Lesekreis

Die Texte unserer Lesekreise können auf der Seite aktheorie.blogsport.de
nachgelesen werden.

Archiv

Archiv für die Kategorie „Antimilitarismus“

Für den 8. und 9. Januar hatten wir zur Teilnahme am Liebknecht-Luxemburg-Wochenende in Berlin aufgerufen. Noch nie war das Interesse auch der bürgerlichen Presse an dieser Veranstaltung so groß wie in diesem Jahr. Bereits im Vorfeld und auf der Fahrt nach Berlin waren wir überrascht, welche Medienresonanz die in der marxistischen Tageszeitung junge welt veröffentlichten Beiträge von Gesine Lötzsch, einer der Vorsitzenden der Partei Die Linke, und der Autorin Inge Viett, die Angehörige der Bewegung 2. Juni und von 1980 bis 1982 der RAF war, verursachten.

Hier findet ihr einen Bericht über das Geschehen auf der (und um die) Konferenz sowie über die LLL-Demo, an der sich in diesem Jahr über 10.000 Personen beteiligt haben. Außerdem haben wir eine ausführliche Analyse und Stellungnahme zur Medienkampagne um die Linkspartei und deren angeblich kommunistische Ausrichtung verfasst: Die Linkspartei und der (Anti-)Kommunismus.

Unser Gedenken an die Revolutionär_innen von gestern muss den Kämpfen von heute und morgen gewidmet sein!
Für eine revolutionäre Perspektive zur Überwindung des Kapitalismus!
Für den Kommunismus!

 

Traditionell wird das zweite Wochenende im Januar von linken Gruppen unterschiedlichster Strömungen genutzt, um an die im Januar 1919 von reaktionären Freikorpssoldaten mit Rückendeckung der SPD ermordeten Revolutionär_innen und Gründer_innen der KPD Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu gedenken.

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht riefen zu ihrer Zeit die Arbeiter_innenbewegung und linke Kräfte dazu auf, gemeinsam den Kapitalismus in seiner ganzen Verfasstheit durch eine Revolution zu überwinden. Das Eintreten der beiden für eine internationale Bewegung gegen Militarismus, Krieg und Ausbeutung und ihre theoretische und praktische Arbeit für den Kommunismus zeigen uns auch heute noch Perspektiven des Kampfes auf.

„Die moderne proletarische Klasse führt ihren Kampf nicht nach irgendeinem fertigen, in einem Buch, in einer Theorie niedergelegten Schema; der moderne Arbeiterkampf ist ein Stück in der Geschichte, ein Stück der Sozialentwicklung, und mitten in der Geschichte, mitten in der Entwicklung, mitten im Kampf lernen wir, wie wir kämpfen müssen.“ [Rosa Luxemburg, GW]

Am 8.Januar findet in der Berliner Urania unter dem Motto „Lernen, wie wir kämpfen müssen“ die 16. „Internationale Rosa Luxemburg Konferenz“ der marxistischen Tageszeitung „junge Welt“ statt. Am Morgen des 9. Januar geht es dann auf der traditionellen Liebknecht-Luxemburg-Demonstration zur Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Lichterfelde.

Mit einem entschlossen und kämpferischen Auftreten wollen wir an Rosa, Karl und alle im Kampf um Befreiung ermordeten Genoss_innen erinnern und diesen Kampf in ihren Andenken weiterführen!

Samstag, 8. Januar 2011 | Rosa-Luxemburg-Konferenz
10 Uhr | Urania | U-BHF Wittenbergplatz

Sonntag | 9. Januar 2011 | LL(L)-Demo
10:00 | Frankfurter Tor | Berlin Friedrichshain

Für eine revolutionäre Perspektive! Für den Kommunismus!

Wie eine solche revolutionäre Perspektive aussehen könnte und worin die Aufgaben der Kommunist_innen heute bestehen, damit beschäftigt sich Inge Viett auf der Rosa Luxemburg Konferenz und schon im Vorfeld in der marxistischen Tageszeitung Junge WeltHier findet ihr ihren Text, der zum Aufbau einer revolutionären Organisation und zum gemeinsamen Kampf gegen den Kapitalismus auf marxistischer, klassenkämpferischer Basis aufruft. Der Entwicklung dieses Kampfes sehen auch wir uns verpflichtet!

