Lesekreis

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nachgelesen werden.

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Archiv für die Kategorie „Marxistische Theorie“

Das Jahr 2011 war geprägt von vielfältigen Aktionen, von kämpferischen Demonstrationen und zahlreichen Veranstaltungen mit antifaschistischen, antimilitaristischen oder frauenkämpferischen Inhalten. Wir möchten uns bei allen bedanken, mit denen wir 2011 gemeinsam in Tübingen, Berlin, München, Heilbronn, Dortmund, Bonn oder Dresden aktiv waren, die unsere Veranstaltungen besucht oder mit uns den Prozess von unserem Genossen Chris in Stuttgart begleitet haben. Wir freuen uns, dass die mehr als vier Monate andauernde Untersuchungshaft gegen ihn endlich am 19. Dezember außer Kraft gesetzt wurde, rufen aber weiterhin dazu auf, den Prozess zu verfolgen und der Kriminalisierung von Antifaschist_innen und linken Kräften entschlossen entgegenzutreten!

Eine gute Gelegenheit, Solidarität mit den Betroffenen staatlicher Repression zu zeigen, ist die Silvesterdemo in Stuttgart. Nähere Infos dazu unter: http://silvesterdemo0711.tk/.
Dort findet ihr auch nochmals einen chronologischen Rückblick auf Ereignisse und Mobilisierungen der vergangenen Monate.

Damit kommen wir auch schon zum Ausblick auf ein revolutionäres Jahr 2012:
am 15. Januar findet in Berlin die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration statt: auf der Homepage der Demo finden sich Aufruf, Infos über die
Anfahrtsmöglichkeiten mit Bussen etc.: http://www.ll-demo.de

Am 4. Februar werden wieder viele von unseren Genoss_innen in München unter dem Motto “kein Frieden mit der NATO – kein Frieden mit
dem Kriegsgeschäft” gegen die Sicherheitskonferenz (SIKO) protestieren. Informationen in Kürze auf unserer Homepage und unter: http://sicherheitskonferenz.de

Außerdem schon eine Vorabinfo für den 18. Februar: auch in diesem Jahr gilt es wieder, den größten Naziaufmarsch Europas in Dresden zu verhindern! Schaut am besten regelmäßig hier auf der Homepage vorbei, wir werden euch über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Für ein revolutionäres 2012!
Für den Kommunismus!

NEOKONSERVATIVE HERRSCHAFTSIDEOLOGIE HINTER LINKEN MASKEN

Nachdem der „Eiserne Vorhang“ sich geöffnet hatte, ließ sich auf der politischen Weltbühne das Trauerspiel eines historischen Niedergangs der Linken beobachten. Einige Linke vollzogen selbst eine politische „Wende“, wandelten sich opportunistisch zu Antikommunist_innen und haben sich im Laufe der Jahre so stark den Positionen der Neocons angenähert, dass sie mittlerweile als eine mit einem linken Habitus agierende Variante des Neokonservatismus betrachtet werden müssen. Die neue Bewegung entfernte sich zunehmend von essentiellen linken und originär antikapitalistischen Positionen. Vor allem die „antideutsche“ Bewegung, die nach 1989/90 aus der radikalen Linken heraus entstand, vollzog schnell einen affirmative turn, dessen ultimative, aber in ihrer Ideologie von vornherein angelegte Konsequenz nicht nur die Bejahung der herrschenden Zustände und der neoliberalen Agenda der Herrschenden – inklusive der neuen imperialistischen Kriege –, sondern, wie sich zunehmend zeigt, die Anschlussfähigkeit an neuere rechte Strömungen ist.

