Antifaschistischen Widerstand organisieren!
Am 18. Februar 2012 planen mehrere tausend Faschisten aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus in Dresden aufzumarschieren. Der jährlich stattfindende Aufmarsch hat seine Anfänge Ende der 90er Jahre und ist schon lange eines der zentralen Events der deutschen und europäischen Naziszene. Der Anlass ist die Bombardierung Dresdens durch die Alliierten am Ende des 2. Weltkrieges. Die Nazis versuchen im Rahmen ihrer Aktionen von den Verbrechen ihrer historischen Vorläufer abzulenken, diese zu relativieren und Nazideutschland in eine Opferrolle zu versetzen.
Dank vielfältigem antifaschistischem Protest konnten die Faschisten in den Jahren 2010 und 2011 erstmals nicht wie geplant marschieren. Mehrere tausend Antifaschist_innen verhinderten mit Blockaden und direkten Aktionen trotz riesigen Polizeiaufgeboten den Aufmarsch der Faschisten. Positiv war vor allem, dass sich tausende engagierte Antifaschist_innen aus einem sehr breiten Spektrum in den letzten beiden Jahren mit der Teilnahme an Blockaden das Recht nahmen, durch zivilen Ungehorsam den vom Staat vorgegebenen Aktionsrahmen zu überschreiten. In den letzten Jahren stellte sich heraus, dass es gerade das Zusammenspiel von antifaschistischen Aktionen auf verschiedenen Ebenen ermöglichte, die Polizeikräfte derart zu binden und zu desorganisieren, dass einer Demo der Faschisten keinen Schutz mehr geboten werden konnte.
Zum ganzen Aufruf: Bitte hier weiterlesen
Auf nach Dresden!
Mit einer gemeinsamen Mobilisierung gegen den Dresdner Naziaufmarsch im Februar 2012 knüpfen wir an die vielseitigen Erfahrungen der letzten Jahre an. Nach dem großen öffentlichen Aufschrei infolge der Aufdeckung rechtsterroristischer Strukturen, die einen festen Teil des Geflechts aus Kameradschaften und NPD bilden, gilt es gerade jetzt mit einer starken antifaschistischen Gegenwehr auf Naziaktivitäten zu antworten.
Während faschistische Terrorzellen mit staatlicher Unterstützung fleißig an der Umsetzung ihrer mörderischen Ideologie arbeiten, setzt derselbe Staat alles daran, antifaschistischen Protest mit umfangreichem Engagement zu behindern, zu diffamieren und zu kriminalisieren.
Es gibt keinen Grund in diesem rechts offenen Sumpf nach Beistand zu suchen: Der entschlossene und aufrichtige Kampf gegen Nazis muss sich gegen staatliche Angriffe verteidigen können und alle NazigegnerInnen zu einem solidarischen, selbstbestimmten und offensiven Handeln ermutigen.
Lasst uns dafür Strukturen schaffen – nutzen wir unsere gemeinsame Stärke!
Machen wir Dresden auch im Jahr 2012 zu einem Symbol für organisierte antifaschistische Gegenwehr! Die Antifaschistische Aktion aufbauen!
Mobilisierungs – und Infoveranstaltungen in der Region:
1. Februar 2012 Schelling-Hausbar 20 Uhr
3. Februar 2012 Zelle Reutlingen 20 Uhr
Dort erhaltet Ihr alle Infos und Material, sowie Karten für den Bus aus Tübingen!
Achtet auf weitere Ankündigungen, hier auf unserer Homepage und auch unter:
www.antifareisen.tk und www.antinazibus.blogsport.de.
¡Solidaridad con los estudiantes mexicanos en pie de lucha!
¡Contra la represión y el terrorismo estatal!
