Lesekreis

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Archiv für die Kategorie „Antifaschismus“

Es braucht keinen „Trauermarsch“ in Dresden, um den Geschichtsrevisionismus der Nazis zu erkennen. Eine Instrumentalisierung und konsequente Umdeutung der Geschichte zu ihren Nutzen, eint, als ein Charakteristikum unter vielen, die faschistischen Bewegungen seit ihrem Aufkommen und Entstehen.

Mit dem Ziel, eine konsequente Umsetzung der Interessen des Finanzkapitals zu gewährleisten und die Zerschlagung der ArbeiterInnenbewegung bei gleichzeitiger Etablierung einer eigenen Massenbasis voran zu treiben, konstruieren Nazis eine völkisch aufgeladene Körperschaft, welche biologistisch-rassistisch begründet und durch eine gewisse Historie legitimiert werden soll. Gepaart ist diese Zielsetzung meist mit eliminatorischem Vorgehen gegen die politischen GegnerInnen und Menschengruppen, die nicht in ihr, auf Inklusion und Exklusion basierendes Weltbild passen. Damit ist das menschenverachtende und gewalttätige Moment geschichtsverfälschender Tendenzen enttarnt, und mahnt alle zur Gegenwehr!

Aus Dresden lernen!

Mit einer seit 1994 regelmäßig stattfindenden „Mahnwache“ wird am 23. Februar 2012 in Pforzheim wieder der Versuch unternommen, reaktionäres und geschichtsverfälschendes Gedankengut salonfähig zu machen und den Verlauf der Geschichte umzukehren. Ähnlich der Versuche in Dresden, werden die antifaschistischen, militärischen Abwehrkämpfe der Alliierten als Verbrechen deklariert und es wird der „deutschen Opfer der Luftangriffe“ gedacht. Diese „Gedenkfeier“ stellt einen Zentralen Punkt faschistischer Umtriebe in der Region dar, und es gilt diese zu verhindern! Lasst uns Dresden zum Vorbild nehmen, und den Nazis einen wahren Grund zum Trauern liefern. Beteiligt Euch am antifaschistischen Protest in Pforzheim – Lasst uns gemeinsam, mit allen Mitteln, den Nazis in die Suppe spucken!

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Demobeginn 17:30 Uhr Pfälzer Platz, Pforzheim

Zugtreffpunkt für eine gemeinsame Anreise nach Pforzheim:

23.02.2012 14:45 Uhr Tübinger Bahnhof (Abfahrt 15:05 Uhr)

Mit einer Demonstration am 25. Februar in Schorndorf, unter dem Motto: „Laut gegen rechte Gewalt„ soll an jenem Tag auf die Gewalttätigkeit faschistischer Umtriebe hingewiesen und die dort ansässigen Menschen für einen entschlossenen antifaschistischen Abwehrkampf sensibilisiert werden. Unlängst wurde in Winterbach, im Rems-Murr-Kreis, eine Gartenhütte von Nazis in Brand gesteckt, nachdem sich Menschen in diese geflüchtet hatten, in der Hoffnung, so den Nazischlägern zu entkommen. Aber auch Waffenfunde bei organisierten Nazis im Backnanger Raum, NPD-Konferenzen in Korb und mehrere größere faschistische Feiern in Weiler, Winnenden oder Aspach haben im vergangenen Jahr gezeigt, dass Nazis den Kreis intensiv für ihre gefährlichen Aktivitäten nutzen. Den Versuchen der Nazis in dieser Region Fuß zu fassen, stellen wir einen entschlossenen antifaschistischen Abwehrkamp entgegen und rufen zur kämpferischen Teilnahme an dieser Demonstration auf!

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Demobeginn 16: 30 Uhr Bahnhof, Schorndorf

Zugtreffpunkt für eine gemeinsame Anreise nach Schorndorf:

25.02.2012 14:45 Uhr Tübinger Bahnhof (Abfahrt 15:00 Uhr)

Antifaschistischen Widerstand organisieren!
Am 18. Februar 2012 planen mehrere tausend Faschisten aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus in Dresden aufzumarschieren. Der jährlich stattfindende Aufmarsch hat seine Anfänge Ende der 90er Jahre und ist schon lange eines der zentralen Events der deutschen und europäischen Naziszene. Der Anlass ist die Bombardierung Dresdens durch die Alliierten am Ende des 2. Weltkrieges. Die Nazis versuchen im Rahmen ihrer Aktionen von den Verbrechen ihrer historischen Vorläufer abzulenken, diese zu relativieren und Nazideutschland in eine Opferrolle zu versetzen.