 [Ganzen Text lesen]

Als hier in Tübingen im Juni 2011 ein eigens gegründeter Arbeitskreis namens „AK Linke Irrwege“ an die Öffentlichkeit trat, dessen einziger Zweck darin zu bestehen scheint, die antikommunistischen Ressentiments einer sich gern als „undogmatisch“ bezeichnenden Tübinger „linken Szene“ gegen die Marxistische Aktion Tübingen zu bündeln und ihnen dadurch, dass man sie in wissenschaftlich und „emanzipatorisch“ klingende Phrasen kleidet und seiner Vortragsreihe einen „ideologiekritischen“ Anstrich gibt, zu legitimieren, blieben Antisemitismus-Vorwürfe gegen uns naturgemäß nicht aus – denn diese erweisen sich zunehmend als wirksamste politische Instrumente zur Diskreditierung originär antikapitalistischer Positionen.

Mit dem Phänomen der neokonservativ gewendeten, sogenannten „antideutschen“ Ex-Linken haben wir uns bereits in unserer im Juni erschienenen Broschüre „Good bye, Lenin!“ Vom „Abbruchunternehmen der Linken“ ins rechte Lager: Eine Kritik „antideutscher“ Ideologie und Praxis auseinandergesetzt.

Unsere neue Broschüre zum Thema beinhaltet neben einer allgemeinen Analyse der angedeuteten besorgniserregenden aktuellen Entwicklungen eine ausführliche Kritik an den gegen uns verwendeten Methoden des „AK Linke Irrwege“. Es handelt sich also auch um die Dokumentation eines lokalen Beispiels einer Diffamierungskampagne gegen eine linke Gruppe; diese hat aber als Widerschein der oben beschriebenen Entwicklung durchaus exemplarischen Charakter. Dadurch, dass wir anderen einen Blick hinter die Kulissen einer Tübinger Auseinandersetzung gewähren, wollen wir nicht zuletzt klassenkämpferischen Linken und kommunistischen Gruppen, die in ihrem Umfeld mit ähnlichen Angriffen und Diffamierungen zu kämpfen haben oder in Zukunft zu kämpfen haben werden, die Möglichkeit geben, sich mit dem standardisierten Vorgehen und den Argumenten der neuen Allianz aus Neokonservativen, „Antinationalen“, „Antideutschen“ und „Wertkritikern“ vertraut zu machen.

Hier geht es zu unserer Broschüre „Good bye, Lenin!“ – revisited. Irre geworden an der Linken. Neokonservative Herrschaftsideologie hinter linken Masken – eine Kritik am Beispiel des „AK Linke Irrwege“. Ein Lehrstück aus Tübingen.

 

Die Marxistische Aktion Tübingen hat im Sommer 2011 eine aktualisierte und stark erweiterte Version ihrer Broschüre Von der Utopie zur Wissenschaft veröffentlicht. Der Text ist angelegt als kompakte Einführung in die umfassende marxistische Theorie und ihre Entwicklungsgeschichte. Die Broschüre eignet sich gut als Einstieg für Lesekreise und Theorie-Workshops, da sie sich darum bemüht, allgemein verständliche Einblicke in die wichtigsten Bereiche des wissenschaftlichen Sozialismus zu geben: die Kritik der politischen Ökonomie, die materialistische Dialektik, den historischen Materialismus, die marxistische Staatstheorie etc.

Aus dem Vorwort:

Wir erleben, erschüttert und verwirrt, das Scheitern beim Aufbau der sozialistischen Gesellschaften. Der Sozialismus, den wir von der Utopie zur Wissenschaft entwickeln wollten, scheint sich als eine bloße Utopie zu erweisen, die vor der Wirklichkeit – zumindest vor der Wirklichkeit unserer Zeit – nicht standhält.“
So beginnt die Einleitung zu einem Essay des marxistischen Philosophen Hans Heinz Holz, der sich mit der Frage nach philosophisch-politischen Perspektiven des Marxismus nach den welthistorischen Ereignissen von 1989-1991 auseinandersetzt. „Ist“, so fragt Holz weiter, „wie manche meinen, die Lehre von Marx, Engels und Lenin durch die Verwirklichung dementiert, die ihr zuteil geworden ist? Brauchen wir, allenfalls, einen Sozialdemokratismus ohne Marx und die Theorietradition, die an ihn anknüpfte?“ Dass diese Fragen sämtlich zu verneinen sind, ist der Grund für die Existenz unserer Gruppe. Warum sie zu verneinen sind soll diese Schrift begründen.

