Lesekreis

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Zur Erinnerung:

am Mittwoch, 30.11. 2011
ab 20:00 Uhr

findet eine Mobiveranstaltung gegen die Afghanistan-Konferenz in Bonn in der Hausbar des Wohnprojekt Schellingstraße statt. Wir mobilisieren auf die bundesweite Demonstration „Sie reden von Frieden, Sie führen Krieg – Truppen raus aus Afghanistan!“ am Samstag, 3. Dezember. Es gibt ab 19:00 Uhr leckere Vokü, ab 20:00 Uhr einen Vortrag von der IMI zum Thema Afghanistan sowie Mobi-Infos, leckeren Glühwein und danach Musik.

Achtung:
Bustickets für die Fahrt ab Tübingen könnt ihr NUR an dem Tag kaufen.
Das Ticket kostet 20€, Solipreis 25€. Spenden für den Bus oder Patenschaften für Mitfahrer_innen nehmen wir auch gerne entgegen.
Das Vokü-Geld geht ebenfalls in den Bus. Kommt also zahlreich, esst viel und fahrt mit!

Auf nach Bonn gegen die Kriegskonferenz!
Klasse gegen Klasse – Krieg dem imperialistischen Krieg!

Internationale Solidarität gegen imperialistische Kriege und Besatzung!

Am 5. Dezember lädt die Bundesregierung zur zweiten Afghanistankonferenz nach Bonn auf den Petersberg und in den alten Bundestag ein. Vor 10 Jahren wurde auf der Petersberger Konferenz der Regimewechsel von den reaktionären Taliban zum korrupten failed state unter Hamid Karzai in Afghanistan beschlossen.

Nun kommen die kriegsführenden Nationen erneut zusammen, um über die Zukunft von Afghanistan, über Krieg und Besatzung zu beraten. Die Bundesregierung gibt vor, einen „politischen Prozess zur Stabilisierung des Landes“ und eine „Übergabe der Verantwortung an die afghanische Regierung“ vorbereiten zu wollen, in Wirklichkeit geht es jedoch darum, die imperialistische Interventions- und Besatzungspolitik auch nach teilweisem Truppenabzug mit anderen Mitteln fortzuführen.

Das [3A]-Bündnis organisiert gemeinsam mit der Interventionistischen Linken (IL) einen internationalistischen Block auf der bundesweiten Demonstration am 3. Dezember:

Bundesweite Demonstration
„Sie reden von Frieden, Sie führen Krieg – Truppen raus aus Afghanistan!“
Samstag, 3. Dezember
11:30 Uhr | Kaiserplatz | Bonn

Unser Protest richtet sich gegen die imperialistischen Kriege und Besatzung der NATO, unter der Führung der BRD, USA und weiterer EU Staaten in Afghanistan, im Irak, am Horn von Afrika, in Libyen und wo auch immer ihre Kriegsmaschinerie im Einsatz ist.

Für uns ist klar: Es gibt keine „humanitäre Intervention“ der imperialistischen Mächte. Es geht ihnen nicht um den Schutz der Bevölkerung sondern um Sicherung ihrer Interessen, seien es Rohstoffe, Absatzmärkte, ungehinderter Warenverkehr, geostrategischer Einfluss, ordnungspolitische Interessen oder Migrationskontrolle.

Der Kapitalismus ist in der Krise und weltweit kommt es zu Aufständen gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Entrechtung. Die Revolten in der arabischen Welt haben die Hoffnung auf eine andere Welt erneut entflammt und Proteste überall auf der Welt inspiriert. Es gilt unsere internationale Solidarität mit den fortschrittlichen Protestbewegungen weltweit zu zeigen.

Überall da, wo die Bundeswehr rekrutiert und für ihre weltweiten Einsätze die Werbetrommel rührt, muss sie mit unserem Widerstand rechnen. Es gibt kein ruhiges Hinterland für die deutsche Rüstungsindustrie und ihre blutigen Geschäfte. Eine eindeutige Position gegen den imperialistischen Krieg zu beziehen und auf verschiedensten Ebenen gegen Militarisierung und Krieg aktiv zu werden ist dringend notwendig. Deshalb mobilisieren wir gegen die Kriegskonferenz in Bonn und rufen alle dazu auf sich an den Aktivitäten zu beteiligen:

Krieg dem imperialistischen Krieg!
Hoch die internationale Solidarität!