Dank vielfältigem antifaschistischem Protest konnten die Faschisten in den Jahren 2010 und 2011 erstmals nicht wie geplant marschieren. Mehrere tausend Antifaschist_innen verhinderten mit Blockaden und direkten Aktionen trotz riesigen Polizeiaufgeboten den Aufmarsch der Faschisten. Positiv war vor allem, dass sich tausende engagierte Antifaschist_innen aus einem sehr breiten Spektrum in den letzten beiden Jahren mit der Teilnahme an Blockaden das Recht nahmen, durch zivilen Ungehorsam den vom Staat vorgegebenen Aktionsrahmen zu überschreiten. In den letzten Jahren stellte sich heraus, dass es gerade das Zusammenspiel von antifaschistischen Aktionen auf verschiedenen Ebenen ermöglichte, die Polizeikräfte derart zu binden und zu desorganisieren, dass einer Demo der Faschisten keinen Schutz mehr geboten werden konnte.

Zum ganzen Aufruf:  Bitte hier weiterlesen

Auf nach Dresden!
Mit einer gemeinsamen Mobilisierung gegen den Dresdner Naziaufmarsch im Februar 2012 knüpfen wir an die vielseitigen Erfahrungen der letzten Jahre an. Nach dem großen öffentlichen Aufschrei infolge der Aufdeckung rechtsterroristischer Strukturen, die einen festen Teil des Geflechts aus Kameradschaften und NPD bilden, gilt es gerade jetzt mit einer starken antifaschistischen Gegenwehr auf Naziaktivitäten zu antworten.
Während faschistische Terrorzellen mit staatlicher Unterstützung fleißig an der Umsetzung ihrer mörderischen Ideologie arbeiten, setzt derselbe Staat alles daran, antifaschistischen Protest mit umfangreichem Engagement zu behindern, zu diffamieren und zu kriminalisieren.
Es gibt keinen Grund in diesem rechts offenen Sumpf nach Beistand zu suchen: Der entschlossene und aufrichtige Kampf gegen Nazis muss sich gegen staatliche Angriffe verteidigen können und alle NazigegnerInnen zu einem solidarischen, selbstbestimmten und offensiven Handeln ermutigen.

Lasst uns dafür Strukturen schaffen – nutzen wir unsere gemeinsame Stärke!
Machen wir Dresden auch im Jahr 2012 zu einem Symbol für organisierte antifaschistische Gegenwehr! Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Mobilisierungs – und Infoveranstaltungen in der Region:

1. Februar 2012      Schelling-Hausbar     20 Uhr
3. Februar 2012  
   Zelle Reutlingen         20 Uhr

Dort erhaltet Ihr alle Infos und Material, sowie Karten für den Bus aus Tübingen!
Achtet auf weitere Ankündigungen, hier auf unserer Homepage und auch unter:
www.antifareisen.tk und www.antinazibus.blogsport.de.

Das Jahr 2011 war geprägt von vielfältigen Aktionen, von kämpferischen Demonstrationen und zahlreichen Veranstaltungen mit antifaschistischen, antimilitaristischen oder frauenkämpferischen Inhalten. Wir möchten uns bei allen bedanken, mit denen wir 2011 gemeinsam in Tübingen, Berlin, München, Heilbronn, Dortmund, Bonn oder Dresden aktiv waren, die unsere Veranstaltungen besucht oder mit uns den Prozess von unserem Genossen Chris in Stuttgart begleitet haben. Wir freuen uns, dass die mehr als vier Monate andauernde Untersuchungshaft gegen ihn endlich am 19. Dezember außer Kraft gesetzt wurde, rufen aber weiterhin dazu auf, den Prozess zu verfolgen und der Kriminalisierung von Antifaschist_innen und linken Kräften entschlossen entgegenzutreten!