Die Broschüre gibt es zum Download unter: Von der Utopie zur Wissenschaft.

Seit ihrer Gründung im Frühjahr 2009 sieht sich die Marxistische Aktion Tübingen immer wieder aggressiver Polemik und öffentlichen Diffamierungen ausgesetzt. Dies ist zunächst nicht weiter verwunderlich. In einem Land, in dem jedes Kind den Antikommunismus förmlich mit der Muttermilch eingeflößt bekommt, werden wir unsere Position immer gegen geschichtsverfälschende, reaktionäre und verunglimpfende Angriffe verteidigen müssen. Das bürgerliche Repertoire, bevorzugt in das wissenschaftliche Deckmäntelchen der Totalitarismustheorie gehüllt, reicht dabei von gängigen anti-linken Klischees („antidemokratisch”, „asozial”, „gewaltbereit” etc.) bis hin zur handfesten Gleichsetzung von Kommunist_innen und Nazis, wie es sich zum Beispiel in Formulierungen wie „rot lackierte Faschisten” oder der Rede von der DDR als der „zweiten deutschen Diktatur” rhetorisch manifestiert.

(…ganzen Text lesen…)

Ein Gutteil der gegen uns gerichteten Angriffe und Polemiken scheinen uns sowohl inhaltlich als auch gemessen an ihrer potentiellen Wirkung keiner öffentlichen Replik oder sonstigen Richtigstellung zu bedürfen. Wir gedenken nicht, in Zukunft noch weiter Zeit und Energie in die Auseinandersetzung mit diesem ex-linken Phänomen und seinen letzten Anhänger_innen zu investieren. Es gibt für antikapitalistische Linke in der Region (und auf der ganzen Welt) zur Zeit mehr als genug wichtigere Kampffelder. Das mag enttäuschend sein für diverse Tübinger Blogger_innen und Internetaktivist_innen, aber wir sind damit fertig mit den „Antideutschen”.

Hier findet sich unser ausführlicher Text zur Entwicklung der „Antideutschen”: „Good bye, Lenin!” Vom „Abbruchunternehmen der Linken” ins rechte Lager. Eine Kritik „antideutscher” Ideologie und Praxis

UPDATE: Die Tageszeitung junge welt veröffentlichte am 04.07.2011 in ihrer Rubrik Politisches Buch” eine Rezension unserer Broschüre – wir bedanken uns hierfür recht herzlich!

8. Mai 1945: Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus

Danke! C??????! Thank You! Merci! Gracias!

Der Faschismus, besonders in Form des sogenannten „Nationalsozialismus“, ist verantwortlich für die bisher größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte: Die faschistische Terrorherrschaft in Deutschland und ihre schrittweise Ausdehnung auf alle besetzten Gebiete, den deutschen Überfall auf die Nachbarländer im Westen wie im Osten sowie auf die Sowjetunion und damit die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges. Außerdem und im Besonderen die systematische Vernichtung der Jüdinnen und Juden Europas, der Sinti und Roma, sowie die massenhafte Ermordung von Millionen sowjetischer Kriegsgefangener und die fast vollständige Liquidierung jeder politischen Opposition und kritischen Intelligenz im Inland und in den eroberten Territorien. Diese Ereignisse stehen in der Geschichte ohne Beispiel da. Sie haben mindestens 55 Millionen Menschenleben gefordert. Allein 25 Millionen und damit den Großteil dieser Todesopfer hatte die Sowjetunion zu beklagen. Über 6 Millionen Menschen jüdischer Abstammung wurden von den Nazis verschleppt, versklavt, misshandelt, zu Tode geschunden, erschlagen, erschossen, vergast und verbrannt. Halb Europa lag nach Kriegsende in Trümmern. Über 30 Millionen Menschen hat der Krieg verstümmelt und entstellt zurückgelassen. Abertausende Menschen waren darüber hinaus ins Exil getrieben, enteignet und ihrer elementarsten Lebensgrundlagen beraubt worden. Der Wiederaufbau sollte Jahre dauern.