In den letzten Wochen haben sich die Repressalien gegen diverse linksorganisierte Student_innengruppen in Mexiko weiter verstärkt. So wurden im Dezember bei einer Straßenblockade in Guerrero zwei linke Demonstranten von der Polizei in aller Öffentlichkeit erschossen, Anfang Januar kam es nun zu einem politisch motivierten Messerangriff auf einen Bewohner einer “casa de estudiantes” in Tepito in Mexico City. Im Folgenden dokumentieren wir eine Protestadresse, um deren solidarische Unterstützung und Verbreitung uns die kämpfenden Aktivist_innen in Mexiko gebeten haben:
„Die Organisationen und Privatpersonen, die wir dieses Schreiben unterzeichnen, wollen damit unsere Ablehnung der Aggressionen zum Ausdruck bringen, denen die Bewohner_innen der Honorable Casa Nacional de Estudiantes (HCNE) in Mexiko Stadt ausgesetzt waren und sind. […] Diese Aggressionen haben sich von Drohungen im Internet, direkten Bedrohungen, über Attacken gegen die Eingänge des besagten Gebäudes bis hin zu dem gestern sich ereigneten Messerangriff auf Pablo Téllez gesteigert, als dieser gegen 21:15 dort eintraf. […]
Es ist für alle sehr schädlich, dass die politischen Gruppen, die der Regierungsmacht nahestehen [Anm.: gemeint ist die PRD Regierung des Distrito Federal], versuchen, in das Leben der sozialen Bewegungen einzugreifen und vor allem Anstrengungen unternehmen, sich Räume anzueignen, die historisch immer Bastionen der sozialen Kämpfe für eine bessere Welt waren [Anm.: die Casa de Estudiantes]. Es ist unglaublich, dass die aus der parlamentarischen „Linken“ hervorgegangenen Regierungen jetzt die sozialen Bewegungen angreifen. Zuerst der Angriff auf die Studierenden des Landinternats von Ayotzinapa im Staat Guerrero (ebenfalls von der PRD regiert), und jetzt auf die HCNE, die seit 101 Jahren Personen mit eingeschränkten Ressourcen Unterkunft bietet, eine Unterstützung, die darüber hinaus von keiner der Regierungen angeboten wird, die die parlamentarische „Linke“ in unserem Land innehat oder unterstützt.
Aus diesem Grund erheben wir unsere Stimme, auf dass die Aggressionen gegen die organisierten Studierenden der Stadt Mexiko und ihrer urbanen Umgebung ein für alle Mal aufhören. Dafür, dass die Ereignisse umgehend aufgeklärt, die Täter ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen werden.“
Zu unserer ausführlicheren Solidaritätserklärung: bitte hier weiterlesen
¡Frente a la represión acción unificada! – Gegen die Repression einheitliche Aktion!
Wir sind in Deutschland heute leider weit davon entfernt, unseren Genoss_innen und Verbündeten in anderen Teilen der Welt tatsächliche praktische Hilfe zukommen lassen zu können. Aber eben darum gehört es zu unseren wichtigsten Aufgaben als Kommunist_innen, unsere Strukturen und Netzwerke weiter auszubauen – auf dass es eines Tages nicht bei gut gemeinten Solidaritätsbekundungen bleiben muss und der Kampf gegen die herrschenden Verhältnisse tatsächlich international geführt werden kann!
Solidarität mit allen fortschrittlichen Kräften in Mexiko!
Für den organisierten Klassenkampf, Schulter an Schulter mit all unseren Brüdern, Schwestern und Genoss_innen, überall auf der Welt!
Hoch die internationale Solidarität!
Auf nach München gegen die “Sicherheitskonferenz” (SiKo) am 4. Februar!
In Tübingen finden im Vorfeld Mobilisierungsveranstaltungen gegen die Konferenz der Regierungsvertreter, Militärs, Kriegsstrategen und Rüstungslobbyisten in München statt. Wir rufen dazu auf, dort vorbeizuschauen und mit uns zur Demonstration nach München zu fahren.
Wir veranstalten einen gemeinsamen Vortragsabend mit der Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI) am
25. Januar 2012, 20:00 Uhr (zuvor VoKü, im Anschluss Barbetrieb)
Hausbar der Schellingstrasse
Vortrag mit Christoph Marischka:
“Der Krieg gegen die Armut.
Pirateriebekämpfung und der Flottenaufmarsch am Horn von Afrika”
So genannte „gescheiterte Staaten“ stehen im Mittelpunkt westlicher Interventionsstrategien und als Prototyp eines solchen gilt Somalia. Doch jenseit von „Pirateriebkämpfung“ und „Hungerkatastrophe“ ist über die tatsächlichen Interventionsformen, mit denen in Somalia längst experimentiert wird, und deren Folgen kaum etwas bekannt. Im Vortrag werden am Fall Somalia beispielhaft das westliche Krisenmanagement und dessen Gefahren beschrieben. Sollte es sich beim „Scheitern“ von Staaten und dem daraus resultierenden „Machtvakuum“ um selbst erfüllende Prophezeiungen handeln, die westlichem Interventionismus Vorschub leisten und zugleich die Gefahr von Stellvertreterkonflikten zwischen den Intervenierenden bergen? Welche Rolle könnte die maritime Aufrüstung der Region unter dem Stichwort „Pirateriebkämpfung” im Falle eines militärischen Konfliktes mit dem Iran spielen?