Eine gute Gelegenheit, Solidarität mit den Betroffenen staatlicher Repression zu zeigen, ist die Silvesterdemo in Stuttgart. Nähere Infos dazu unter: http://silvesterdemo0711.tk/.
Dort findet ihr auch nochmals einen chronologischen Rückblick auf Ereignisse und Mobilisierungen der vergangenen Monate.

Damit kommen wir auch schon zum Ausblick auf ein revolutionäres Jahr 2012:
am 15. Januar findet in Berlin die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration statt: auf der Homepage der Demo finden sich Aufruf, Infos über die
Anfahrtsmöglichkeiten mit Bussen etc.: http://www.ll-demo.de

Am 4. Februar werden wieder viele von unseren Genoss_innen in München unter dem Motto “kein Frieden mit der NATO – kein Frieden mit
dem Kriegsgeschäft” gegen die Sicherheitskonferenz (SIKO) protestieren. Informationen in Kürze auf unserer Homepage und unter: http://sicherheitskonferenz.de

Außerdem schon eine Vorabinfo für den 18. Februar: auch in diesem Jahr gilt es wieder, den größten Naziaufmarsch Europas in Dresden zu verhindern! Schaut am besten regelmäßig hier auf der Homepage vorbei, wir werden euch über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Für ein revolutionäres 2012!
Für den Kommunismus!

Faschistische Umtriebe verhindern!

Am 1. Oktober 2011 wurde ein Antifaschist in Riegel (Ortenau) angefahren und dabei schwer verletzt. Am Steuer des Autos saß der regional bekannte Nazi Florian Stech. Von einem herkömmlichen Verkehrsunfall kann nicht gesprochen werden. Offenbar in Tötungsabsicht, oder zumindest schwerste Verletzungen von Menschen billigend in Kauf nehmend, beschleunigte der Angreifer sein Fahrzeug, nachdem er eine Gruppe von Antifaschisten auf einem Parkplatz erspäht hatte, und lenkte es mitten in diese hinein. Ein Antifaschist, welcher nicht rechtzeitig ausweichen konnte, wurde dabei von dem Auto des Angreifers erfasst und über dieses geschleudert. Dabei zog er sich Prellungen, mehrere Hämatome und eine Blutung im Gehirn zu. Er musste auf der Intensivstation, unter künstlicher Beatmung, behandelt werden. Dieser Angriff zeugt von größter Brutalität und weist auf das hohe Potential von Gewaltbereitschaft faschistischer Gruppen – nicht nur in Baden-Württemberg – hin. Denn er ist leider kein Einzelfall:

Unlängst wurde in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) eine Gartenhütte von Nazis in Brand gesteckt, nachdem sich Menschen in diese geflüchtet hatten, in der Hoffnung, so den Nazischlägern zu entkommen. Nachhaltige schwere Verletzungen am und im Auge erlitt auch ein Antifaschist in Leonberg, als auf ihn aus unmittelbarer Entfernung mit einer Gaspistole gefeuert wurde. Auch hier war der Täter ein bekannter Nazi aus der örtlichen Szene. Ende September kam es – so das Infoportal Indymedia – im Raum Balingen sowie in Albstadt-Ebingen (Zollernalbkreis) zu schweren neonazistischen Messer-Attacken. Der Zollernalbkreis wurde in der Vergangenheit häufig zum Schauplatz gewalttätiger und bewaffneter Übergriffe – hier gilt es, lokale antifaschistische Strukturen zu stärken und entschlossen Widerstand zu leisten.

Zeitgleich geraten Antifaschist_innen immer mehr in das Visier der “Staatsschützer”: Mit dem Prozess gegen den Stuttgarter Antifaschisten Chris (hier zu unserer Solidaritäts-Erklärung) oder aktuell laufenden Prozessen vor dem Heilbronner Amtsgericht gegen Personen, die sich an den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai 2011 in Heilbronn beteiligte hatten, werden diejenigen kriminalisiert und verurteilt, die sich aktiv gegen die menschenverachtende Hetze der Nazis einsetzen.