Bündnisaufruf und weitere Informationen:  [3A] * Revolutionäres Bündnis
Das aktualisierte Factsheet der IMI e.V.:   “Afghanistan – Das Drama in Zahlen”

Am 30.11. wird eine gemeinsame Veranstaltung mit der Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI) stattfinden. Dort gibt es neben einem Input-Vortrag auch weitere Informationen zu Fahrt und Demo. VoKü ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr  | Hausbar Schellingstraße 6

In seinen neuesten Auslassungen „Kurzes Statement zum neuesten MAT-Text“ wirft der „AK Linke Irrwege“ uns vor:

Inhaltlich hat die neueste Veröffentlichung der „Marxistischen Aktion Tübingen“ (MAT) nichts wirklich Neues zu bieten. Neu jedoch ist, das explizit Personen Gruppen zugeordnet und benannt werden. Der Text bezieht sich auf die linken Gruppen „AK Linke Irrwege“, die „Antifa Reutlingen-Tübingen“, den Tübinger Infoladen und „Emanzipation & Frieden“ aus Stuttgart. Mehrmals wird szene-internes Wissen der Online-Öffentlichkeit preisgegeben. Darunter finden sich zwar mehrmals auch falsche Angaben, aber das ändert nichts daran dass hier Personen in Antifa-Manier geoutet werden. Da wird die örtliche Antifa-Gruppe im Epplehaus verortet, ein antifaschistischer Autor und Referent wird zwei Gruppen als Mitglied zugeordnet, für die er offiziell nur als Referent aufgetreten ist, und sein Name wird explizit als Pseudonym gekennzeichnet. Repressions-Organe und Rechte klatschen bei solch einem Offenbarungs-Eifer natürlich hocherfreut in die Hände.

Von unserer Seite aus sehen wir die Auseinandersetzung mit dem „AK Linke Irrwege“ eigentlich als beendet an – in unserer Broschüre „Good bye, Lenin!“ – revisited. Irre geworden an der Linken. Neokonservative Herrschaftsideologie hinter linken Masken – eine Kritik am Beispiel des „AK Linke Irrwege“. Ein Lehrstück aus Tübingen haben wir die unlauteren Methoden, die der Arbeitskreis zum Zwecke der Diffamierung unserer Gruppe anwendet, einer ausführlichen und erschöpfenden Kritik unterzogen.

Die Vorwürfe, die der AK nun gegen unsere Gruppe erhebt, zwingen uns aber leider dazu, nochmals öffentlich Stellung zu nehmen.

Wir wehren uns entschieden gegen diese Vorwürfe. Interne linke Strukturen oder gar Namen haben wir niemals öffentlich gemacht. Die einzigen Namen aus der Tübinger „linken Szene“, die in unserer Broschüre vorkommen, sind die beiden jener Protagonisten des Arbeitskreises, unter denen sie selbst im öffentlichen Raum und im Internet für den „AK Linke Irrwege“ auftreten; wir haben lediglich Informationen verarbeitet, die von den betreffenden Personen selbst öffentlich gemacht worden sind oder die für alle frei im Internet zugänglich sind; die jeweiligen Quellen sind dabei für alle nachprüfbar stets in Fußnoten angegeben.

[Ganzen Text lesen]

Dass weder im Umfeld des Veranstaltungsortes der Vortragsreihe des „AK Linke Irrwege“, dem Jugendzentrum Epplehaus, eine kritische Reflexion über die unlauteren Methoden, die der Arbeitskreis gegen uns anwendet, stattzufinden scheint, noch die Moderator_innen von Tue-Info so unvoreingenommen sind, die Vorwürfe, die der Arbeitskreis gegen uns erhebt, selbst zu prüfen, bevor sie in unsere auf dem Infoportal veröffentlichten Beiträge pfuschen und beschließen, den Link zu unserer neuen Broschüre zu entfernen, „da in der verlinkten Broschüre Namen auf eine Weise linken Gruppen zugeordnet werden, die unserer Meinung nach nicht unbedingt für die Internetveröffentlichung angebracht ist“, finden wir bedauernswert, aber leider auch symptomatisch für diese „Szene“, welche bei der Wahl zwischen der sachlichen Auseinandersetzung und den billigsten Mitteln der Diffamierung letzteren stets den Vorzug zu geben scheint.