Download Flyer: Siko Flyer 2012
Gemeinsame Anreise:
Im Anschluss an beide Vorträge wird es auch organisatorische Hinweise zu den Protesten gegen die Münchner Sicherheitskonferenz und zur gemeinsamen Anfahrt geben. Höchstwahrscheinlich wird es eine gemeinsame Anfahrt aus Tübingen geben, Informationen dazu folgen in Kürze.
ACHTUNG! Weitere Veranstaltung:
Die “SiKo” und die herrschende Weltordnung -
ein Überblick über historische und aktuelle Themen und Konflikte auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
24. Januar 2012, 20:00 Uhr, Schlatterhaus, mit Jürgen Wagner u.a.
(Veranstalter: IMI, ATTAC Tübingen, Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen)
Das Jahr 2011 war geprägt von vielfältigen Aktionen, von kämpferischen Demonstrationen und zahlreichen Veranstaltungen mit antifaschistischen, antimilitaristischen oder frauenkämpferischen Inhalten. Wir möchten uns bei allen bedanken, mit denen wir 2011 gemeinsam in Tübingen, Berlin, München, Heilbronn, Dortmund, Bonn oder Dresden aktiv waren, die unsere Veranstaltungen besucht oder mit uns den Prozess von unserem Genossen Chris in Stuttgart begleitet haben. Wir freuen uns, dass die mehr als vier Monate andauernde Untersuchungshaft gegen ihn endlich am 19. Dezember außer Kraft gesetzt wurde, rufen aber weiterhin dazu auf, den Prozess zu verfolgen und der Kriminalisierung von Antifaschist_innen und linken Kräften entschlossen entgegenzutreten!
Eine gute Gelegenheit, Solidarität mit den Betroffenen staatlicher Repression zu zeigen, ist die Silvesterdemo in Stuttgart. Nähere Infos dazu unter: http://silvesterdemo0711.tk/.
Dort findet ihr auch nochmals einen chronologischen Rückblick auf Ereignisse und Mobilisierungen der vergangenen Monate.
Damit kommen wir auch schon zum Ausblick auf ein revolutionäres Jahr 2012:
am 15. Januar findet in Berlin die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration statt: auf der Homepage der Demo finden sich Aufruf, Infos über die
Anfahrtsmöglichkeiten mit Bussen etc.: http://www.ll-demo.de
Am 4. Februar werden wieder viele von unseren Genoss_innen in München unter dem Motto “kein Frieden mit der NATO – kein Frieden mit
dem Kriegsgeschäft” gegen die Sicherheitskonferenz (SIKO) protestieren. Informationen in Kürze auf unserer Homepage und unter: http://sicherheitskonferenz.
Außerdem schon eine Vorabinfo für den 18. Februar: auch in diesem Jahr gilt es wieder, den größten Naziaufmarsch Europas in Dresden zu verhindern! Schaut am besten regelmäßig hier auf der Homepage vorbei, wir werden euch über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten.
Für ein revolutionäres 2012!
Für den Kommunismus!
Zur Erinnerung:
am Mittwoch, 30.11. 2011
ab 20:00 Uhr
findet eine Mobiveranstaltung gegen die Afghanistan-Konferenz in Bonn in der Hausbar des Wohnprojekt Schellingstraße statt. Wir mobilisieren auf die bundesweite Demonstration „Sie reden von Frieden, Sie führen Krieg – Truppen raus aus Afghanistan!“ am Samstag, 3. Dezember. Es gibt ab 19:00 Uhr leckere Vokü, ab 20:00 Uhr einen Vortrag von der IMI zum Thema Afghanistan sowie Mobi-Infos, leckeren Glühwein und danach Musik.
Achtung:
Bustickets für die Fahrt ab Tübingen könnt ihr NUR an dem Tag kaufen.