Anfang 2010 haben sich verschiedene Organisationen, die das gemeinsame Ziel verfolgen, eine klassenkämpferische und revolutionäre Theorie und Praxis zu entwickeln, im Antimilitaristischen/Antifaschistischen Aktionsbündnis zusammengefunden.

Anlässlich der Mobilisierung gegen die Sicherheitskonferenz (SiKo) und die Mandatsverlängerung der NATO hat das Bündnis nun eine Broschüre zum Thema „Antimilitarismus“ herausgegeben. In drei Kapiteln wird ausführlich auf die kapitalistischen Krise, den imperialistischen Krieg und staatliche Repression eingegangen. In einem Selbstverständnis am Ende des Heftes wird dargelegt, warum eine revolutionäre Organisierung zur Überwindung des Kapitalismus notwendig ist.

Längerfristig wird versucht, eine bundesweite Zusammenarbeit in verschiedenen Themenfeldern – gegen imperialistische Kriege, gegen Faschismus, im Bildungs- und Schulstreik, bei Sozialprotesten, Arbeitskämpfen und gegen staatliche Repression – zu organisieren.

Die Gruppen eint, trotz vorhandener Unterschiede in der Herangehensweise, der Kampf für einen revolutionären Aufbauprozess und den Kommunismus. Die Marxistische Aktion Tübingen ist Teil dieses Bündnisses.

Die Broschüre kann hier oder unter der Rubrik „Materialien” im Bereich “Info-Broschüren” heruntergeladen werden. Zur Seite des Antimilitaristischen/Antifaschistischen Aktionsbündnis gelangt man über: http://3a.blogsport.de

Auszug aus der Broschüre in der Themenrubrik der Jungen Welt vom 19. Jan. 2011.

Gegen die Militarisierung der Gesellschaft

Vom 22. – 24. Oktober 2010 wird in Balingen (Zollernalbkreis) bereits das zweite Mal in Folge das sogenannte „BW-Musix“ stattfinden. Dabei handelt es sich um einen Blasmusikwettbewerb, der vom Militärmusikdienst der Bundeswehr organisiert und von der Stadt Balingen mitveranstaltet wird.  Die Leistungen der jugendlichen Musikanten werden von Offizieren in Uniform bewertet, Feldjäger patrouillieren über das Gelände. Dies ist ein Einsatz der Bundeswehr, bei dem schon Kinder einer militärischen Autorität – nicht nur in Form der Jury – ausgesetzt werden

Die Bundeswehr versucht mit derartigem Gebärden Sand in unsere Augen zu streuen um sich selbst und ihr Handeln zu verklären. Solche Veranstaltungen tragen dazu bei ein falsches Bild der Bundeswehr zu entwickeln, welches nicht von Leid, Ausbeutung und Tod geprägt ist. Die Bundeswehr ist aber in erster Linie als Instrument des deutschen Kapitals zur Durchsetzung seiner geostrategischen Ziele und imperialistischen Ambitionen zu sehen. Mit ihrer Hilfe sollen wirtschaftliche Interessen auf der ganzen Welt militärisch durchgesetzt und verteidigt werden. Sie setzt als bewaffnetes Staatsorgan die Interessen der herrschenden Klasse durch – wo nötig, wie im Fall des Afgahnistan Kriegs, der gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung geführt wird, auch ohne jede bürgerlich-demokratische Legitimation. Dem Versuch einer solchen Vereinigung zunehmend gesellschaftliche Akzeptanz zu verschaffen, muss entschieden entgegengetreten werden!

Der schleichenden Militarisierung der Gesellschaft mit Hilfe von Werbekampagnen und “Kulturevents”,  Jugendoffizieren an Schulen und Universitäten, öffentlichen Gelöbnissen und eben Veranstaltungen wie „BW- Musix“, muss neben praktischem Widerstand auch eine ‚Aufklärung‘ über wahre Motive und Methodik der Bundeswehr entgegengesetzt werden. Diese ‚Aufklärung‘ darf sich nicht nur auf eine oberflächliche Kritik der Symptome beschränken, sondern muss vielmehr zum Ursprung des Problems vordringen, welcher sich in den kapitalistischen Produktionsverhältnissen, hier und anderorts, findet.

“Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.” – Jean Jaurès

Krieg ist die logische und notwendige Konsequenz von Profitmaximierung, er ist eine Seite der Medaille, Kapitalismus die andere. Seit der Verbreitung der kapitalistischen Produktionsweise in Europa und später über den größten Teil der Erde, stellen sich nicht nur Ressourcensicherung, sondern auch das Erschließen neuer Absatzmärkte, als eigentliche Kriegsgründe dar. Eine Reihe von Konzernen, nicht zuletzt solche mit Standort in Deutschland, so z.B. Heckler und Koch (Sitz: Oberndorf am Neckar), profitieren von bewaffneten Konflikten weltweit. Konzerne, Staaten und ihre Kriege bilden ein äußerst profitables Triumvirat, dass nie im Interesse der Menschen sondern immer im Interesse des Kapitals seine gewaltige Macht entfaltet – die Folgen sind Tod, Zerstörung, Vertreibung, Elend und Ausbeutung. Ein weiteres Vordringen der Bundeswehr in öffentliche Räume gilt es also zu verhindern. Insbesondere junge Menschen, präferierte Zielgruppe der militaristischen Propaganda, müssen vor derartigen Rekrutierungsveranstaltungen gewarnt und über ihren eigentlichen Charakter aufgeklärt werden. Ziel muss es sein, ihr Stattfinden wo möglich zu verhindern und sie zur Bühne eines schlagkräftigen Engagements gegen Krieg, Militarisierung und Kapitalismus zu machen.

„BW-Musix“ bedient sich der Blasmusik um auf militärische Gewalt einzustimmen und eine motivierende Atmosphäre zu schaffen. Durch die Einbettung des Soldatenberufes in Kulturengagement und ungezwungene Freizeitstimmung, wird er verharmlost und als attraktive Alternative für Jugendliche dargestellt, die sich Gedanken über eine musikalische Laufbahn in ihrem beruflichen Leben machen, ohne dabei zu erwähnen, dass auch der eigene Tod als mögliches Ende eines Diensttages eintreten kann.

Wir fordern die Stadt Balingen dazu auf, diese Veranstaltung nicht erneut zu unterstützen!

Wir rufen dazu auf, am Samstag, den 23. Oktober 2010 gegen„BW-Musix“ in Balingen auf die Straße zu gehen!

Demobericht und Bilder

Bundeswehr raus aus dem öffentlichen Raum!

Gegen Krieg und Kapitalismus! Für eine klassenlose Gesellschaft!

Am 30. Juli fand in Stuttgart das öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr statt, gegen das in großen Bündnissen mobilisiert wurde [mehr dazu auf dieser Seite in vorangegangenen Artikeln].

Das Interview mit einem Sprecher des Bündnisses mit der Tageszeitung junge Welt über den Ablauf des Tages lässt sich nachlesen unter: http://www.jungewelt.de/2010/08-02/054.php

Ein unabhängiger Demonstrationsbericht, eine Auswahl der öffentlichen Berichterstattungen sowie zahlreiche Fotos des Tages finden sich unter: http://www.trueten.de/permalink/Fotos-und-Berichte-zum-Bundeswehr-Geloebnis-in-Stuttgart.html

Der Umstand, dass das Gelöbnis dieses Mal nur gestört und nicht verhindert werden konnte, hält uns nicht davon ab, weiterhin entschieden der zunehmenden Militarisierung der öffentlichen Plätze, der  Bildungseinrichtungen und Ausbildungsstätten entgegenzutreten und dafür zu sorgen, dass kriegsverherrlichende und militaristische Propagandaspektakel nicht ungestört in der Öffentlichkeit ausgetragen werden können.

Das Bundeswehr-Gelöbnis am 30. Juli 2010 in Stuttgart blockieren!

Gemeinsame Anreise aus Tübingen:
Freitag, 30. Juli, 08:00 Tübingen Bahnhof.

Am 30. Juli 2010 soll in der Stuttgarter Innenstadt ein öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr, also die öffentliche Vereidigung von Soldaten, stattfinden. Das Ziel dieser monströsen Propagandaveranstaltung ist die Einflussnahme der Bundeswehr auf die öffentliche Meinung. Wir werden dies nicht hinnehmen, sondern werden dieses Militärspektakel blockieren!

