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Faschistische Umtriebe verhindern!

Am 1. Oktober 2011 wurde ein Antifaschist in Riegel (Ortenau) angefahren und dabei schwer verletzt. Am Steuer des Autos saß der regional bekannte Nazi Florian Stech. Von einem herkömmlichen Verkehrsunfall kann nicht gesprochen werden. Offenbar in Tötungsabsicht, oder zumindest schwerste Verletzungen von Menschen billigend in Kauf nehmend, beschleunigte der Angreifer sein Fahrzeug, nachdem er eine Gruppe von Antifaschisten auf einem Parkplatz erspäht hatte, und lenkte es mitten in diese hinein. Ein Antifaschist, welcher nicht rechtzeitig ausweichen konnte, wurde dabei von dem Auto des Angreifers erfasst und über dieses geschleudert. Dabei zog er sich Prellungen, mehrere Hämatome und eine Blutung im Gehirn zu. Er musste auf der Intensivstation, unter künstlicher Beatmung, behandelt werden. Dieser Angriff zeugt von größter Brutalität und weist auf das hohe Potential von Gewaltbereitschaft faschistischer Gruppen – nicht nur in Baden-Württemberg – hin. Denn er ist leider kein Einzelfall:

Unlängst wurde in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) eine Gartenhütte von Nazis in Brand gesteckt, nachdem sich Menschen in diese geflüchtet hatten, in der Hoffnung, so den Nazischlägern zu entkommen. Nachhaltige schwere Verletzungen am und im Auge erlitt auch ein Antifaschist in Leonberg, als auf ihn aus unmittelbarer Entfernung mit einer Gaspistole gefeuert wurde. Auch hier war der Täter ein bekannter Nazi aus der örtlichen Szene. Ende September kam es – so das Infoportal Indymedia – im Raum Balingen sowie in Albstadt-Ebingen (Zollernalbkreis) zu schweren neonazistischen Messer-Attacken. Der Zollernalbkreis wurde in der Vergangenheit häufig zum Schauplatz gewalttätiger und bewaffneter Übergriffe – hier gilt es, lokale antifaschistische Strukturen zu stärken und entschlossen Widerstand zu leisten.

Zeitgleich geraten Antifaschist_innen immer mehr in das Visier der “Staatsschützer”: Mit dem Prozess gegen den Stuttgarter Antifaschisten Chris (hier zu unserer Solidaritäts-Erklärung) oder aktuell laufenden Prozessen vor dem Heilbronner Amtsgericht gegen Personen, die sich an den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai 2011 in Heilbronn beteiligte hatten, werden diejenigen kriminalisiert und verurteilt, die sich aktiv gegen die menschenverachtende Hetze der Nazis einsetzen.

Es ist Zeit zu handeln! Antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren ist wichtiger denn je, denn am 22. Oktober 2011 wollen erneut Nazis in der Region Ortenau/Südbaden marschieren. Der Aufmarsch war zuvor in Offenburg geplant, nun mobilisieren die Nazis – insbesondere die Gruppen „Freien Kräfte Ortenau“ und „Kameradschaft Südsturm Baden (KSB)“ – unter dem Motto “Gegen linken Terror – Nationalen Sozialismus erkämpfen!” auf 12 Uhr an den Bahnhof in Emmendingen. Dabei fällt dieses Datum auf den Jahrestag der Deportation von 6000 badischen Jüdinnen und Juden, und entlarvt somit die eigentliche, zutiefst antisemitische Motivation dieser Demonstration.

Wir rufen deshalb alle Menschen dazu auf, am 22. Oktober 2011 nach Emmendingen zu kommen!

Bei Interesse an einer gemeinsamen Anreise meldet euch per Mail: kontakt [at] marxistische-aktion.de

Dieser Naziaufmarsch muss mit allen Mitteln verhindert werden! Kein Fußbreit den Faschisten! Keine Basis und keine öffentliche Plattform für ihre menschenverachtende Hetze. Gegen jeden Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus. Antifaschismus auf allen Ebenen, als legitimes und notwendiges Mittel und Teil unseres Kampfes für eine befreite, klassenlose Gesellschaft.

Nie wieder Faschismus!

Weitere Infos unter:

http://www.antifa-ortenau.tk/

http://www.enough-is-enough.tk/

http://aufbau.redio.de/

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