Das Ticket kostet 20€, Solipreis 25€. Spenden für den Bus oder Patenschaften für Mitfahrer_innen nehmen wir auch gerne entgegen.
Das Vokü-Geld geht ebenfalls in den Bus. Kommt also zahlreich, esst viel und fahrt mit!
Auf nach Bonn gegen die Kriegskonferenz!
Klasse gegen Klasse – Krieg dem imperialistischen Krieg!
Internationale Solidarität gegen imperialistische Kriege und Besatzung!
Am 5. Dezember lädt die Bundesregierung zur zweiten Afghanistankonferenz nach Bonn auf den Petersberg und in den alten Bundestag ein. Vor 10 Jahren wurde auf der Petersberger Konferenz der Regimewechsel von den reaktionären Taliban zum korrupten failed state unter Hamid Karzai in Afghanistan beschlossen.
Nun kommen die kriegsführenden Nationen erneut zusammen, um über die Zukunft von Afghanistan, über Krieg und Besatzung zu beraten. Die Bundesregierung gibt vor, einen „politischen Prozess zur Stabilisierung des Landes“ und eine „Übergabe der Verantwortung an die afghanische Regierung“ vorbereiten zu wollen, in Wirklichkeit geht es jedoch darum, die imperialistische Interventions- und Besatzungspolitik auch nach teilweisem Truppenabzug mit anderen Mitteln fortzuführen.
Das [3A]-Bündnis organisiert gemeinsam mit der Interventionistischen Linken (IL) einen internationalistischen Block auf der bundesweiten Demonstration am 3. Dezember:
Bundesweite Demonstration
„Sie reden von Frieden, Sie führen Krieg – Truppen raus aus Afghanistan!“
Samstag, 3. Dezember
11:30 Uhr | Kaiserplatz | Bonn
Unser Protest richtet sich gegen die imperialistischen Kriege und Besatzung der NATO, unter der Führung der BRD, USA und weiterer EU Staaten in Afghanistan, im Irak, am Horn von Afrika, in Libyen und wo auch immer ihre Kriegsmaschinerie im Einsatz ist.
Für uns ist klar: Es gibt keine „humanitäre Intervention“ der imperialistischen Mächte. Es geht ihnen nicht um den Schutz der Bevölkerung sondern um Sicherung ihrer Interessen, seien es Rohstoffe, Absatzmärkte, ungehinderter Warenverkehr, geostrategischer Einfluss, ordnungspolitische Interessen oder Migrationskontrolle.
Der Kapitalismus ist in der Krise und weltweit kommt es zu Aufständen gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Entrechtung. Die Revolten in der arabischen Welt haben die Hoffnung auf eine andere Welt erneut entflammt und Proteste überall auf der Welt inspiriert. Es gilt unsere internationale Solidarität mit den fortschrittlichen Protestbewegungen weltweit zu zeigen.
Überall da, wo die Bundeswehr rekrutiert und für ihre weltweiten Einsätze die Werbetrommel rührt, muss sie mit unserem Widerstand rechnen. Es gibt kein ruhiges Hinterland für die deutsche Rüstungsindustrie und ihre blutigen Geschäfte. Eine eindeutige Position gegen den imperialistischen Krieg zu beziehen und auf verschiedensten Ebenen gegen Militarisierung und Krieg aktiv zu werden ist dringend notwendig. Deshalb mobilisieren wir gegen die Kriegskonferenz in Bonn und rufen alle dazu auf sich an den Aktivitäten zu beteiligen:
Krieg dem imperialistischen Krieg!
Hoch die internationale Solidarität!