Es ist Zeit zu handeln! Antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren ist wichtiger denn je, denn am 22. Oktober 2011 wollen erneut Nazis in der Region Ortenau/Südbaden marschieren. Der Aufmarsch war zuvor in Offenburg geplant, nun mobilisieren die Nazis – insbesondere die Gruppen „Freien Kräfte Ortenau“ und „Kameradschaft Südsturm Baden (KSB)“ – unter dem Motto “Gegen linken Terror – Nationalen Sozialismus erkämpfen!” auf 12 Uhr an den Bahnhof in Emmendingen. Dabei fällt dieses Datum auf den Jahrestag der Deportation von 6000 badischen Jüdinnen und Juden, und entlarvt somit die eigentliche, zutiefst antisemitische Motivation dieser Demonstration.

Wir rufen deshalb alle Menschen dazu auf, am 22. Oktober 2011 nach Emmendingen zu kommen!

Bei Interesse an einer gemeinsamen Anreise meldet euch per Mail: kontakt [at] marxistische-aktion.de

Dieser Naziaufmarsch muss mit allen Mitteln verhindert werden! Kein Fußbreit den Faschisten! Keine Basis und keine öffentliche Plattform für ihre menschenverachtende Hetze. Gegen jeden Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus. Antifaschismus auf allen Ebenen, als legitimes und notwendiges Mittel und Teil unseres Kampfes für eine befreite, klassenlose Gesellschaft.

Nie wieder Faschismus!

Weitere Infos unter:

http://www.antifa-ortenau.tk/

http://www.enough-is-enough.tk/

http://aufbau.redio.de/

Die VVN-BdA Tübingen Mössingen, der DGB Arbeitskreis Tübingen, die GEW-Fachgruppe Hochschule und die Marxistische Aktion Tübingen laden ein:

Lesung „Das Schafott“ mit Lothar Letsche
Donnerstag, 13. Oktober 2011, 20:00 Uhr

ClubVoltaire   I   Haaggasse 26b   I   Tübingen

Über Buch und Autor:
Curt Letsche (1912-2010), Buchhändler und Verleger, wirkte als Nazigegner in mehreren Gruppen des bürgerlichen und religiösen Widerstands und wurde 1940 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Haft verbrachte er im Zuchthaus in Ludwigsburg. In dem Buch spiegeln sich Curt Letsches Erinnerungen an ein Erlebnis im Zuchthaus im Faschismus wider. Er bekam mit, wie es gegen Kriegsende dort Bestrebungen gab, politische Gegner im Zuchthaus selbst auf dem Schafott hinzurichten. Nach 1945 betätige er sich wiederum als Verleger im heutigen Baden-Württemberg und siedelte 1957 in die DDR um. Curt Letsche wurde ein erfolgreicher Autor von Kriminalromanen, utopischen Romanen und drei Erzählungen, die eigene Erlebnisse aus dem Widerstand verarbeiten.

Der Roman „Das Schafott“ erzählt die Geschichte des kommunistischen Widerstandskämpfers Andreas Weller, der kurz vor Kriegsende von einem Staatsanwalt der NS-Justiz wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt wird.

Einigen Mithäftlingen gelingt es jedoch, die Aufstellung eines Schafotts im Zuchthaus Ludwigsburg zu verhindern und den Todeskandidaten zu retten. Das Vorbild für die Romanfigur ist der KPD-Politiker Oskar Andreas Wössner (1898-1942) aus Schramberg, der wegen der Weitergabe eines Zettels an einen Mithäftling im Zuchthaus Ludwigsburg zum Tode verurteilt und anders als im Roman auch tatsächlich hingerichtet wurde.

Anlässlich der Neuauflage des Romans „Das Schafott“ liest Lothar Letsche aus dem Buch seines Vaters.

Die Marxistische Aktion informiert bei der Veranstaltung über die bevorstehenden antifaschistischen und antimilitaristischen Aktivitäten in der Region.

Hier gibt es den Flyer zum Download: 13. Oktober: Lesung „Das Schafott“.

Unsere ersten Glückwünsche gehen an die Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI) für ihr 15-jähriges Bestehen. Durch die antimilitaristische Zusammenarbeit bei Veranstaltungen und Protesten -  z.B. dem Ringen um die Einhaltung der universitären Zivilklausel -  und ihre Erstellung umfassender Analysen deutscher (Wirtschafts-)Interessen an internationalen Kriegen und Konflikten ist die IMI ein wichtiger Bezugspunkt für unsere politische Arbeit in Tübingen. Auch hat die IMI den diesjährigen Aachener Friedenspreis erhalten, wozu wir ebenfalls herzlich gratulieren.