Am 8. Mai 1945 – vor heute genau 66 Jahren – war der Spuk endlich vorbei. Die Eroberung Berlins durch die Rote Armee zwang die Nazis zur bedingungslosen Kapitulation und setzte der faschistischen Herrschaft schließlich ein Ende. Niemand auf der Welt kann seit diesem Tag mehr die Augen verschließen vor der Hölle der Folterkeller, der KZs, der Vernichtungslager, der Versuchslabore, der Mordanstalten, der Gaskammern und der Krematorien. Als Antifaschist_innen betrachten wir es als unsere Aufgabe und unsere Pflicht, nicht nur an die zahllosen Opfer des Faschismus zu erinnern, sondern auch an jene, die alles aufs Spiel gesetzt und aktiv für die Freiheit gekämpft haben. Die Interbrigadist_innen im spanischen Bürgerkrieg, die Kämpfer_innen der Roten Armee und der Alliierten, die Menschen im Widerstand, in der Résistance, im Maquis und in den vielen Partisaneneinheiten überall in Europa. Ihnen gelten heute unser Dank und unser Andenken!

Aber ist der Spuk wirklich vorbei? „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, schrieb Bertolt Brecht 1955 über die weiterhin drohende Gefahr des Faschismus, und damit behält er bis heute Recht. In der BRD dauerte es nicht Lange und viele der alten Nazi-Eliten konnten auf ihre Posten in Politik und Verwaltung zurückkehren. Viele Nazitäter blieben unbestraft. Gleichzeitig waren Antifaschist_innen, darunter viele ehemalige kommunistische Widerstandskämpfer_innen, bald wieder politischer Repression ausgesetzt (KPD-Verbot, Berufsverbote etc.). Heute organisieren sich die Nazis, Rassisten und Nationalisten überall in unserer Umgebung, während der Staat gegen Antifaschist_innen immer härter vorgeht. Gewalttätige Übergriffe der Faschisten bis hin zu mehrfachem Mordversuch an Migrant_innen (in der Nacht vom 9. auf den 10. April in Winterbach bei Schorndorf) häufen sich. Am 1. Mai in Heilbronn hat der Staat den Nazis und ihrer menschenverachtenden Propaganda gegen den Widerstand vieler entschlossener Gegner_innen die Straßen frei geknüppelt. Darum muss jetzt erst recht gelten:

Aktiv werden, Widerstand organisieren, auf allen Ebenen!

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Feiert die Befreiung z.B. im Cafécolectiva in der 009 im Provenceweg 3 im französischen Viertel.

Vergangenes Wochenende hat es in dem kleinen Ort Winterbach im Rems-Murr-Kreis einen Naziangriff gegeben, der von einer neuen Qualität rechter Gewalt hier in der Region zeugt. 30 Neonazis haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Gruppe jugendlicher Migrant_innen attackiert und versucht, diese umzubringen. Die Gruppe hatte sich in eine hölzerne Gartenhütte geflüchtet, welche der faschistische Mob daraufhin in Brand steckte. In letzter Sekunde gelang es den Jugendlichen zwar den Flammen, nicht aber den Angreifern zu entkommen. Mehrere Personen erlitten Rauchvergiftungen und teils schwere Verletzungen.

Am Sonntag den 17. April (15:00, Uhr Winterbach S-Bahnhof) organisiert die Initiative “Weiler schaut hin! e.V.” eine Demonstration gegen Nazigewalt und rechte Strukturen.

