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Archiv für die Kategorie „Antifaschismus“

Die Nacht von Samstag auf Sonntag, den 8. Mai, haben laut Infoportal tueinfo antifaschistische Aktivist_innen in Tübingen dazu genutzt, den Tag der Befreiung mit verschiedenen kreativen Aktionen wieder ins allgemeine Bewusstsein zu rufen. Sie brachten an verschiedenen Orten der Stadt rote Fahnen an, wie sie auch vor 66 Jahren von der Roten Armee als Symbol der Freiheit und des Friedens auf dem Reichstag in Berlin gehisst wurden.

Außerdem haben die Aktivist_innen den Tag der Befreiung zum Anlass genommen, um an einen lokalen Kommunisten und Antifaschisten zu erinnern, dessen Lebensgeschichte in Tübingen fast vollständig in Vergessenheit geraten ist: Friedrich Wolf.

“Auch die beiden Statuen vor der Neuen Aula hielten am Tag der Befreiung die rote Fahne hoch. Mit diesen Statuen hat es eine besondere Bewandtnis: Sie stellen den jungen Friedrich Wolf (1888-1953) dar. Als Medizinstudent in Tübingen war er, um sich etwas dazu zu verdienen, Modell für anatomische Aktzeichnungen gestanden, nach denen die Statuen gestaltet wurden. [...] Deshalb haben wir Friedrich Wolf am Tag der Befreiung nicht nur noch einmal die rote Fahne tragen lassen, sondern auch am Sockel der Statuen Plaketten angebracht, die an ihn erinnern, mit der Aufschrift: Friedrich Wolf (1888-1953) – Schriftsteller, Arzt, Kommunist und Antifaschist.

Heute, 66 Jahre nach dem historischen Sieg über den deutschen Faschismus, müssen wir erleben, dass, während der notwendige antifaschistische Kampf durch den Staat zunehmend kriminalisiert wird, sich „nationale Sozialisten“ abermals massiv organisieren und ihre menschenverachtenden Ziele wieder offen propagieren.[...] Dieser Entwicklung müssen wir mit aller Entschlossenheit entgegentreten. “

Wir begrüßen diese und ähnliche Initiativen und solidarisieren uns mit der Aktion. Antifaschismus und die Erinnerung an vergangene antifaschistische Kämpfe dürfen in Deutschland nicht dem Staat überlassen bleiben. Nicht erst am 1. Mai in Heilbronn hat sich unmissverständlich gezeigt, auf wessen Seite dieser letztlich steht, wen er schützt und wen er bekämpft. Rechts drückt er sein Auge wohlwollend zu, während er nach links knüppelt, spitzelt und kriminalisiert. Und auch öffentlich erinnert wird nur an solche Antifaschist_innen, die nicht den Kapitalismus als Wurzel und die Herrschende Klasse als Geburtshelfer des Faschismus erkannt und bekämpft haben. Für uns muss die Erinnerung am Tag der Befreiung an jene, die gegen den Faschismus gekämpft und ihn besiegt haben, auch den Kämpfen von heute und morgen gewidmet sein! Daher gilt:

Den Widerstand organisieren,
die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Über die Aktion:

http://www.jpberlin.de/tueinfo/cms/node/19619

8. Mai 1945: Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus

Danke! C??????! Thank You! Merci! Gracias!