Mehr Infos zur Arbeit der IMI, aktuellen Veröffentlichungen und Kongressen gibt es unter: http://www.imi-online.de/

Doch das ist noch nicht alles!
Wir freuen uns sehr über die Neugründung der Bunten Antifa Mössingen (BAM), die von nun an in direkter Nachbarschaft jungen Antifaschist_innen eine gemeinsame politische Praxis bieten möchte. Im Selbstverständnis der Gruppe heisst es:

“Wir wollen Mössingen eine antifaschistische Basis für alle jugendlichen, politikinteressierten Menschen geben, die sich gegen Nazis und jede Form der rechten Gewalt engagieren wollen und die Bevölkerung darüber aufklären, dass auch hier in dieser beschaulichen Stadt die Rechten ein Problem sind, dem man sich entschlossen in den Weg stellen muss. [...] Wir stehen in Mössingen gewissermaßen in einer langen Tradition im Kampf gegen den Faschismus: Am 30.01.1933 trat Mössingen als einzige Kommune in ganz Deutschland in den Generalstreik, um sich gegen die Machtübertragung auf Hitler zu wehren. Das haben leider sehr viele Menschen hier vergessen und auch das wollen wir zurück in die Köpfe der Menschen holen.”

Wir schicken herzliche und solidarische Grüße an die Genossinnen und Genossen in Mössingen und Umgebung und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

In diesem Sinne: Alerta Alerta Antifascista!


UPDATE:  Wir bieten für den Freitagabend (02.09.) eine  gemeinsame Zuganreise  ab Tübingen  an. Wer also bereits ein BusTicket für die Dortmundfahrt erworben hat und mit uns zusammen nach Stuttgart fahren möchte, melde sich bitte per Mail (kontakt [at] marxistische-aktion.de) um den genauen Zeitpunkt zu erfahren.

Seit 2005 veranstalten die Neonazis in Dortmund einen „Nationalen Antikriegstag“. Sie wollen durch vermeintliche Antimilitarismus- und Antiimperialismusparolen Zustimmung in der Bevölkerung erreichen. Zwischenzeitlich kamen bis zu 1.000 Neonazis zur Demonstration. Erst der politische Druck der AntifaschistInnen sorgte dafür, dass die Neonazis „nur“ noch eine Kundgebung im Hafen durchführen dürfen – unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Auch wenn es sich bei dieser Entwicklung ganz klar um einen Erfolg der AntifaschistInnen handelt, darf nicht vergessen werden, dass es sich bei der Dortmunder Neonazi-Szene um eine der aktivsten und gefährlichsten in ganz Deutschland handelt. Sie gilt als Hochburg der „Autonomen Nationalisten“ und immer wieder kommt es zu Übergriffen auf MigrantInnen und AntifaschistInnen. Ein trauriger Höhepunkt war der Mord an dem Punk Thomas Schulz vor sechs Jahren.

 

Wir rufen deshalb dazu auf, am 3. September mit nach Dortmund zu kommen und den Neonazis entschlossen und kämpferisch entgegenzutreten! Kein Fußbreit den Faschisten!

 

Mobi-Hausbar mit Busfahrkartenverkauf
*Mittwoch, 24.08. ab 19 Uhr in der Schellingstraße 6*
Mit veganer Vokü und Film

 

Aktuelle Informationen und der Aufruf des Bündnisses “Dortmund stellt sich quer!” 

Aufruf des Antifaschistischen Antimilitaristischen Aktionsbündnisses (3A)

Solidarität ist eine Waffe – und Widerstand ist nicht umsonst! Nach allen größeren Mobilisierungen und Protestaktionen bleiben Gruppen auf Kosten für Flyer, Plakate, Technik, Transport usw. sitzen, Genoss_innen sind von Repressionskosten betroffen, oft ist nach Aktionen  juristischer und politischer Beistand nötig. Damit unsere Strukturen weiter wachsen und unser Widerstand immer wirksamer werden kann, bedarf es besonders im Bereich Antifaschismus breiter Solidarität. Deshalb geht der Erlös der Party an die Gruppen und Bündnisse, die am 1. Mai 2011 die Proteste und Blockaden gegen den Naziaufmarsch in Heilbronn getragen haben. Es wird eine hoffentlich große Feier mit veganer Vokü (bei schönem Wetter grillen wir im Freien), unseren berühmt berüchtigten Cocktails, einem grandiosen Konzert (analog, live und direkt aus Kalifornien) und später viel guter Musik aus der Konserve, u.a. CumbiaDigital, Tropical Bass und anderes feines elektronisches!