Wir rufen dazu auf, sich an dieser Demo zu beteiligen und organisieren eine gemeinsame Zug-Anfahrt aus Tübingen! Je mehr wir sind, desto besser und sicherer für alle, überlegt euch also zweimal, ob ihr euch in Kleingruppen mit Privat-PKWs oder kollektiv mit der Bahn bewegen wollt. Meldet euch bei uns für weitere Infos (kontakt [at] marxistische-aktion.de).

TREFFPUNKT für gemeinsame Anfahrt aus Tübingen: Sonntag, 17. April, 12:45 vor der Bahnhofshalle (Hbf)

Weitere Informationen: www.weiler-schaut-hin.de
JW-
Artikel: Großrazzia wegen Brandanschlag

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Lesekreis wird verschoben

Angesichts der Vorfälle in Winterbach haben wir uns entschieden, die erste Sitzung unseres aktuellen Lesekreises zum Thema Faschismustheorien um eine Woche zu verschieben und bitten um das Verständnis aller Interessent_innen. (Informationen, Texte und einen vorläufigen Sitzungsplan findet ihr unter: Lesekreis und AK Theorie.blogsport) In Zeiten, in denen unsere gemeinsame Praxis gefragt ist, dürfen wir uns nicht auf die reine Theorie zurückziehen! Unserer Ansicht nach würde sich der Zweck unserer theoretischen Arbeit ad absurdum führen, wenn wir, um sie zu ermöglichen, ruhig dabei zusehen müssten, wie Nazis ein paar Kilometer von hier mehrfachen versuchten Mord an Migrant_innen begehen!

Kommt also alle mit zur Demo, lesen können wir nächste Woche!

Kein Fuß breit den Faschisten!

 

Traditionell wird das zweite Wochenende im Januar von linken Gruppen unterschiedlichster Strömungen genutzt, um an die im Januar 1919 von reaktionären Freikorpssoldaten mit Rückendeckung der SPD ermordeten Revolutionär_innen und Gründer_innen der KPD Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu gedenken.

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht riefen zu ihrer Zeit die Arbeiter_innenbewegung und linke Kräfte dazu auf, gemeinsam den Kapitalismus in seiner ganzen Verfasstheit durch eine Revolution zu überwinden. Das Eintreten der beiden für eine internationale Bewegung gegen Militarismus, Krieg und Ausbeutung und ihre theoretische und praktische Arbeit für den Kommunismus zeigen uns auch heute noch Perspektiven des Kampfes auf.

„Die moderne proletarische Klasse führt ihren Kampf nicht nach irgendeinem fertigen, in einem Buch, in einer Theorie niedergelegten Schema; der moderne Arbeiterkampf ist ein Stück in der Geschichte, ein Stück der Sozialentwicklung, und mitten in der Geschichte, mitten in der Entwicklung, mitten im Kampf lernen wir, wie wir kämpfen müssen.“ [Rosa Luxemburg, GW]

Am 8.Januar findet in der Berliner Urania unter dem Motto „Lernen, wie wir kämpfen müssen“ die 16. „Internationale Rosa Luxemburg Konferenz“ der marxistischen Tageszeitung „junge Welt“ statt. Am Morgen des 9. Januar geht es dann auf der traditionellen Liebknecht-Luxemburg-Demonstration zur Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Lichterfelde.

Mit einem entschlossen und kämpferischen Auftreten wollen wir an Rosa, Karl und alle im Kampf um Befreiung ermordeten Genoss_innen erinnern und diesen Kampf in ihren Andenken weiterführen!

Samstag, 8. Januar 2011 | Rosa-Luxemburg-Konferenz
10 Uhr | Urania | U-BHF Wittenbergplatz

Sonntag | 9. Januar 2011 | LL(L)-Demo
10:00 | Frankfurter Tor | Berlin Friedrichshain

Für eine revolutionäre Perspektive! Für den Kommunismus!

