Lesekreis

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Archiv für die Kategorie „Internationales“

Freiheit für Mumia Abu-Jamal!

Im Rahmen der Aktionen um den internationalen Tag der politischen Gefangenen (www.18maerz.de) organisieren wir gemeinsam mit der Roten Hilfe und dem Free Mumia Bündnis Berlin eine Veranstaltung zu Mumia Abu-Jamal. Mumia gehört neben den Cuban Five zu den bekanntesten politischen Gefangenen in den USA und sitzt trotz weltweiter Proteste und Solidaritätsaktionen nach wie vor in der Todeszelle. Der linke Journalist und Aktivist wurde wegen eines 1982 angeblich von ihm begangenen Mordes an einem Polizisten angeklagt und zum Tode verurteilt. Seit 1995 sitzt er nun in einem Hochsicherheitsgefängnis in Waynesburg, Pennsylvania. Mumia ist weiter als Journalist tätig und schreibt regelmäßig für die Junge Welt.

ab 19:00 wird es vegane VoKü und Getränke geben. Gleichzeitig wird eine Referentin aus Heidelberg über die Arbeit der Roten Hilfe informieren (und warum es wichtig ist, dass wir alle sie unterstützen und mit aufbauen!).

ab 20:00 wird Michael Bernhardt vom Free Mumia Bündnis  zu den Hintergründen des Falls und der aktuellen Situation Mumias referieren. Außerdem soll es um politische Gefangene in den USA, Rassismus und Klassenjustiz, den gefängnisindustriellen Komplex und die Todesstrafe gehen.

Danach bleibt wie immer die Hausbar offen und es wird noch Gelegenheit geben, den Referent_innen Fragen zu stellen und sich an Infotischen mit Material einzudecken.

Kampf der rassistischen Klassenjustiz!

Solidarität ist eine Waffe!

Die Selbstverbrennung des jungen Tunesiers Mohamed Bouazizi am 17. Dezember 2010 löste zuerst in Tunesien, schließlich aber in großen Teilen der arabischen Welt eine Welle des Massenprotests aus, wie man sie dort seit Jahrzehnten nicht gesehen hat.

Die Proteste richteten sich gegen das Regime von Zine Al Abidine Ben Ali, der Anfang dieses Jahres nach Saudi-Arabien fliehen musste. Die spontane Erhebung breiter Bevölkerungsmassen ist Ausdruck der Unzufriedenheit mit den Lebensbedingungen der Menschen in einem abhängigen kapitalistischen Land, das von hoher Arbeitslosigkeit, ländlicher Unterentwicklung, gestiegene Lebensmittelpreise, Korruption und Perspektivlosigkeit der Jugend gezeichnet ist. Das Kabinett von Ben Ali regierte das Land im Interesse westlicher imperialistischer Staaten und Konzerne mit autoritärem Führungsstil und vernachlässigte die Bedürfnisse der Bevölkerung weitgehend.

Mittlerweile ist der Volksaufstand auf andere Länder der arabischen Welt übergesprungen, vor allem auf Ägypten und den Jemen. Tunesien ist deshalb kein Einzelfall geblieben, weil in den meisten arabischen Staaten die Lebensbedingungen ähnlich sind: Je nach Land bereichern sich die aristokratischen Herrscherfamilien oder die korrumpierten Überbleibsel der panarabischen Revolutionsbewegungen rücksichtslos auf dem Rücken der breiten Bevölkerungsmassen und mithilfe der reichen natürlichen Ressourcen ihrer Länder. Wie fast überall in den unterentwickelten Ländern haben der Internationale Währungsfonds und die Weltbank auch hier die Lebenssituation von vielen Millionen Menschen zerstört und das soziale Kräfteverhältnis zugunsten des ausländischen Kapitals und der herrschenden Klasse der Länder verschoben. Die Gesundheitsversorgung ist privatisiert und für Millionen unbezahlbar, die Subventionen für Grundnahrungsmittel, von denen die Menschen abhängig sind, werden gekürzt und die lokale Wirtschaftsstruktur ist der Konkurrenz der transnationalen Konzerne ausgesetzt (und unterliegt).