Der Faschismus, besonders in Form des sogenannten „Nationalsozialismus“, ist verantwortlich für die bisher größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte: Die faschistische Terrorherrschaft in Deutschland und ihre schrittweise Ausdehnung auf alle besetzten Gebiete, den deutschen Überfall auf die Nachbarländer im Westen wie im Osten sowie auf die Sowjetunion und damit die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges. Außerdem und im Besonderen die systematische Vernichtung der Jüdinnen und Juden Europas, der Sinti und Roma, sowie die massenhafte Ermordung von Millionen sowjetischer Kriegsgefangener und die fast vollständige Liquidierung jeder politischen Opposition und kritischen Intelligenz im Inland und in den eroberten Territorien. Diese Ereignisse stehen in der Geschichte ohne Beispiel da. Sie haben mindestens 55 Millionen Menschenleben gefordert. Allein 25 Millionen und damit den Großteil dieser Todesopfer hatte die Sowjetunion zu beklagen. Über 6 Millionen Menschen jüdischer Abstammung wurden von den Nazis verschleppt, versklavt, misshandelt, zu Tode geschunden, erschlagen, erschossen, vergast und verbrannt. Halb Europa lag nach Kriegsende in Trümmern. Über 30 Millionen Menschen hat der Krieg verstümmelt und entstellt zurückgelassen. Abertausende Menschen waren darüber hinaus ins Exil getrieben, enteignet und ihrer elementarsten Lebensgrundlagen beraubt worden. Der Wiederaufbau sollte Jahre dauern.

Am 8. Mai 1945 – vor heute genau 66 Jahren – war der Spuk endlich vorbei. Die Eroberung Berlins durch die Rote Armee zwang die Nazis zur bedingungslosen Kapitulation und setzte der faschistischen Herrschaft schließlich ein Ende. Niemand auf der Welt kann seit diesem Tag mehr die Augen verschließen vor der Hölle der Folterkeller, der KZs, der Vernichtungslager, der Versuchslabore, der Mordanstalten, der Gaskammern und der Krematorien. Als Antifaschist_innen betrachten wir es als unsere Aufgabe und unsere Pflicht, nicht nur an die zahllosen Opfer des Faschismus zu erinnern, sondern auch an jene, die alles aufs Spiel gesetzt und aktiv für die Freiheit gekämpft haben. Die Interbrigadist_innen im spanischen Bürgerkrieg, die Kämpfer_innen der Roten Armee und der Alliierten, die Menschen im Widerstand, in der Résistance, im Maquis und in den vielen Partisaneneinheiten überall in Europa. Ihnen gelten heute unser Dank und unser Andenken!

Aber ist der Spuk wirklich vorbei? „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, schrieb Bertolt Brecht 1955 über die weiterhin drohende Gefahr des Faschismus, und damit behält er bis heute Recht. In der BRD dauerte es nicht Lange und viele der alten Nazi-Eliten konnten auf ihre Posten in Politik und Verwaltung zurückkehren. Viele Nazitäter blieben unbestraft. Gleichzeitig waren Antifaschist_innen, darunter viele ehemalige kommunistische Widerstandskämpfer_innen, bald wieder politischer Repression ausgesetzt (KPD-Verbot, Berufsverbote etc.). Heute organisieren sich die Nazis, Rassisten und Nationalisten überall in unserer Umgebung, während der Staat gegen Antifaschist_innen immer härter vorgeht. Gewalttätige Übergriffe der Faschisten bis hin zu mehrfachem Mordversuch an Migrant_innen (in der Nacht vom 9. auf den 10. April in Winterbach bei Schorndorf) häufen sich. Am 1. Mai in Heilbronn hat der Staat den Nazis und ihrer menschenverachtenden Propaganda gegen den Widerstand vieler entschlossener Gegner_innen die Straßen frei geknüppelt. Darum muss jetzt erst recht gelten:

Aktiv werden, Widerstand organisieren, auf allen Ebenen!

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Feiert die Befreiung z.B. im Cafécolectiva in der 009 im Provenceweg 3 im französischen Viertel.

Das erste Mai-Wochenende war durch zwei große Aktionen geprägt: Die Revolutionäre 1. Mai-Vorabenddemonstration am 30.4. in Stuttgart fand mit rund 300 Teilnehmer_innen kämpferisch und mit Redebeiträgen verschiedener linker und kommunistischer Gruppierungen statt, die insbesondere auf die Notwendigkeit konsequenter antifaschistischer Arbeit und Perspektiven des (gemeinsamen) Aufbauprozesses eingingen.

Der Naziaufmarsch in Heilbronn konnte trotz großer Mobilisierungsanstrengungen am 1. Mai nicht verhindert werden. Rund 700 Nazis konnten, geschützt von einem massiven Polizeiaufgebot, ungestört marschieren und ihre menschenverachtende und rassistische Hetze verbreiten.