Antikapitalistische Demonstration gegen den G20-Gipfel in Cannes

Nach­dem be­reits im Mai 2011 der G8-Gip­fel im fran­zö­si­schen De­au­vil­le statt­ge­fun­den hat, werden sich die Re­gie­rungs- und Fi­nanz­chefs der 20 mäch­tigs­ten In­dus­trie- und Schwel­len­län­der am 3. und 4. November 2011 im fran­zö­si­schen Can­nes tref­fen. Ge­mein­sam mit Ver­tre­tern des In­ter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF) und der Welt­bank (WB) set­zen sich die Staats­ober­häup­ter der „Grup­pe der 20″ (G20) zusammen, um welt­wei­te „Kri­sen­be­wäl­ti­gungs­maß­nah­men“ in Form von So­zi­al­ab­bau, Spar­dik­tat und im­pe­ria­lis­ti­schen In­ter­ven­tio­nen zu ko­or­di­nie­ren.

Aus dem Aufruf:

Seit die G8-Tref­fen, nicht zu­letzt durch zu­neh­men­de Gip­fel-Pro­tes­te der glo­ba­li­sie­rungs­kri­ti­schen Be­we­gung, immer mehr in eine Le­gi­ti­ma­ti­ons­kri­se ge­ra­ten, wer­den sie nun nach und nach von den G20 ab­ge­löst. Gerne wird be­haup­tet, dass die Frage der Le­gi­ti­ma­ti­on nun kein Thema mehr sei, da die G20 nun ja 2/3 der Welt­be­völ­ke­rung re­prä­sen­tie­ren wür­den. Im we­sent­li­chen han­delt es sich je­doch um die Re­gie­run­gen der rei­chen ka­pi­ta­lis­ti­schen Staa­ten, die hier am Tisch sit­zen und im Sinne der be­sit­zen­den Klas­se han­deln und nicht im Sinne von 2/3 der Welt­be­völ­ke­rung. Die welt­wei­te Durch­set­zung des neo­li­be­ra­len Ka­pi­ta­lis­mus macht ge­leb­te in­ter­na­tio­na­le So­li­da­ri­tät not­wen­di­ger denn je. Die herr­schen­de Klas­se setzt alles daran diese So­li­da­ri­tät im Keim zu er­sti­cken. Durch die stän­di­ge Hetze gegen „faule Grie­chen“, die selbst Schuld an „ihrer Krise“ hät­ten, soll von den ge­mein­sa­men In­ter­es­sen der Lohn­ab­hän­gi­gen hier und in Grie­chen­land ab­ge­lenkt wer­den. Denn das Er­ken­nen die­ser Ge­mein­sam­kei­ten kann eine Waffe sein und ist un­ab­ding­bar für die Ver­tei­dun­gung so­zia­ler Er­run­gen­schaf­ten und den er­folg­rei­chen Kampf für eine re­vo­lu­tio­nä­re Per­pek­ti­ve jen­seits von Hun­ger, Aus­beu­tung und Krieg. Den Klas­sen­kämp­fen welt­weit, die sich gegen im­pe­ria­lis­ti­sche Ein­fluss­nah­me weh­ren muss un­se­re So­li­da­ri­tät gel­ten.  [zum gesamten Aufruf des Bündnisses]

Aus die­sem An­lass wer­den wir in Frei­burg gegen Ka­pi­ta­lis­mus, Krise und Krieg de­mons­trie­ren.
Am Sams­tag, 5. No­vem­ber 2011 fin­det um 14 Uhr ab Platz der Alten Syn­ago­ge eine über­re­gio­na­le an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­sche De­mons­tra­ti­on statt unter dem Motto „no g20 – Die Krise heißt Ka­pi­ta­lis­mus“. Wir wer­den im Drei­län­der­eck in Frei­burg un­se­ren Pro­test gegen die herr­schen­den Ver­hält­nis­se laut­stark und ent­schlos­sen auf die Stra­ße tra­gen. Be­tei­ligt euch an der De­mons­tra­ti­on und wer­det aktiv für eine Welt ohne Aus­beu­tung und Krieg!