Bündnisaufruf und weitere Informationen: [3A] * Revolutionäres Bündnis
Das aktualisierte Factsheet der IMI e.V.: “Afghanistan – Das Drama in Zahlen”
Am 30.11. wird eine gemeinsame Veranstaltung mit der Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI) stattfinden. Dort gibt es neben einem Input-Vortrag auch weitere Informationen zu Fahrt und Demo. VoKü ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr | Hausbar Schellingstraße 6
In seinen neuesten Auslassungen „Kurzes Statement zum neuesten MAT-Text“ wirft der „AK Linke Irrwege“ uns vor:
Inhaltlich hat die neueste Veröffentlichung der „Marxistischen Aktion Tübingen“ (MAT) nichts wirklich Neues zu bieten. Neu jedoch ist, das explizit Personen Gruppen zugeordnet und benannt werden. Der Text bezieht sich auf die linken Gruppen „AK Linke Irrwege“, die „Antifa Reutlingen-Tübingen“, den Tübinger Infoladen und „Emanzipation & Frieden“ aus Stuttgart. Mehrmals wird szene-internes Wissen der Online-Öffentlichkeit preisgegeben. Darunter finden sich zwar mehrmals auch falsche Angaben, aber das ändert nichts daran dass hier Personen in Antifa-Manier geoutet werden. Da wird die örtliche Antifa-Gruppe im Epplehaus verortet, ein antifaschistischer Autor und Referent wird zwei Gruppen als Mitglied zugeordnet, für die er offiziell nur als Referent aufgetreten ist, und sein Name wird explizit als Pseudonym gekennzeichnet. Repressions-Organe und Rechte klatschen bei solch einem Offenbarungs-Eifer natürlich hocherfreut in die Hände.
Von unserer Seite aus sehen wir die Auseinandersetzung mit dem „AK Linke Irrwege“ eigentlich als beendet an – in unserer Broschüre „Good bye, Lenin!“ – revisited. Irre geworden an der Linken. Neokonservative Herrschaftsideologie hinter linken Masken – eine Kritik am Beispiel des „AK Linke Irrwege“. Ein Lehrstück aus Tübingen haben wir die unlauteren Methoden, die der Arbeitskreis zum Zwecke der Diffamierung unserer Gruppe anwendet, einer ausführlichen und erschöpfenden Kritik unterzogen.
Die Vorwürfe, die der AK nun gegen unsere Gruppe erhebt, zwingen uns aber leider dazu, nochmals öffentlich Stellung zu nehmen.
Wir wehren uns entschieden gegen diese Vorwürfe. Interne linke Strukturen oder gar Namen haben wir niemals öffentlich gemacht. Die einzigen Namen aus der Tübinger „linken Szene“, die in unserer Broschüre vorkommen, sind die beiden jener Protagonisten des Arbeitskreises, unter denen sie selbst im öffentlichen Raum und im Internet für den „AK Linke Irrwege“ auftreten; wir haben lediglich Informationen verarbeitet, die von den betreffenden Personen selbst öffentlich gemacht worden sind oder die für alle frei im Internet zugänglich sind; die jeweiligen Quellen sind dabei für alle nachprüfbar stets in Fußnoten angegeben.
Dass weder im Umfeld des Veranstaltungsortes der Vortragsreihe des „AK Linke Irrwege“, dem Jugendzentrum Epplehaus, eine kritische Reflexion über die unlauteren Methoden, die der Arbeitskreis gegen uns anwendet, stattzufinden scheint, noch die Moderator_innen von Tue-Info so unvoreingenommen sind, die Vorwürfe, die der Arbeitskreis gegen uns erhebt, selbst zu prüfen, bevor sie in unsere auf dem Infoportal veröffentlichten Beiträge pfuschen und beschließen, den Link zu unserer neuen Broschüre zu entfernen, „da in der verlinkten Broschüre Namen auf eine Weise linken Gruppen zugeordnet werden, die unserer Meinung nach nicht unbedingt für die Internetveröffentlichung angebracht ist“, finden wir bedauernswert, aber leider auch symptomatisch für diese „Szene“, welche bei der Wahl zwischen der sachlichen Auseinandersetzung und den billigsten Mitteln der Diffamierung letzteren stets den Vorzug zu geben scheint.
Antikapitalistische Demonstration gegen den G20-Gipfel in Cannes
Nachdem bereits im Mai 2011 der G8-Gipfel im französischen Deauville stattgefunden hat, werden sich die Regierungs- und Finanzchefs der 20 mächtigsten Industrie- und Schwellenländer am 3. und 4. November 2011 im französischen Cannes treffen. Gemeinsam mit Vertretern des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank (WB) setzen sich die Staatsoberhäupter der „Gruppe der 20″ (G20) zusammen, um weltweite „Krisenbewältigungsmaßnahmen“ in Form von Sozialabbau, Spardiktat und imperialistischen Interventionen zu koordinieren.