Dass der Marsch trotz des Brandanschlags von Neonazis auf türkische und italienische Jugendliche in Winterbach Mitte April, trotz der offen fremdenfeindlichen und aggressiven Mobilisierung der Faschisten im Vorfeld, durch Regierung und Polizei nicht nur möglich gemacht, sondern auch aktiv vorangetrieben wurde, zeigt deutlich, in welche Richtung diese Politik zielt: Auf die Kriminalisierung, Desorganisierung und Spaltung linker antifaschistischer Demonstrant_innen.

Während im Vorfeld Gegenkundgebungen verboten wurden, setzte die Polizei den ganzen Tag unverhältnismäßige Gewalt gegen Gegendemonstrant_innen ein: Alle Versuche der Antifaschist_innen, sich den Nazis in den Weg zu stellen und ihrem widerwärtigen Treiben Einhalt zu gebieten, wurden durch rund 4000 Einsatzkräfte, BFE-Einheiten, Reiter- und Hundestaffeln, kilometerlange Absperrgitter, Schlagstockeinsätze, Platzverweise, etc. niedergeschlagen. Schon am frühen Morgen wurden rund 350 Demonstrant_innen – teilweise bis in den späten Nachmittag hinein – in Gewahrsam genommen. Die rund 600 Antifaschist_innen, die mit dem Zug anreisten, wurden bis zum Abend in einem abgesperrten Bereich direkt am Bahnhof einkesselt. Während dieser Zeit standen bis auf wenige Ausnahmen weder Toiletten noch Wasser zur Verfügung. Es wurde durchgängig gefilmt, die Personendaten gesammelt und alle Demonstrant_innen einzeln durchsucht. Auch die angemeldete antikapitalistische 1. Mai-Demo am späteren Nachmittag konnte aufgrund der zahlreichen Repressionen nicht stattfinden. Über 2 Millionen Euro war den Herrschenden diese Machtdemonstration wert.

Sicherlich wird über diesen Tag innerhalb der Gruppen und Bündnisse noch reflektiert werden müssen. Klar ist jedoch: Die Versuche der Antifaschist_innen, die Nazis zu stoppen, wurden von Anfang an durch die Unverhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes unmöglich gemacht, während diese zeitgleich den Faschisten ihre Route buchstäblich leer fegten und damit sicherstellen, dass rechte Kräfte gestärkt und zielsicher für ihren nächsten Aufmarsch in Heilbronn oder Umgebung aufrüsten. Das Vorgehen der Repressionsorgane in Heilbronn stellt selbst im Vergleich zu den Ereignissen in Ulm vor genau zwei Jahren eine deutliche Steigerung dar. Eines muss unmissverständlich klar gestellt werden: der 1. Mai in Heilbronn war nicht etwa eine Niederlage der vielen entschlossenen Antifaschist_innen gegen übermächtige oder besser organisierte Nazistrukturen, wie es die Faschisten darzustellen versuchen, er war eine Niederlage gegen den massiv und gezielt gegen Linke vorgehenden Polizeistaat BRD. Der 1. Mai 2011 war ein klares politisches Signal: Dieser Staat knüppelt der menschenverachtenden Propaganda der Nazis zu gegebener Zeit die Straße frei, während er jeden Widerstand einkesselt, einschüchtert, demütigt, überwacht, in “Gewahrsam” nimmt, bespitzelt und zerschlägt.

Der bürgerliche Staat hat einmal mehr deutlich sein Gesicht gezeigt – auf der rechten Seite ist er bereit, mehr als ein großzügiges Auge zu zu drücken, links kennt er kein Recht, keine Rücksicht, kein Pardon, daran kann es keinen Zweifel geben. Und gerade deshalb gilt jetzt erst recht:
Widerstand organisieren!
Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

In Stuttgart gibt es am Samstag, den 07. Mai um 17 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann ein gemeinsames Treffen für die Nachbereitung. Am Abend findet dort außerdem ein antifaschistisches HipHop Konzert zum 8. Mai, dem Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus, statt.