Dass nun die Proteste sich auch gegen die selbsternannte tunesische Übergangsregierung und die Diktaturen in Ägypten und dem Jemen richten, zeigt, dass es nicht um die Person Ben Ali geht, sondern dass die Gesellschaftsstruktur des peripheren Kapitalismus der arabischen Welt Ursache der Unzufriedenheit ist. Die Herrschenden in Berlin, Paris, Washington usw. wünschen sich für diejenigen Staaten, in denen die mit ihnen verbündeten Regime nicht mehr zu halten sein werden, einen bloßen Machtwechsel im Stil der “orangenen Revolutionen” in einigen der ehemaligen (und hoffentlich zukünftigen) Sowjetrepubliken, also formale “Demokratisierung”, weitere liberale Wirtschaftsreformen und Anbiederung an die NATO und EU.

Als Kommunist_innen solidarisieren wir uns dagegen mit den Kämpfen der Bevölkerungsmassen in den arabischen Ländern und schließen uns ihrer Forderung nach Sturz der korrupten Regime an. Damit von einer Revolution wirklich die Rede sein kann, darf es aber nicht bei der Entmachtung einiger Kabinettsmitglieder und der Zulassung oppositioneller Parteien bleiben. Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut sind nur durch tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen zu überwinden, die eine Verstaatlichung des ausländischen Monopolkapitals, der großen Industrie und des Großgrundbesitzes sowie tatsächliche Volksherrschaft einschließen, die nationale Unabhängigkeit herstellen und den Weg in Richtung säkularer sozialistischer Staaten bereiten.

Heraus zur Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz am 5. Februar in München

Ende Januar 2011 wird der Bundestag über die Verlängerung des Mandates für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan abstimmen. Wie in den vergangenen Jahren werden die bürgerlichen Parteien mehrheitlich den Einsatz befürworten. Damit stimmen sie für die Besatzung Afghanistans, die weder im Interesse der Menschen Afghanistans noch im Interesse der Mehrheit der Menschen hierzulande ist. Die Nato-Besatzung dient vielmehr den politischen und geostrategischen Interessen der imperialistischen Staaten.

Für die Koordinierung ihrer Kriegsstrategien, für die Lobbyarbeit der Rüstungskonzerne und die medienwirksame Inszenierung ihrer Kriegseinsätze ist die so genannte Sicherheitskonferenz (SIKO) in München eine jährlich wiederkehrende Gelegenheit. Dort treffen sich, eingeladen von Diplomat und Lobbyist Wolfgang Ischinger, vom 4.-6. Februar Vertreter der Rüstungsindustrie, internationale Militärstrategen und Politiker. Die Bundesregierung unterstützt die – offiziell als “Privatveranstaltung” Ischingers geführte – Propagandaveranstaltung in diesem Jahr mit über 700 000 Euro.

Wir rufen dazu auf, gegen dieses Treffen der Kriegstreiber und Lobbyisten, gegen imperialistische Kriege, Besatzungen und die fortschreitende Militarisierung auf die Straße zu gehen. Kommt am 5. Februar mit zur Demonstration nach München!

Es wird von antikapitalistischen Gruppen aus München und dem Antimilitaristischen und Antifaschistischen Aktionsbündnis (3a) einen gemeinsamen Internationalistischen Block auf der Demonstration geben.

Großdemonstration gegen die SIKO

Samstag | 5. Februar 2011

13 Uhr | München | Marienplatz

Treffpunkt für die gemeinsame Zugfahrt aus Tübingen ist um 7:15 Uhr in der Bahnhofshalle.

Mehr Informationen zur Mandatsverlängerung und zur Sicherheitskonferenz findet ihr auf der Bündnisseite und in der Broschüre Krieg Krise Kapitalismus.

Besatzer raus aus Afghanistan!

Nein zur Verlängerung des Mandates für die Bundeswehr!

Solidarität mit der afghanischen Opposition gegen Besatzung, Warlords und Taliban!

Krieg dem imperialistischen Krieg!

Für einen revolutionären Aufbauprozess!

 

Traditionell wird das zweite Wochenende im Januar von linken Gruppen unterschiedlichster Strömungen genutzt, um an die im Januar 1919 von reaktionären Freikorpssoldaten mit Rückendeckung der SPD ermordeten Revolutionär_innen und Gründer_innen der KPD Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu gedenken.