Aus dem Aufruf:
Seit die G8-Treffen, nicht zuletzt durch zunehmende Gipfel-Proteste der globalisierungskritischen Bewegung, immer mehr in eine Legitimationskrise geraten, werden sie nun nach und nach von den G20 abgelöst. Gerne wird behauptet, dass die Frage der Legitimation nun kein Thema mehr sei, da die G20 nun ja 2/3 der Weltbevölkerung repräsentieren würden. Im wesentlichen handelt es sich jedoch um die Regierungen der reichen kapitalistischen Staaten, die hier am Tisch sitzen und im Sinne der besitzenden Klasse handeln und nicht im Sinne von 2/3 der Weltbevölkerung. Die weltweite Durchsetzung des neoliberalen Kapitalismus macht gelebte internationale Solidarität notwendiger denn je. Die herrschende Klasse setzt alles daran diese Solidarität im Keim zu ersticken. Durch die ständige Hetze gegen „faule Griechen“, die selbst Schuld an „ihrer Krise“ hätten, soll von den gemeinsamen Interessen der Lohnabhängigen hier und in Griechenland abgelenkt werden. Denn das Erkennen dieser Gemeinsamkeiten kann eine Waffe sein und ist unabdingbar für die Verteidungung sozialer Errungenschaften und den erfolgreichen Kampf für eine revolutionäre Perpektive jenseits von Hunger, Ausbeutung und Krieg. Den Klassenkämpfen weltweit, die sich gegen imperialistische Einflussnahme wehren muss unsere Solidarität gelten. [zum gesamten Aufruf des Bündnisses]
Aus diesem Anlass werden wir in Freiburg gegen Kapitalismus, Krise und Krieg demonstrieren.
Am Samstag, 5. November 2011 findet um 14 Uhr ab Platz der Alten Synagoge eine überregionale antikapitalistische Demonstration statt unter dem Motto „no g20 – Die Krise heißt Kapitalismus“. Wir werden im Dreiländereck in Freiburg unseren Protest gegen die herrschenden Verhältnisse lautstark und entschlossen auf die Straße tragen. Beteiligt euch an der Demonstration und werdet aktiv für eine Welt ohne Ausbeutung und Krieg!
Samstag, 05. November 2011 | 14 Uhr |
Freiburg, Platz der Alten Synagoge
Bus aus Stuttgart:
Das Offene Treffen gegen Krieg und Militarisierung (OTKM) Stuttgart organisiert eine gemeinsame Busfahrt von Stuttgart nach Freiburg am Samstag, den 05.11.2011 um 10:00 Uhr. Infos dazu gibt es unter: otkm.tk
Weitere Infos zur Mobilisierung unter:
No G20-Bündnisseite
Antifaschistische Linke Freiburg
Faschistische Umtriebe verhindern!
Am 1. Oktober 2011 wurde ein Antifaschist in Riegel (Ortenau) angefahren und dabei schwer verletzt. Am Steuer des Autos saß der regional bekannte Nazi Florian Stech. Von einem herkömmlichen Verkehrsunfall kann nicht gesprochen werden. Offenbar in Tötungsabsicht, oder zumindest schwerste Verletzungen von Menschen billigend in Kauf nehmend, beschleunigte der Angreifer sein Fahrzeug, nachdem er eine Gruppe von Antifaschisten auf einem Parkplatz erspäht hatte, und lenkte es mitten in diese hinein. Ein Antifaschist, welcher nicht rechtzeitig ausweichen konnte, wurde dabei von dem Auto des Angreifers erfasst und über dieses geschleudert. Dabei zog er sich Prellungen, mehrere Hämatome und eine Blutung im Gehirn zu. Er musste auf der Intensivstation, unter künstlicher Beatmung, behandelt werden. Dieser Angriff zeugt von größter Brutalität und weist auf das hohe Potential von Gewaltbereitschaft faschistischer Gruppen – nicht nur in Baden-Württemberg – hin. Denn er ist leider kein Einzelfall:
Unlängst wurde in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) eine Gartenhütte von Nazis in Brand gesteckt, nachdem sich Menschen in diese geflüchtet hatten, in der Hoffnung, so den Nazischlägern zu entkommen. Nachhaltige schwere Verletzungen am und im Auge erlitt auch ein Antifaschist in Leonberg, als auf ihn aus unmittelbarer Entfernung mit einer Gaspistole gefeuert wurde. Auch hier war der Täter ein bekannter Nazi aus der örtlichen Szene. Ende September kam es – so das Infoportal Indymedia – im Raum Balingen sowie in Albstadt-Ebingen (Zollernalbkreis) zu schweren neonazistischen Messer-Attacken. Der Zollernalbkreis wurde in der Vergangenheit häufig zum Schauplatz gewalttätiger und bewaffneter Übergriffe – hier gilt es, lokale antifaschistische Strukturen zu stärken und entschlossen Widerstand zu leisten.