Rückblicke auf das vergangene Wochenende, erste Analysen und Überlegungen für zukünftige Blockadeaktionen gibt es unter: http://heilbronn-stellt-sich-quer.tk/

http://linksunten.indymedia.org/de/node/38609 oder

http://www.trueten.de/archives/7010-Heilbronn-Naziaufmarsch-konnte-nicht-verhindert-werden-Buendnis-verurteilt-Vorgehen-der-Stadt-und-der-Polizei.html

In allen Teilen der Welt gehen am 1. Mai viele Millionen Menschen auf die Straße. Aktive aus linken und revolutionären Organisationen, aus Gewerkschaften und verschiedenen Bewegungen bringen ihre täglichen Forderungen und Kämpfe auf einen Punkt: Für den Klassenkampf gegen Kapital und bürgerliche Regierungen, für eine Welt in der die Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht nach Verwertungsinteressen, sondern nach den Bedürfnissen aller gestaltet werden – Für eine Perspektive jenseits des Kapitalismus!

Am Vorabend, Samstag, den 30. April, wird es in Stuttgart eine revolutionäre Demo geben. Im Anschluss findet ein großes Polit- und Kulturfest im und um das linke Zentrum Lilo Herrmann (Böblinger Str. 105, Stuttgart-Heslach) statt.

Am 1. Mai mobilisieren wir zu Blockaden und Aktionen gegen den Großaufmarsch der Nazis in Heilbronn, sowie zu den dortigen überregionalen linken und revolutionären 1. Mai Aktivitäten.

Revolutionäre 1. Mai Demonstration:
Samstag, 30. April um 15 Uhr Marktplatz I Stuttgart. Treffpunkt für gemeinsame Anfahrt aus Tübingen (und ggf. Übernachtung in Stuttgart): 13:20 Bahnhofshalle

Internationales Polit- und Kulturfest:
Samstag, 30. April ab 18 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann I Stuttgart

Aktivitäten zum 1. Mai und gegen den Naziaufmarsch:
Sonntag, 01. Mai ab 10 Uhr in Heilbronn

Anfahrt Heilbronn am 01. Mai:
In Stuttgart ist um 7:45 Uhr Treffpunkt zur Zugfahrt nach Heilbronn, der  gemeinsame Treffpunkt ab Tübingen wird um 6:45 Uhr am Hauptbahnhof sein. Es ist wichtig, dass zu den gemeinsamen Fahrten hin mobilisiert wird, um die Sicherheit während der Fahrt zu erhöhen.

Blockadeaufruf für Heilbronn:
www.heilbronn-stellt-sich-quer.tk

Webseite der Gruppen der Initiative für einen Revolutionären 1. Mai in Stuttgart:
www.erstermai-stuttgart.tk

Aufruf der Gruppen des Antifaschistischen und Antimilitaristischen Aktionsbündnisses zum 1. Mai: www.3a.blogsport.de I www.revomai.de
als PDF: Aufruf des 3A-Bündnisses

Mobilisierungsideo:
http://www.youtube.com/watch?v=8oiadtorkXc

Heraus zum revolutionären 1. Mai!

Ein Zusammenschluss verschiedener linker Gruppierungen und AktivistInnen in Baden-Württemberg hat zum Anlass des 1. Mai 2011 eine gemeinsame Zeitung herausgegeben, die hier zum Download bereitsteht.

Die Zeitung greift zwei zentrale Themen auf: die – besonders von der CDU und den bürgerlichen Medien – verstärkt betriebene Gleichsetzung von Links und Rechts, wie es im Vorfeld des 1. Mai im Bezug auf die Mobilisierung nach Heilbronn und zu den Vorabend-Demos in Stuttgart und Mannheim von bürgerlichen Medien und Parteien geschieht, wird im  Artikel „Alles Extremismus?“ aufgegriffen und ihre Hintergründe erklärt. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Notwendigkeit von (kämpferischen) antifaschistischen Aktivitäten: Hierzu wurde ein Interview mit zwei Genossinnen geführt, in dem eine sachliche Thematisierung der Notwendigkeit antifaschistischer Proteste in ihren unterschiedlichen Formen stattfindet.