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht riefen zu ihrer Zeit die Arbeiter_innenbewegung und linke Kräfte dazu auf, gemeinsam den Kapitalismus in seiner ganzen Verfasstheit durch eine Revolution zu überwinden. Das Eintreten der beiden für eine internationale Bewegung gegen Militarismus, Krieg und Ausbeutung und ihre theoretische und praktische Arbeit für den Kommunismus zeigen uns auch heute noch Perspektiven des Kampfes auf.

„Die moderne proletarische Klasse führt ihren Kampf nicht nach irgendeinem fertigen, in einem Buch, in einer Theorie niedergelegten Schema; der moderne Arbeiterkampf ist ein Stück in der Geschichte, ein Stück der Sozialentwicklung, und mitten in der Geschichte, mitten in der Entwicklung, mitten im Kampf lernen wir, wie wir kämpfen müssen.“ [Rosa Luxemburg, GW]

Am 8.Januar findet in der Berliner Urania unter dem Motto „Lernen, wie wir kämpfen müssen“ die 16. „Internationale Rosa Luxemburg Konferenz“ der marxistischen Tageszeitung „junge Welt“ statt. Am Morgen des 9. Januar geht es dann auf der traditionellen Liebknecht-Luxemburg-Demonstration zur Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Lichterfelde.

Mit einem entschlossen und kämpferischen Auftreten wollen wir an Rosa, Karl und alle im Kampf um Befreiung ermordeten Genoss_innen erinnern und diesen Kampf in ihren Andenken weiterführen!

Samstag, 8. Januar 2011 | Rosa-Luxemburg-Konferenz
10 Uhr | Urania | U-BHF Wittenbergplatz

Sonntag | 9. Januar 2011 | LL(L)-Demo
10:00 | Frankfurter Tor | Berlin Friedrichshain

Für eine revolutionäre Perspektive! Für den Kommunismus!

Wie eine solche revolutionäre Perspektive aussehen könnte und worin die Aufgaben der Kommunist_innen heute bestehen, damit beschäftigt sich Inge Viett auf der Rosa Luxemburg Konferenz und schon im Vorfeld in der marxistischen Tageszeitung Junge WeltHier findet ihr ihren Text, der zum Aufbau einer revolutionären Organisation und zum gemeinsamen Kampf gegen den Kapitalismus auf marxistischer, klassenkämpferischer Basis aufruft. Der Entwicklung dieses Kampfes sehen auch wir uns verpflichtet!

Donnerstag, 29. Juli 2010 20:00 Uhr
Schlatterhaus (Österbergstr. 2), Tübingen

Free Gaza:
Augenzeugenbericht und Hintergründe zum Schiffskonvoi nach Gaza

Mit Annette Groth MdB (die LINKE)
Augenzeugin und Teilnehmerin der Free-Gaza-Flotte

Die „Free-Gaza”-Friedensflotte hat sich zum Auftrag gemacht, Hilfsgüter nach Gaza zu transportieren, um die Not der Zivilbevölkerung zu lindern. Die „Mavi Marmara” hatte ausschließlich humanitäre Hilfsgüter an Bord, insbesondere Medikamente, Baustoffe und technische Geräte.

Das Schiff wurde am 31. Mai 2010 von der israelischen Armee überfallen. Dabei wurden neun Passagiere getötet und zahlreiche verletzt. Die restlichen Passagiere wurden verhaftet.

Die Aussage, auf dem Landweg würden genug Hilfsgüter an Gaza weitergeleitet, ist unzutreffend: Israels Blockade unterbindet einen normalen Warenaustausch mit der Außenwelt. Nur ein Teil der Hilfe kommt wirklich bei der Bevölkerung an. 8o% der Bevölkerung ist von UNO-Hilfen abhängig. 2 von 3 Kindern sind schon bei der Geburt unterernährt und haben Mangelerscheinungen; frisches Obst oder Gemüse kann wegen der Verweildauer in Israel nicht geliefert werden. Selbst die Trinkwasserversorgung entspricht nicht im Mindesten den internationalen Standards.

Die Veranstalter unterstützen die Forderung nach einem sofortigen Ende der Blockade des Gaza-Streifens.