Kommt zahlreich! Zeigt euch solidarisch! Feiert mit uns!

Heilbronn Solifest mit veganer Vokü und Konzert
*21. Juli 2011 ab 19 Uhr*
Ludwigstraße 15 in Tübingen

Am kommenden Dienstag findet an der Uni Tübingen ein Vortrag des Soziologen und Journalisten Robert Andreasch statt, der sich mit „Schnittstellen zwischen bürgerlichen und neofaschistischen Rechten – Rechte Netzwerke in Süddeutschland“ auseinandersetzt. Robert Andreasch ist seit vielen Jahren auch für die Antifaschistische Informations- Dokumentations- und Archivstelle München (a.i.d.a. e.V.) tätig, die neonazistische Umtriebe in Süddeutschland beobachtet und dokumentiert. Der Vortrag gibt Einblick in die personelle und inhaltliche Zusammensetzung der regionalen Nazi-Strukturen.

Dienstag, 05.07.2011, 20 Uhr
Neue Aula, Hörsaal 5, Universität Tübingen

Veranstalter: Die Stipendiatengruppe der Hans-Böckler-Stiftung Tübingen und andere.

Aus dem Bündnisaufruf:

Vom 2. bis zum 5. Juni plant die rechtspopulistische Vereinigung „Bürgerbewegung Pax Europa e.V.“(BPE) zusammen mit der Gruppe „pi-news Stuttgart“ einen bundesweiten „islamkritischen Kongress“ und mehrere öffentliche Aktionen in Stuttgart durchzuführen.

Diese Organisationen verbreiten rassistische Vorurteile und schüren Ängste unter dem Vorwand der „Islamkritik“. Trotz vorgeblicher Distanzierungen zum rechten Rand arbeitet BPE europaweit mit offen rassistischen und sozialdarwinistischen Organisationen zusammen. Bei ihren Argumentationen bedient sie sich altbekannter rassistischer Hetze und verknüpft Forderungen nach einem Law-and-Order Staat mit hohlen Phrasen von Freiheit und Demokratie.

2. Juni- Antirassistische Demo
14 Uhr, Lautenschlagerstraße Stuttgart
…danach: Protest gegen rechte Kundgebung auf dem Schlossplatz!
Treffpunkt zur Bahnfahrt ab Tübingen: 12:45 Uhr am Bahnhof

4. Juni- Kundgebung gegen BPE und PI
10 Uhr, Vor dem Bürgerzentrum Feuerbach
Treffpunkt zur Bahnfahrt ab Tübingen: 08:45 Uhr am Bahnhof

Egal, in welchem Gewand er auftritt: Rassismus kann nicht geduldet oder akzeptiert werden! Deshalb: Beteiligt euch an der antirassistischen Demo und den Protestaktionen gegen die Rechtspopulisten!

Gemeinsam gegen Rassismus – die rechten und rassistischen Veranstaltungen vom 2. bis 5. Juni in Stuttgart verhindern!

Mehr Informationen zum Bündnis “no racism in stuttgart“:
http://noracismstgt.blogsport.de/ Auch das Stuttgarter Stadtmagazin “Lift” hat einen sehr lesenswerten Artikel über das Treiben der Rassisten am Wochenende veröffentlicht.

UPDATE: Die Durchführung der BPE-Kundgebung am Donnerstagnachmittag auf dem Schlossplatz wurde trotz massiver Polizeigewalt und zahlreicher verletzter Antirassist_innen verhindert! Erste Informationen und Bilder zu den Protesten auf dem Internetportal Indymedia http://linksunten.indymedia.org/de/node/40870 und dem Infoticker  auf Twitter #norastuttgart.

#INFO-Seite online!

Alle #INFO-Broschüren der MAT gibts zum Download unter infomat.blogsport.de