Wir wollen mit dieser Zeitung zu den überregionalen linken und revolutionären Mobilisierungen zum 1. Mai beitragen. Viele Millionen Menschen in allen Teilen der Welt beteiligen sich an den Demonstrationen und Kundgebungen an diesem Tag. Sie eint dabei die Erkenntnis, dass eine Alternative zum Kapitalismus, zu Kriegen und der Zerstörung der Natur für Profite, eine Alternative zur Ausrichtung jeder Facette des täglichen Lebens nach Kapitalinteressen nötig und möglich ist.

Nicht zuletzt am 1. Mai gilt es, den Nazis und Faschisten nicht die Straße zu überlassen und mit allen Mitteln zu versuchen, ihren Aufmarsch in Heilbronn und anderswo zu verhindern. Kommt zu den Revolutionären 1. Mai-Demos in Stuttgart oder Mannheim und den Blockaden in Heilbronn, um ein Exemplar der Zeitung zu erhalten!

Informationen zu den Aktivitäten und zur gemeinsamen Anfahrt findet ihr ebenfalls hier!

Kein Fußbreit den Faschisten!
Für einen revolutionären Aufbauprozess!

Zeitung als PDF zum Download: linksunten.indymedia.org

Vergangenes Wochenende hat es in dem kleinen Ort Winterbach im Rems-Murr-Kreis einen Naziangriff gegeben, der von einer neuen Qualität rechter Gewalt hier in der Region zeugt. 30 Neonazis haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Gruppe jugendlicher Migrant_innen attackiert und versucht, diese umzubringen. Die Gruppe hatte sich in eine hölzerne Gartenhütte geflüchtet, welche der faschistische Mob daraufhin in Brand steckte. In letzter Sekunde gelang es den Jugendlichen zwar den Flammen, nicht aber den Angreifern zu entkommen. Mehrere Personen erlitten Rauchvergiftungen und teils schwere Verletzungen.

Am Sonntag den 17. April (15:00, Uhr Winterbach S-Bahnhof) organisiert die Initiative “Weiler schaut hin! e.V.” eine Demonstration gegen Nazigewalt und rechte Strukturen.

Wir rufen dazu auf, sich an dieser Demo zu beteiligen und organisieren eine gemeinsame Zug-Anfahrt aus Tübingen! Je mehr wir sind, desto besser und sicherer für alle, überlegt euch also zweimal, ob ihr euch in Kleingruppen mit Privat-PKWs oder kollektiv mit der Bahn bewegen wollt. Meldet euch bei uns für weitere Infos (kontakt [at] marxistische-aktion.de).

TREFFPUNKT für gemeinsame Anfahrt aus Tübingen: Sonntag, 17. April, 12:45 vor der Bahnhofshalle (Hbf)

Weitere Informationen: www.weiler-schaut-hin.de
JW-
Artikel: Großrazzia wegen Brandanschlag

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Lesekreis wird verschoben

Angesichts der Vorfälle in Winterbach haben wir uns entschieden, die erste Sitzung unseres aktuellen Lesekreises zum Thema Faschismustheorien um eine Woche zu verschieben und bitten um das Verständnis aller Interessent_innen. (Informationen, Texte und einen vorläufigen Sitzungsplan findet ihr unter: Lesekreis und AK Theorie.blogsport) In Zeiten, in denen unsere gemeinsame Praxis gefragt ist, dürfen wir uns nicht auf die reine Theorie zurückziehen! Unserer Ansicht nach würde sich der Zweck unserer theoretischen Arbeit ad absurdum führen, wenn wir, um sie zu ermöglichen, ruhig dabei zusehen müssten, wie Nazis ein paar Kilometer von hier mehrfachen versuchten Mord an Migrant_innen begehen!

Kommt also alle mit zur Demo, lesen können wir nächste Woche!

Kein Fuß breit den Faschisten!