Den zu vereidigenden Soldaten soll ein möglichst pompöser Start in ihr soldatisches Leben ermöglicht werden. Damit soll eine weitgehende Identifikation der Vereidigten mit der Bundeswehr, ihren Zielen und Aufgaben geschaffen und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Truppe gestärkt werden. Zudem soll die Bereitschaft erhöht werden, eine Tätigkeit auszuüben, die im Wesentlichen aus Töten und getötet werden besteht.
Nach außen soll das Bild von Soldaten in der Öffentlichkeit normalisiert und als etwas Positives dargestellt werden. Hierzu wird offensiv Werbung gemacht für eine Armee, die in vielen Ländern auf der Welt Kriege führt. Dadurch soll die Zustimmung der Bevölkerung zu eben diesen Kriegen steigen und die Akzeptanz der Soldaten im „Heimatland“ gestärkt werden. So soll die Voraussetzung geschaffen werden, in Zukunft mit breiter Zustimmung der Bevölkerung diese Kriege weiterzuführen und auch neue beginnen zu können. Insgesamt bedeutet eine solche Veranstaltung einen weiteren Schritt hin zu einer durch und durch militarisierten Gesellschaft.

Diesen Weg der Herrschenden wollen wir nicht gehen, wir werden uns dafür einsetzen, dass eben solche Schauspiele und Militäreinsätze weder hier noch andernorts durchgeführt werden können. Wir werden nicht vergessen, was imperialistische Kriege angerichtet haben und daher Widerstand leisten!

Unser Ziel ist es, deutlich zu machen, dass Stuttgart am 30. Juli den AntimilitaristInnen gehört und dass die Bundeswehr ihre militaristische Propaganda und Kriegshetze nirgendwo ungestört in die Bevölkerung tragen kann!

Genau so wichtig, wie die Verhinderung von jeglichen Bundeswehr-Werbeauftritten an Bildungseinrichtungen und -messen, Arbeitsämtern und öffentlichen Plätzen ist es notwendig, auch dieser Militärveranstaltung effektiven Widerstand entgegenzusetzen.
Daher rufen wir zur Störung und Blockade des Gelöbnisses am 30. Juli in Stuttgart auf. Nur gemeinsam und solidarisch mit allen dafür notwendigen Aktionsformen werden wir unser Ziel erreichen!

Infos: www.blockbw.tk

Kapitalismus heißt Krieg! Gelöbnis in Stuttgart verhindern!

„Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg“ (Tucholsky). Ein solches militärisches Spektakel plant die Bundeswehr am 30. Juli in Stuttgart. Mit einer öffentlichen Rekruten-Vereidigung mitten in der Stadt, soll dazu beigetragen werden Aufrüstung und Krieg wieder salonfähig zu machen. Während Deutschland seine imperialistischen Ambitionen in immer mehr Teilen der Welt mit Hilfe der Armee absichert, wollen bürgerliche Politiker und militärische Führung nun auch die Akzeptanz des Militärischen im Inneren erhöhen.
Gegen diese Bestrebungen rufen verschiedene Organisationen und Bündnisse zu Gegenaktivitäten und Blockaden auf. Ziel muss sein, die Propaganda-Show der Bundeswehr, das öffentliche Gelöbnis zu verhindern!

Revolutionäres Bündnis: www.kriegstreiberblockieren.blogsport.de

Infos zu den Blockaden: www.blockbw.tk

Antimilitaristische Demo  am 23.01.2010 in Freiburg – Treffpunkt ist der Platz der alten Synagoge, weitere Infos online beim Bildungsstreik Bündnis und der Linken AntiFa Freiburg

http://alfr.blogsport.de/2010/01/03/demo-in-freiburg-gegen-die-bundeswehr-an-schulen/

http://unsereunibrennt.de/content/demo-bundeswehr-raus-aus-den-klassenzimmern-freiburg-2301

Infos zur Anfahrt aus Tübingen: wir werden gemeinsam mit dem Zug nach Freiburg fahren (BaWü- oder Wochenendticket) und treffen uns um 10:00 in der Wartehalle im Hauptbahnhof. Abfahrt ist 10:35 Richtung Horb. Seid solidarisch, laut und vor allem viele!

#INFO-Seite online!

Alle #INFO-Broschüren der MAT gibts zum Download unter infomat.blogsport.de