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Die deutsche Linke oder die Neocons im linken Gewand?

Anmerkungen zu Tilman Tarachs Israel-Vortrag

Am Abend des Donnerstag, den 2.11. 2010 fand in der Neuen Aula, einem Gebäude der Universität Tübingen, eine Veranstaltung der Stuttgarter Gruppe „Emanzipation und Frieden“ in Kooperation mit der „Tübinger Initiative gegen Antisemitismus und Antizionismus“ statt. Im Folgenden wollen wir zu den Inhalten der Veranstaltung Stellung nehmen.

Tilman Tarach, im wissenschaftlichen Kontext bislang weitgehend unbekannt, sprach als Referent über sein Buch „Der ewige Sündenbock. Heiliger Krieg, die »Protokolle der Weisen von Zion« und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahost­konflikt“. Wer nun solchen Hasspredigern und Unwissenschaftlern wie Tarach für ihre Bücher nicht auch noch Geld hinterherwerfen will oder wem schlicht und einfach Zeit und Geld fehlen, sich mit all den Tarachs unserer Zeit intensiv auseinanderzusetzen, der konnte sich auf dem Vortrag dennoch ein ausreichendes Bild von den Ergüssen des Autors verschaffen. Wer nach der Lektüre dieses Textes immer noch das Bedürfnis nach weiteren Kostproben hat, der kann sich im Internet kostenlos drei Kapitel zu Gemüte führen.

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Mit Tilman Tarach und seiner Propagandaveranstaltung über den angeblichen „Sündenbock Israel“, immerhin in einem Hörsaal der Uni Tübingen, hat sich gezeigt, dass Tübingen gefährlich tolerant gegenüber neokonservativem und rassistischem Gedankengut ist. Reaktionären sollte in Tübingen keine Plattform geboten werden. Rechte Geschichtsverdreher haben die Gegnerschaft aller fortschrittlichen und antifaschistischen Menschen verdient. Egal, ob sie im linken Gewand daherkommen oder nicht! Sollte es tatsächlich das Bestreben der lokalen antideutschen Szene sein (und diese wird hier ausdrücklich nicht als ideologisch homogenes Subjekt begriffen), sich durch Auftritte wie dem von Tilman Tarach selbst weiter zu delegitimieren und ins Abseits zu befördern, so ist das grundsätzlich als dieser Ideologie inhärente Zersetzungstendenz zu begrüßen, wird aber nicht ohne unseren und den Widerstand anderer Linker und Antifaschist_innen vonstatten gehen!

Marxistische Aktion Tübingen

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