Landesweite Demonstration “Keine Stimme der NPD!”
Samstag, 19. März 2011 | 13:00 Uhr
Vil­lin­gen, Bahn­hofs­vor­platz

Gemeinsame Abfahrt von Tübingen:
Treffpunkt Hauptbahnhof um 10:15 Uhr


Zur Land­tags­wahl in Ba­den-?Würt­tem­berg am 27. März 2011 wird auch die „Na­tio­nal­de­mo­kra­ti­sche Par­tei Deutsch­lands“ (NPD) an­tre­ten. In 68 von 70 Wahl­krei­sen ist es der Na­zi­par­tei ge­lun­gen, die je­weils not­wen­di­gen 150 Un­ter­stüt­zer­un­ter­schrif­ten zu sam­meln. Die NPD will als „Stim­me des Volkes“, als „so­zia­le Hei­mat­par­tei der Deut­schen“ in baden-württembergischen Kleinstädten punk­ten.

Jenseits ihrer sogenannten „Strategie der Wortergreifung“, die etwa mit der Teilnahme an öffentlichen Sportveranstaltungen oder geschulten Redebeiträgen in Diskussionen über Rechtsextremismus betrieben wird, kann die neonazistische Partei mit ihrer Wahlwerbung staatlich legitimiert ihre Hetze verbreiten.

Neonazis und deren Organisationen dürfen keine öffentliche Räume und Gelder zur Verfügung stehen!
Heraus zur antifaschistischen Demonstration am 19. März 2011 in Villingen!

Mehr Informationen über die Kampagne des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Baden-Württemberg (AABW) gibt es unter: http://lunte.indymedia.org/aabw

Kein Fußbreit den Faschisten!
Keine Stimme der NPD!

Rückblick auf die Blockade des Naziaufmarschs

Erneut ist es den Nazis nicht gelungen, ihren geschichtsrevisionistischen Aufmarsch zum Gedenken an die Opfer des Bombardements am 19. Februar in Dresden durchzuführen – viele tausend Antifaschist_innen haben dies am Samstag durch vielfältige Blockaden und Aktionen verhindert.

Der Stadtverwaltung Dresden, Justiz und Polizei kommen dabei kein Dank zu – die Nazis hatten kurz zuvor vom Verwaltungsgericht genehmigt bekommen, an drei Orten in Dresden aufmarschieren zu dürfen. Die Polizei war aufgerufen,  massiv gegen antifaschistische Gegenaktionen vorzugehen. Die Gegner_innen des Aufmarschs wurden schon im Vorfeld kriminalisiert und ihre Anfahrt nach Dresden behindert:

Nachdem große Teile des Buskonvois der Gegendemonstrant_innen keine Möglichkeit hatten von der Autobahnabfahrt in Richtung Südstadt/Altstadt zu gelangen, stiegen die Antifaschist_innen an der Autobahn aus und bewegten sich durch Felder und Vororte auf den über 8 km entfernten Stadtkern zu.

Trotz massivem Polizeieinsatz konnten die über 20 000 Gegner_innen des Aufmarschs verschiedene Blockadepunkte über den Tag hinweg halten und verhinderten mit spontanen Aktionen das Marschieren der insgesamt etwa 2000 Neofaschisten.

Während die Polizei mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray/Pepperball-Geschossen gegen Antifa-Demonstrant_innen vorging, hatten die Nazis vielerorts freie Hand, was Übergriffe auf linke Häuserprojekte, Privathäuser und Personen nach sich zog; ein Youtube-Video zeigt eine Attacke von rund 50 gewalttätigen Rechtsextremen auf “die Praxis” (ein linkes Haus- und Kulturprojekt), die bereits im letzten Jahr Opfer rechter Gewalt wurde. Die Polizei stand in diesem Jahr in Reichweite – und griff nicht ein.

Weitere Infos: junge Welt, 21.02.2011
Erste Videoauswertung des Bündnis “Dresden Nazifrei”: Bericht

Festzuhalten ist: Es war ein frustrierender Tag für das rechte Spektrum, deren Marsch nun schon im zweiten Jahr gestoppt werden konnte. Einen Dank an alle Antifaschist_innen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland, die vor Ort aktiv waren!

