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8. März 2011 – 100 Jahre Internationaler Frauenkampftag

Demonstration am 8.3.

Holzmarkt, Tübingen um 17 Uhr

Abschlusskundgebung, VoKü und Fest auf dem Sternplatz

zuvor ‘Holzmarktspektakel’ ab 15 Uhr

Der Internationale Frauentag hat eine lange Tradition. Auf der sozialistischen Frauenkonferenz im August 1910 wurde beschlossen, “als einheitliche internationale Aktion einen alljährlichen Frauentag“, einen gemeinsamen Kampftag der Arbeiterbewegung zu begehen. Mit der Kampfparole „Heraus mit dem Frauenwahlrecht” gingen am ersten Internationalen Frauentag, am 19. März 1911, alleine in Deutschland mehr als eine Million Frauen auf die Straße und forderten für alle Frauen soziale und politische Gleichberechtigung.

Zeitgleich war dies mit einem grundsätzlichen Kampf für den Umsturz der herrschenden kapitalistischen Verhältnisse verknüpft, ohne den eine Aufhebung der Geschlechterungleichheiten nicht möglich ist: ein Kampf für die  revolutionäre Überwindung der Wurzel der Diskriminierung von Frauen, die im Kapitalismus in der (doppelten) Ausbeutung der Arbeiterinnen durch die Kapitalistenklasse und damit im Privateigentum an  den Produktionsmitteln begründet ist.

Wir wollen am Jubiläum des Internationalen Frauentags an all diejenigen erinnern, die sich für die Gleichberechtigung der Frauen überall auf der Welt aktiv eingesetzt, die ihr Leben im Widerstand gegen den Faschismus riskiert und sich mutig und ausdauernd gegen Militarisierung, Patriarchat und Kapitalismus engagiert haben – oder es immer noch tun. Wir können viel aus den geführten Kämpfen lernen, die fortschrittlichen Debatten der Frauenbewegung  von gestern und heute verknüpfen und damit die revolutionäre Überwindung des kapitalistischen Systems vorantreiben. Unser Erinnern an die Kämpferinnen von gestern muss den Kämpfen von heute und morgen gewidmet sein!

Solidarisch, Seite an Seite.

„Wir erkennen gar keine besondere Frauenfrage an – wir erkennen keine besondere Arbeiterinnenfrage an! Wir erwarten unsere volle Emanzipation weder von der Zulassung der Frau zu dem, was man freies Gewerbe nennt, und von einem dem männlichen gleichen Unterricht – obgleich die Forderung dieser beiden Rechte nur natürlich und gerecht ist – noch von der Gewährung politischer Rechte. […] Die Emanzipation der Frau wie des ganzen Menschengeschlechtes wird ausschließlich das Werk der Emanzipation der Arbeit vom Kapital sein. Nur in der sozialistischen Gesellschaft werden die Frauen wie die Arbeiter in den Vollbesitz ihrer Rechte gelangen.“[1]

Kommt am 8. März ab 15 Uhr auf den Holzmarkt in Tübingen – ab 17 Uhr wird es eine gemeinsame und kämpferische  Demonstration mit Aktionen und Beiträgen in Richtung Sternplatz geben.  Genaue Infos und Mobimaterial folgen in Kürze.

Die Aktionen rund um den Frauentag werden von einem breiten, verschiedene Spektren übergreifenden  Bündnis getragen und organisiert. Die Marxistische Aktion ist Teil dieses Bündnisses.

Nieder mit dem Patriarchat! Für Emanzipation und soziale Revolution! Zusammen kämpfen gegen Unterdrückung und Ausbeutung!


[1] Clara Zetkin 1889, Rede auf dem Int. Arbeiterkongress in Paris, Ausgewählte Schriften, Bd.1, Dietz Verlag Berlin, 1957

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