Samstag, 05. November 2011 | 14 Uhr |
Frei­burg, Platz der Alten Syn­ago­ge

Bus aus Stuttgart:
Das Of­fe­ne Tref­fen gegen Krieg und Mi­li­ta­ri­sie­rung (OTKM) Stutt­gart or­ga­ni­siert eine ge­mein­sa­me Bus­fahrt von Stutt­gart nach Frei­burg am Sams­tag, den 05.11.2011 um 10:00 Uhr. Infos dazu gibt es unter:  otkm.tk

Weitere Infos zur Mobilisierung unter:
No G20-Bündnisseite
Antifaschistische Linke Freiburg

Faschistische Umtriebe verhindern!

Am 1. Oktober 2011 wurde ein Antifaschist in Riegel (Ortenau) angefahren und dabei schwer verletzt. Am Steuer des Autos saß der regional bekannte Nazi Florian Stech. Von einem herkömmlichen Verkehrsunfall kann nicht gesprochen werden. Offenbar in Tötungsabsicht, oder zumindest schwerste Verletzungen von Menschen billigend in Kauf nehmend, beschleunigte der Angreifer sein Fahrzeug, nachdem er eine Gruppe von Antifaschisten auf einem Parkplatz erspäht hatte, und lenkte es mitten in diese hinein. Ein Antifaschist, welcher nicht rechtzeitig ausweichen konnte, wurde dabei von dem Auto des Angreifers erfasst und über dieses geschleudert. Dabei zog er sich Prellungen, mehrere Hämatome und eine Blutung im Gehirn zu. Er musste auf der Intensivstation, unter künstlicher Beatmung, behandelt werden. Dieser Angriff zeugt von größter Brutalität und weist auf das hohe Potential von Gewaltbereitschaft faschistischer Gruppen – nicht nur in Baden-Württemberg – hin. Denn er ist leider kein Einzelfall:

Unlängst wurde in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) eine Gartenhütte von Nazis in Brand gesteckt, nachdem sich Menschen in diese geflüchtet hatten, in der Hoffnung, so den Nazischlägern zu entkommen. Nachhaltige schwere Verletzungen am und im Auge erlitt auch ein Antifaschist in Leonberg, als auf ihn aus unmittelbarer Entfernung mit einer Gaspistole gefeuert wurde. Auch hier war der Täter ein bekannter Nazi aus der örtlichen Szene. Ende September kam es – so das Infoportal Indymedia – im Raum Balingen sowie in Albstadt-Ebingen (Zollernalbkreis) zu schweren neonazistischen Messer-Attacken. Der Zollernalbkreis wurde in der Vergangenheit häufig zum Schauplatz gewalttätiger und bewaffneter Übergriffe – hier gilt es, lokale antifaschistische Strukturen zu stärken und entschlossen Widerstand zu leisten.

Zeitgleich geraten Antifaschist_innen immer mehr in das Visier der “Staatsschützer”: Mit dem Prozess gegen den Stuttgarter Antifaschisten Chris (hier zu unserer Solidaritäts-Erklärung) oder aktuell laufenden Prozessen vor dem Heilbronner Amtsgericht gegen Personen, die sich an den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai 2011 in Heilbronn beteiligte hatten, werden diejenigen kriminalisiert und verurteilt, die sich aktiv gegen die menschenverachtende Hetze der Nazis einsetzen.

