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Die Nacht von Samstag auf Sonntag, den 8. Mai, haben laut Infoportal tueinfo antifaschistische Aktivist_innen in Tübingen dazu genutzt, den Tag der Befreiung mit verschiedenen kreativen Aktionen wieder ins allgemeine Bewusstsein zu rufen. Sie brachten an verschiedenen Orten der Stadt rote Fahnen an, wie sie auch vor 66 Jahren von der Roten Armee als Symbol der Freiheit und des Friedens auf dem Reichstag in Berlin gehisst wurden.

Außerdem haben die Aktivist_innen den Tag der Befreiung zum Anlass genommen, um an einen lokalen Kommunisten und Antifaschisten zu erinnern, dessen Lebensgeschichte in Tübingen fast vollständig in Vergessenheit geraten ist: Friedrich Wolf.

“Auch die beiden Statuen vor der Neuen Aula hielten am Tag der Befreiung die rote Fahne hoch. Mit diesen Statuen hat es eine besondere Bewandtnis: Sie stellen den jungen Friedrich Wolf (1888-1953) dar. Als Medizinstudent in Tübingen war er, um sich etwas dazu zu verdienen, Modell für anatomische Aktzeichnungen gestanden, nach denen die Statuen gestaltet wurden. [...] Deshalb haben wir Friedrich Wolf am Tag der Befreiung nicht nur noch einmal die rote Fahne tragen lassen, sondern auch am Sockel der Statuen Plaketten angebracht, die an ihn erinnern, mit der Aufschrift: Friedrich Wolf (1888-1953) – Schriftsteller, Arzt, Kommunist und Antifaschist.

Heute, 66 Jahre nach dem historischen Sieg über den deutschen Faschismus, müssen wir erleben, dass, während der notwendige antifaschistische Kampf durch den Staat zunehmend kriminalisiert wird, sich „nationale Sozialisten“ abermals massiv organisieren und ihre menschenverachtenden Ziele wieder offen propagieren.[...] Dieser Entwicklung müssen wir mit aller Entschlossenheit entgegentreten. “

Wir begrüßen diese und ähnliche Initiativen und solidarisieren uns mit der Aktion. Antifaschismus und die Erinnerung an vergangene antifaschistische Kämpfe dürfen in Deutschland nicht dem Staat überlassen bleiben. Nicht erst am 1. Mai in Heilbronn hat sich unmissverständlich gezeigt, auf wessen Seite dieser letztlich steht, wen er schützt und wen er bekämpft. Rechts drückt er sein Auge wohlwollend zu, während er nach links knüppelt, spitzelt und kriminalisiert. Und auch öffentlich erinnert wird nur an solche Antifaschist_innen, die nicht den Kapitalismus als Wurzel und die Herrschende Klasse als Geburtshelfer des Faschismus erkannt und bekämpft haben. Für uns muss die Erinnerung am Tag der Befreiung an jene, die gegen den Faschismus gekämpft und ihn besiegt haben, auch den Kämpfen von heute und morgen gewidmet sein! Daher gilt:

Den Widerstand organisieren,
die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Über die Aktion:

http://www.jpberlin.de/tueinfo/cms/node/19619

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