

Gemeinsam gegen Rassismus – die rechten und rassistischen Veranstaltungen vom 2. bis 5. Juni in Stuttgart verhindern!

Mehr Informationen zum Bündnis “no racism in stuttgart“:
http://noracismstgt.blogsport.de/ Auch das Stuttgarter Stadtmagazin “Lift” hat einen sehr lesenswerten Artikel über das Treiben der Rassisten am Wochenende veröffentlicht.

UPDATE: Die Durchführung der BPE-Kundgebung am Donnerstagnachmittag auf dem Schlossplatz wurde trotz massiver Polizeigewalt und zahlreicher verletzter Antirassist_innen verhindert! Erste Informationen und Bilder zu den Protesten auf dem Internetportal Indymedia http://linksunten.indymedia.org/de/node/40870 und dem Infoticker  auf Twitter #norastuttgart.

In allen Teilen der Welt gehen am 1. Mai viele Millionen Menschen auf die Straße. Aktive aus linken und revolutionären Organisationen, aus Gewerkschaften und verschiedenen Bewegungen bringen ihre täglichen Forderungen und Kämpfe auf einen Punkt: Für den Klassenkampf gegen Kapital und bürgerliche Regierungen, für eine Welt in der die Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht nach Verwertungsinteressen, sondern nach den Bedürfnissen aller gestaltet werden – Für eine Perspektive jenseits des Kapitalismus!

Am Vorabend, Samstag, den 30. April, wird es in Stuttgart eine revolutionäre Demo geben. Im Anschluss findet ein großes Polit- und Kulturfest im und um das linke Zentrum Lilo Herrmann (Böblinger Str. 105, Stuttgart-Heslach) statt.

Am 1. Mai mobilisieren wir zu Blockaden und Aktionen gegen den Großaufmarsch der Nazis in Heilbronn, sowie zu den dortigen überregionalen linken und revolutionären 1. Mai Aktivitäten.

Revolutionäre 1. Mai Demonstration:
Samstag, 30. April um 15 Uhr Marktplatz I Stuttgart. Treffpunkt für gemeinsame Anfahrt aus Tübingen (und ggf. Übernachtung in Stuttgart): 13:20 Bahnhofshalle

Internationales Polit- und Kulturfest:
Samstag, 30. April ab 18 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann I Stuttgart

Aktivitäten zum 1. Mai und gegen den Naziaufmarsch:
Sonntag, 01. Mai ab 10 Uhr in Heilbronn

Anfahrt Heilbronn am 01. Mai:
In Stuttgart ist um 7:45 Uhr Treffpunkt zur Zugfahrt nach Heilbronn, der  gemeinsame Treffpunkt ab Tübingen wird um 6:45 Uhr am Hauptbahnhof sein. Es ist wichtig, dass zu den gemeinsamen Fahrten hin mobilisiert wird, um die Sicherheit während der Fahrt zu erhöhen.

Blockadeaufruf für Heilbronn:
www.heilbronn-stellt-sich-quer.tk

Webseite der Gruppen der Initiative für einen Revolutionären 1. Mai in Stuttgart:
www.erstermai-stuttgart.tk

Aufruf der Gruppen des Antifaschistischen und Antimilitaristischen Aktionsbündnisses zum 1. Mai: www.3a.blogsport.de I www.revomai.de
als PDF: Aufruf des 3A-Bündnisses

Mobilisierungsideo:
http://www.youtube.com/watch?v=8oiadtorkXc

Heraus zum revolutionären 1. Mai!

#INFO-Seite online!

Alle #INFO-Broschüren der MAT gibts zum Download unter infomat.blogsport.de