Es ist Zeit zu handeln! Antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren ist wichtiger denn je, denn am 22. Oktober 2011 wollen erneut Nazis in der Region Ortenau/Südbaden marschieren. Der Aufmarsch war zuvor in Offenburg geplant, nun mobilisieren die Nazis – insbesondere die Gruppen „Freien Kräfte Ortenau“ und „Kameradschaft Südsturm Baden (KSB)“ – unter dem Motto “Gegen linken Terror – Nationalen Sozialismus erkämpfen!” auf 12 Uhr an den Bahnhof in Emmendingen. Dabei fällt dieses Datum auf den Jahrestag der Deportation von 6000 badischen Jüdinnen und Juden, und entlarvt somit die eigentliche, zutiefst antisemitische Motivation dieser Demonstration.

Wir rufen deshalb alle Menschen dazu auf, am 22. Oktober 2011 nach Emmendingen zu kommen!

Bei Interesse an einer gemeinsamen Anreise meldet euch per Mail: kontakt [at] marxistische-aktion.de

Dieser Naziaufmarsch muss mit allen Mitteln verhindert werden! Kein Fußbreit den Faschisten! Keine Basis und keine öffentliche Plattform für ihre menschenverachtende Hetze. Gegen jeden Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus. Antifaschismus auf allen Ebenen, als legitimes und notwendiges Mittel und Teil unseres Kampfes für eine befreite, klassenlose Gesellschaft.

Nie wieder Faschismus!

Weitere Infos unter:

http://www.antifa-ortenau.tk/

http://www.enough-is-enough.tk/

http://aufbau.redio.de/

Bereits zum dritten Mal in Folge wird vom 21. bis zum 23. Oktober in Balingen „BW-Musix“ – ein von der Bundeswehr organisierter Bläserwettbewerb für Kinder und Jugendliche – stattfinden. Der Zweck, den die Bundeswehr mit dieser Veranstaltung verfolgt, ist klar: „BW-Musix“ dient der Schaffung von Akzeptanz des Militärs im öffentlichen Raum. Kriege wie der in Afghanistan, den ein Großteil der Bevölkerung schon lange ablehnt, sollen unter anderem dadurch legitimiert werden.

 [Ganzen Text lesen]

„BW-Musix“ bedient sich der Blasmusik um auf militärische Gewalt einzustimmen und eine motivierende Atmosphäre zu schaffen. Durch die Einbettung des Soldatenberufes in Kulturengagement und ungezwungene Freizeitstimmung, wird er verharmlost und als attraktive Alternative für Jugendliche dargestellt, die sich Gedanken über eine musikalische Laufbahn in ihrem beruflichen Leben machen, ohne dabei zu erwähnen, dass auch der eigene Tod als mögliches Ende eines Diensttages eintreten kann.

Wir fordern die Stadt Balingen dazu auf, diese Veranstaltung nicht erneut zu unterstützen!

Wir rufen dazu auf, am Samstag, den 21. Oktober 2010 gegen„BW-Musix“ in Balingen auf die Straße zu gehen!

Bundeswehr raus aus dem öffentlichen Raum!

Gegen Krieg und Kapitalismus! Für eine klassenlose Gesellschaft!

„BW-Musix abblasen – DEMONSTRATION
Fr., 21.10.2011, 17.30 Uhr, Bahnhof Balingen

Treffpunkt für gemeinsame Zugfahrt:
Tübingen Hbf: 16:45 Uhr am Gleis 2b

NEOKONSERVATIVE HERRSCHAFTSIDEOLOGIE HINTER LINKEN MASKEN

Nachdem der „Eiserne Vorhang“ sich geöffnet hatte, ließ sich auf der politischen Weltbühne das Trauerspiel eines historischen Niedergangs der Linken beobachten. Einige Linke vollzogen selbst eine politische „Wende“, wandelten sich opportunistisch zu Antikommunist_innen und haben sich im Laufe der Jahre so stark den Positionen der Neocons angenähert, dass sie mittlerweile als eine mit einem linken Habitus agierende Variante des Neokonservatismus betrachtet werden müssen. Die neue Bewegung entfernte sich zunehmend von essentiellen linken und originär antikapitalistischen Positionen. Vor allem die „antideutsche“ Bewegung, die nach 1989/90 aus der radikalen Linken heraus entstand, vollzog schnell einen affirmative turn, dessen ultimative, aber in ihrer Ideologie von vornherein angelegte Konsequenz nicht nur die Bejahung der herrschenden Zustände und der neoliberalen Agenda der Herrschenden – inklusive der neuen imperialistischen Kriege –, sondern, wie sich zunehmend zeigt, die Anschlussfähigkeit an neuere rechte Strömungen ist.