Kein Fußbreit den Faschisten!
No pasarán!

Im vergangenen Jahr am 13. Februar wurde mit entschlossenen Blockadeaktionen der größte Naziaufmarsch Europas in Dresden verhindert. Tausende von Menschen haben den Ort der Auftaktkundgebung der Nazis am Bahnhof Neustadt umzingelt und mit zahlreichen Aktionen den Marsch der Nazis unmöglich gemacht. Seit Jahren versuchen die Nazis die Bombardierung Dresdens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und an bestehende Mythen und die Gedenkkultur anzuknüpfen.

Für 2011 haben die Nazis angekündigt, mehrere Veranstaltungen zum Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Dresden durchzuführen. Aber auch in diesem Februar werden wir den geplanten Naziaufmarsch in Dresden nicht durchkommen lassen!

Wir rufen dazu auf, am 19. Februar 2011 mit nach Dresden zu kommen und sich den Nazis in den Weg zu stellen! Sie werden nicht durchkommen! ¡No Pasarán!

Bustickets nach für die Fahrt von Tübingen nach Dresden gibt es unter anderem an unserer Veranstaltung am 9. Februar oder unter: http://antinazibus.blogsport.de/

Mittwoch,den 09.Februar 2011
ab 19.00 Uhr (mit VoKü)
Schelling-Hausbar

Veranstaltung im Gedenken an den kürzlich verstorbenen Interbrigadisten Josef Eisenbauer

Der Genosse Josef Eisenbauer war ursprünglich von uns und der VVN-BdA nach Tübingen eingeladen worden, um über sein Leben und insbesondere die Zeit als Interbrigadist im Spanischen Bürgerkrieg zu berichten. Leider starb er am 10. Dezember im Kreise seiner Familie in Wien.

Einen ausführlichen Nachruf haben wir hier veröffentlicht.

Wir möchten den Abend dazu nutzen, mit einer Themeneinführung zum Spanischen Bürgerkrieg und dem Film “Brigadistas” an die Frauen und Männer der Internationalen Brigaden und ihren Kampf gegen den europäischen Faschismus zu gedenken.

“Brigadistas” – Ein Dokumentarfilm von Daniel Burkholz

Im Juli 1936 putschte das Militär gegen die Spanische Republik. Aus der ganzen Welt kamen über 40 000 Freiwillige nach Spanien und kämpften in den Internationalen Brigaden gegen den Faschismus und General Franco .

70 Jahre nach Beginn des Spanischen Bürgerkriegs kehren die letzten noch lebenden internationalen Kämpfer_innen nach Spanien zurück. Die Brigadistas, 36 Frauen und Männer – die Jüngste 86, der Älteste 99 Jahre alt, unter ihnen auch Josef Eisenbauer –, begeben sich auf eine Reise, die sie von Madrid über Zaragossa nach Barcelona quer durch Spanien führt. Sie berichten über das Erlebte und wollen ihre Ideen und Ideale weitergeben.

“Dem Film gelingt es vor allem, die Erklärung der Spanienkämpfer an die Nachgeborenen festzuhalten. Er verbindet lebendige Zeugnisse der Geschichte mit einem Einblick in das Spanien und einen Teil der antifaschistischen Bewegung von heute. [...] ” (Filmreview auf der Homepage des Verleihs)

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der VVN-BdA Tübingen-Mössingen (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten).

Es gibt vor dem Film auch Tickets für die Busfahrt nach Dresden zu erwerben, um dort am 19.2. gemeinsam den Naziaufmarsch zu stoppen.

Als Antifaschist_innen betrachten wir es als unsere Aufgabe, die Erinnerung an Menschen wie Josef Eisenbauer – an ihren Mut, ihre Konsequenz und ihre Entschlossenheit – lebendig zu halten und weiter zu tragen. Ihrem Andenken sehen wir uns verpflichtet!

Hoch die internationale Solidarität!

¡No Pasarán!

#INFO-Seite online!

Alle #INFO-Broschüren der MAT gibts zum Download unter infomat.blogsport.de