Zeitgleich geraten Antifaschist_innen immer mehr in das Visier der “Staatsschützer”: Mit dem Prozess gegen den Stuttgarter Antifaschisten Chris (hier zu unserer Solidaritäts-Erklärung) oder aktuell laufenden Prozessen vor dem Heilbronner Amtsgericht gegen Personen, die sich an den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai 2011 in Heilbronn beteiligte hatten, werden diejenigen kriminalisiert und verurteilt, die sich aktiv gegen die menschenverachtende Hetze der Nazis einsetzen.
Es ist Zeit zu handeln! Antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren ist wichtiger denn je, denn am 22. Oktober 2011 wollen erneut Nazis in der Region Ortenau/Südbaden marschieren. Der Aufmarsch war zuvor in Offenburg geplant, nun mobilisieren die Nazis – insbesondere die Gruppen „Freien Kräfte Ortenau“ und „Kameradschaft Südsturm Baden (KSB)“ – unter dem Motto “Gegen linken Terror – Nationalen Sozialismus erkämpfen!” auf 12 Uhr an den Bahnhof in Emmendingen. Dabei fällt dieses Datum auf den Jahrestag der Deportation von 6000 badischen Jüdinnen und Juden, und entlarvt somit die eigentliche, zutiefst antisemitische Motivation dieser Demonstration.
Wir rufen deshalb alle Menschen dazu auf, am 22. Oktober 2011 nach Emmendingen zu kommen!
Bei Interesse an einer gemeinsamen Anreise meldet euch per Mail: kontakt [at] marxistische-aktion.de
Dieser Naziaufmarsch muss mit allen Mitteln verhindert werden! Kein Fußbreit den Faschisten! Keine Basis und keine öffentliche Plattform für ihre menschenverachtende Hetze. Gegen jeden Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus. Antifaschismus auf allen Ebenen, als legitimes und notwendiges Mittel und Teil unseres Kampfes für eine befreite, klassenlose Gesellschaft.
Nie wieder Faschismus!
Weitere Infos unter:
http://www.enough-is-enough.tk/
Bereits zum dritten Mal in Folge wird vom 21. bis zum 23. Oktober in Balingen „BW-Musix“ – ein von der Bundeswehr organisierter Bläserwettbewerb für Kinder und Jugendliche – stattfinden. Der Zweck, den die Bundeswehr mit dieser Veranstaltung verfolgt, ist klar: „BW-Musix“ dient der Schaffung von Akzeptanz des Militärs im öffentlichen Raum. Kriege wie der in Afghanistan, den ein Großteil der Bevölkerung schon lange ablehnt, sollen unter anderem dadurch legitimiert werden.
„BW-Musix“ bedient sich der Blasmusik um auf militärische Gewalt einzustimmen und eine motivierende Atmosphäre zu schaffen. Durch die Einbettung des Soldatenberufes in Kulturengagement und ungezwungene Freizeitstimmung, wird er verharmlost und als attraktive Alternative für Jugendliche dargestellt, die sich Gedanken über eine musikalische Laufbahn in ihrem beruflichen Leben machen, ohne dabei zu erwähnen, dass auch der eigene Tod als mögliches Ende eines Diensttages eintreten kann.
Wir fordern die Stadt Balingen dazu auf, diese Veranstaltung nicht erneut zu unterstützen!
Wir rufen dazu auf, am Samstag, den 21. Oktober 2010 gegen„BW-Musix“ in Balingen auf die Straße zu gehen!
Bundeswehr raus aus dem öffentlichen Raum!
Gegen Krieg und Kapitalismus! Für eine klassenlose Gesellschaft!
„BW-Musix abblasen“ – DEMONSTRATION
Fr., 21.10.2011, 17.30 Uhr, Bahnhof BalingenTreffpunkt für gemeinsame Zugfahrt:
Tübingen Hbf: 16:45 Uhr am Gleis 2b