 [Ganzen Text lesen]

Als hier in Tübingen im Juni 2011 ein eigens gegründeter Arbeitskreis namens „AK Linke Irrwege“ an die Öffentlichkeit trat, dessen einziger Zweck darin zu bestehen scheint, die antikommunistischen Ressentiments einer sich gern als „undogmatisch“ bezeichnenden Tübinger „linken Szene“ gegen die Marxistische Aktion Tübingen zu bündeln und ihnen dadurch, dass man sie in wissenschaftlich und „emanzipatorisch“ klingende Phrasen kleidet und seiner Vortragsreihe einen „ideologiekritischen“ Anstrich gibt, zu legitimieren, blieben Antisemitismus-Vorwürfe gegen uns naturgemäß nicht aus – denn diese erweisen sich zunehmend als wirksamste politische Instrumente zur Diskreditierung originär antikapitalistischer Positionen.

Mit dem Phänomen der neokonservativ gewendeten, sogenannten „antideutschen“ Ex-Linken haben wir uns bereits in unserer im Juni erschienenen Broschüre „Good bye, Lenin!“ Vom „Abbruchunternehmen der Linken“ ins rechte Lager: Eine Kritik „antideutscher“ Ideologie und Praxis auseinandergesetzt.

Unsere neue Broschüre zum Thema beinhaltet neben einer allgemeinen Analyse der angedeuteten besorgniserregenden aktuellen Entwicklungen eine ausführliche Kritik an den gegen uns verwendeten Methoden des „AK Linke Irrwege“. Es handelt sich also auch um die Dokumentation eines lokalen Beispiels einer Diffamierungskampagne gegen eine linke Gruppe; diese hat aber als Widerschein der oben beschriebenen Entwicklung durchaus exemplarischen Charakter. Dadurch, dass wir anderen einen Blick hinter die Kulissen einer Tübinger Auseinandersetzung gewähren, wollen wir nicht zuletzt klassenkämpferischen Linken und kommunistischen Gruppen, die in ihrem Umfeld mit ähnlichen Angriffen und Diffamierungen zu kämpfen haben oder in Zukunft zu kämpfen haben werden, die Möglichkeit geben, sich mit dem standardisierten Vorgehen und den Argumenten der neuen Allianz aus Neokonservativen, „Antinationalen“, „Antideutschen“ und „Wertkritikern“ vertraut zu machen.

Hier geht es zu unserer Broschüre „Good bye, Lenin!“ – revisited. Irre geworden an der Linken. Neokonservative Herrschaftsideologie hinter linken Masken – eine Kritik am Beispiel des „AK Linke Irrwege“. Ein Lehrstück aus Tübingen.

 

Jedes Jahr findet am ersten Donnerstag des Wintersemesters der Alternative Dies statt. Bei der Veranstaltung erhalten linke und alternative Gruppen, aber auch die diversen Hochschulgruppen an der Uni, die Gelegenheit, sich den neuen ErstsemesterInnen vorzustellen und mit Workshops und Infoständen auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen.Gleichzeitig ist die Veranstaltung ein Gegenpol zum gleichzeitig stattfindenden “Dies Universitatis”, an dem sich vor allem Studenten-Verbindungen und Burschenschaften beteiligen und vom Unirektorat hofiert werden.

Der diesjährige AlDi findet am 13.Oktober
15:30-19:00 Uhr im Clubhaus, Wilhelmstr. 30 in Tübingen statt.

Im Anschluss ab 20 Uhr: Lesung “Das Schafott” (von Curt Letsche) im Club Voltaire!