Veranstalter: linksjugend ['solid] Tübingen,
Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen e.V., Heike Hänsel MdB

in Kooperation mit der Marxistischen Aktion Tübingen

INTERVIEW MIT LORENA ZELAYA,

Aktivistin des Bloque Popular und der Nationalen Widerstandsfront gegen den Putsch. Das Gespräch wurde am 15. Mai auf dem buko in Tübingen geführt, wo sie neben zahlreichen anderen internationalen Gästen über die Situation in ihrem Land berichtete. Die Fragen stellte Tanja (Marxistische Aktion Tübingen).

Ganzer Text:

http://www.marxistische-aktion.de/?page_id=150

Solidarität mit den Genoss_innen im Widerstand!

Thema der Hausbar wird diesmal die MST sein, die Bewegung der Landlosen Landarbeiter_innen Brasiliens, die als eine der größten sozialen und antikapitalistischen Bewegungen Lateinamerikas Großgrundbesitz besetzt, zurückerobert, verteidigt und dann kollektiv bewirtschaftet. Informieren werden darüber ein Vortrag, einige Filmausscnitte und eine Fotoausstellung. Es soll um konkrete Praxis, Ziele, Perspektiven und erkämpfte Erfolge der MST gehen – wie immer bleibt natürlich Raum für Rückfragen, Diskussionen und Gepräche.

Kommt also zahlreich, lernt, diskutiert und feiert mit uns!

Folgender Beitrag wurde auf tueinfo veröffentlicht (wir gestehen unsere klammheimliche Freude):

In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben Aktivist_innen mit einer Plakataktion in der Tübinger Innenstadt an Opfer der Honduranischen Putschisten erinnert. An mehreren zentralen Plätzen wurden Fotos der Zahlreichen Oppositionellen und Widerstandskämpfer angebracht, die seit der Gewaltsamen Machtübernahme der Militärs der brutalen Repression zum Opfer gefallen sind.
SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND IN HONDURAS !
SCHLUSS MIT DEM MILITÄRREGIME!
SCHLUSS MIT DER IMPERIALISTISCHEN DIKTATUR DES KAPITALS!

Zum ganzen Text: http://www.jpberlin.de/tueinfo/cms/node/19067

Bilder: http://www.flickr.com/photos/46191955@N03/

Interview mit Ioannis Eleftheridis über die aktuellen Kämpfe in Griechenland, die kapitalistische Krise und die studentische Bewegung.

Griechenland hat in den vergangenen Jahren eine Neuverschuldungsrate von 12,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes angehäuft. In der Eurozone sind aber nur maximal drei Prozent erlaubt. Jetzt sind auch die Währungshüter der EU beunruhigt. Wie konnte es so weit kommen?

Ganzer Text: http://www.marxistische-aktion.de/?page_id=99

http://www.comunista.at/

Interviewer war der Kommunistische Studentenverband. An dieser Stelle solidarische Grüße an die Genossen in Wien!

“Die Frauenfrage ist keine Frage an sich und für sich, die durch Reformen zugunsten des weiblichen Geschlechts auf dem Boden der kapitalistischen Wirtschaft und innerhalb der bürgerlichen Ordnung gelöst werden kann. Meiner Überzeugung nach ist die Frauenfrage nur ein Teil der großen sozialen Frage.

Und sie kann nur zusammen gelöst werden, wenn das Proletariat den Kapitalismus zerschmettert im gemeinsamen Kampf aller Ausgebeuteten, aller Unterdrückten, ohne Unterschied des Geschlechts.”

(Clara Zetkin: Für die Befreiung der Frau)

Frauen kämpft für den Sozialismus!

Ob Internationaler Frauentag”, “Tag der Werktätigen” oder “Tag der Sozialistin” – der 8.März hat sich im vergangenen Jahrhundert als ein bedeutendes Datum für den Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung weltweit etabliert und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum.

Die Marxistische Aktion kämpft für gleiche Rechte, gleichen Lohn und gleiche Bildungschancen von Frauen und Männern. Es ist überall auf der Welt wichtig, dass sich Frauen politisch engagieren, gegen bestehende Vorurteile und Einschränkungen wehren und gemeinsam – mit den Männern – den Kapitalismus in seinen Grundfesten erschüttern.

Für eine Gesellschaft, in der die gesamte Menschheit emanzipiert ist!  Für den Kommunismus!

Text in voller Länge: http://www.marxistische-aktion.de/?page_id=97

#INFO-Seite online!

Alle #INFO-Broschüren der MAT gibts zum Download unter infomat.blogsport.de