Wie eine solche revolutionäre Perspektive aussehen könnte und worin die Aufgaben der Kommunist_innen heute bestehen, damit beschäftigt sich Inge Viett auf der Rosa Luxemburg Konferenz und schon im Vorfeld in der marxistischen Tageszeitung Junge WeltHier findet ihr ihren Text, der zum Aufbau einer revolutionären Organisation und zum gemeinsamen Kampf gegen den Kapitalismus auf marxistischer, klassenkämpferischer Basis aufruft. Der Entwicklung dieses Kampfes sehen auch wir uns verpflichtet!

Auch im nächsten Halbjahr möchten wir auf einen gemeinsamen Lesekreis nicht verzichten und haben uns für die Berarbeitung verschiedener IMPERIALISMUSTHEORIEN entschieden. Wir werden uns gemeinsam mit dem Imperialismusbegriff und seinen Ausprägungen anhand verschiedener Theorien auseinandersetzen und Fragestellungen durch den Blick auf die historische Bedingtheit imperialistischer Verhältnisse diskutieren.

Eingeführt wird der Imperialismusbegriff in seiner heutigen Relevanz im politischen Diskurs und einer emanzipatorischen politischen Praxis bei der Ersten Sitzung am SONNTAG, 17.10.2010, 14-16 UHR, danach folgen weitere Termine im zweiwöchentlichen Rhythmus.
Wer teilnehmen möchte, schreibt uns am besten eine Mail (kontakt@marxistische-aktion.de), um Raum und weitere Details zu erfahren. Informationen zu den einzelnen Bausteinen des Lesekreises findet ihr auf der Homepage unter dem Reiter “AK Theorie”.

Wer sich über unsere Arbeit persönlich informieren möchte, kann dies am DONNERSTAG, 14.10. tun, da wir dort ab 15 UHR mit einem Infotisch am Alternativen Dies (AlDi) im Clubhaus vertreten sein werden. Die Veranstaltung wird alljählich zum Start des Wintersemesters an der Uni organisiert und gibt linken und alternativen Gruppen die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen.

Mehr Informationen zum Alternativen Dies: http://aldi.ernst-bloch-uni.de/

Regulärer Termin: Sonntag 24.01 am gewohnten Ort und zur gewohnten Zeit. Besprochen wird der zweite Abschnitt (“Die Verwandlung von Geld in Kapital”). In der MEW-Ausgabe sind das die Seiten 161-191. Online ist der Text hier zu finden:  http://mlwerke.de/me/me23/me23_099.htm

Orga / Plenumstreffen: Wie vereinbart trifft sich das offene Orgaplenum der marxistischen Aktion vor dem Lesekreis (14:30). Willkommen sind alle, die mitarbeiten, sich enbringen oder auch nur reinschauen wollen. Es gibt viel zu tun und viel zu besprechen!

Nachholtermin: Die vorerst letzte Gelegenheit, noch mit einzusteigen. Wer also noch Interesse hat, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen. Wir treffen uns Freitag den 22.01 um 17:00 Uhr. Gelesen wird der gesamte erste Abschnitt über “Ware und Geld”.

von Kurt Gossweiler

Die Frage nach dem Verhältnis des Faschismus zur Arbeiterklasse in der Phase seiner Herausbildung hat in letzter Zeit im Zuge der ideologischen Auseinandersetzung mit bürgerlichen Faschismustheorien – wie etwa der pseudomarxistischen Bonapartismustheorie und der Deutung des Faschismus als einer originären kleinbürgerlichen Protestbewegung – sehr an Bedeutung gewonnen. (1) In meinem Beitrag wird diese Frage am deutschen Beispiel untersucht.

Vortrag, in gekürzter Form gehalten auf der wissenschaftlichen Konferenz der Historikerkommission UdSSR/DDR in Kiew, 19.-21. 9. 1978, veröffentlicht in: Bulletin des Arbeitskreises “Zweiter Weltkrieg” Nr. 1-4/ 1980, S. 32-71. Gossweiler, Kurt, Aufsätze zur Faschismus, 2 Bände, Band II, Pahl-Rugenstein, Köln, 1988, S. 439-467.

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