 

Die VVN-BdA Tübingen Mössingen, der DGB Arbeitskreis Tübingen, die GEW-Fachgruppe Hochschule und die Marxistische Aktion Tübingen laden ein:

Lesung „Das Schafott“ mit Lothar Letsche
Donnerstag, 13. Oktober 2011, 20:00 Uhr

ClubVoltaire   I   Haaggasse 26b   I   Tübingen

Über Buch und Autor:
Curt Letsche (1912-2010), Buchhändler und Verleger, wirkte als Nazigegner in mehreren Gruppen des bürgerlichen und religiösen Widerstands und wurde 1940 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Haft verbrachte er im Zuchthaus in Ludwigsburg. In dem Buch spiegeln sich Curt Letsches Erinnerungen an ein Erlebnis im Zuchthaus im Faschismus wider. Er bekam mit, wie es gegen Kriegsende dort Bestrebungen gab, politische Gegner im Zuchthaus selbst auf dem Schafott hinzurichten. Nach 1945 betätige er sich wiederum als Verleger im heutigen Baden-Württemberg und siedelte 1957 in die DDR um. Curt Letsche wurde ein erfolgreicher Autor von Kriminalromanen, utopischen Romanen und drei Erzählungen, die eigene Erlebnisse aus dem Widerstand verarbeiten.

Der Roman „Das Schafott“ erzählt die Geschichte des kommunistischen Widerstandskämpfers Andreas Weller, der kurz vor Kriegsende von einem Staatsanwalt der NS-Justiz wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt wird.

Einigen Mithäftlingen gelingt es jedoch, die Aufstellung eines Schafotts im Zuchthaus Ludwigsburg zu verhindern und den Todeskandidaten zu retten. Das Vorbild für die Romanfigur ist der KPD-Politiker Oskar Andreas Wössner (1898-1942) aus Schramberg, der wegen der Weitergabe eines Zettels an einen Mithäftling im Zuchthaus Ludwigsburg zum Tode verurteilt und anders als im Roman auch tatsächlich hingerichtet wurde.

Anlässlich der Neuauflage des Romans „Das Schafott“ liest Lothar Letsche aus dem Buch seines Vaters.

Die Marxistische Aktion informiert bei der Veranstaltung über die bevorstehenden antifaschistischen und antimilitaristischen Aktivitäten in der Region.

Hier gibt es den Flyer zum Download: 13. Oktober: Lesung „Das Schafott“.

Die Marxistische Aktion Tübingen hat im Sommer 2011 eine aktualisierte und stark erweiterte Version ihrer Broschüre Von der Utopie zur Wissenschaft veröffentlicht. Der Text ist angelegt als kompakte Einführung in die umfassende marxistische Theorie und ihre Entwicklungsgeschichte. Die Broschüre eignet sich gut als Einstieg für Lesekreise und Theorie-Workshops, da sie sich darum bemüht, allgemein verständliche Einblicke in die wichtigsten Bereiche des wissenschaftlichen Sozialismus zu geben: die Kritik der politischen Ökonomie, die materialistische Dialektik, den historischen Materialismus, die marxistische Staatstheorie etc.

Aus dem Vorwort:

Wir erleben, erschüttert und verwirrt, das Scheitern beim Aufbau der sozialistischen Gesellschaften. Der Sozialismus, den wir von der Utopie zur Wissenschaft entwickeln wollten, scheint sich als eine bloße Utopie zu erweisen, die vor der Wirklichkeit – zumindest vor der Wirklichkeit unserer Zeit – nicht standhält.“
So beginnt die Einleitung zu einem Essay des marxistischen Philosophen Hans Heinz Holz, der sich mit der Frage nach philosophisch-politischen Perspektiven des Marxismus nach den welthistorischen Ereignissen von 1989-1991 auseinandersetzt. „Ist“, so fragt Holz weiter, „wie manche meinen, die Lehre von Marx, Engels und Lenin durch die Verwirklichung dementiert, die ihr zuteil geworden ist? Brauchen wir, allenfalls, einen Sozialdemokratismus ohne Marx und die Theorietradition, die an ihn anknüpfte?“ Dass diese Fragen sämtlich zu verneinen sind, ist der Grund für die Existenz unserer Gruppe. Warum sie zu verneinen sind soll diese Schrift begründen.

Die Broschüre gibt es zum Download unter: Von der Utopie zur Wissenschaft.

#INFO-Seite online!

Alle #INFO-Broschüren der MAT gibts zum Download unter infomat.blogsport.de